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Wahljahr 2022: Alle Wahlen im Überblick

Nach dem Superwahljahr 2021 mit Landtagswahlen in fünf Bundesländern und der Bundestagswahl im September standen auch im Jahr 2022 wichtige Wahlen an. Neben den vier Landtagswahlen im Saarland, Schleswig-Holstein, in Nordrhein-Westfalen und Niedersachen fand in diesem Wahljahr die Wahl des Bundespräsidenten statt.

Die Wahlen im Jahr 2022 im Überblick:

  • 13. Februar: Die Wahl des Bundespräsidenten
    Die Wahl des verfassungsmäßig höchsten Amts findet alle fünf Jahre durch die Bundesversammlung statt. Nähere Informationen zur Wahl finden Sie auf unsere Themenseite und im dazugehörigen Dossier.

  • 27. März: Landtagswahl im Saarland

    Die CDU mit dem Ministerpräsidenten Tobias Hans musste am 27. März bei den Landtagswahlen im Saarland eine herbe Niederlage einstecken. Die SPD um ihre Spitzenkandidatin Anke Rehlinger kann das Saarland ohne Koalitionspartner regieren. Weitere Informationen zur Landtagswahl im Saarland finden Sie auf unserer Themenseite und im dazugehörigen Dossier.


  • 08. Mai: Landtagswahl in Schleswig-Holstein
    Im nördlichsten Bundesland Deutschland schaffte mit Daniel Günther ein CDU-Ministerpräsident im Amt zu bleiben. Dabei verpasste die CDU die absolute Mehrheit nur knapp. Informationen zur Wahl des Kieler Landtags finden Sie auf unserer Themenseite und unserem redaktionell zusammengestellten Dossier.


  • 15. Mai: Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen
    Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen wurden die Wählerinnen und Wähler ebenfalls zur Wahlurne gebeten. Nach einem Sieg der Christdemokraten wird im Düsseldorfer Landtag nun in einer grün-schwarzen Koalition regiert. Nähere Informationen zur Wahl finden Sie auf unserer Themenseite und in einer Sammlung der relevantesten Daten in unserem Dossier.


  • 09. Oktober: Landtagswahl in Niedersachsen
    Den Abschluss des Wahljahres 2022 machte die Landtagswahl in Niedersachen. Im Gegensatz zu den anderen Bundesländern, deren Landtage im Jahr 2022 zur Wahl standen, war der niedersächsische Amtsinhaber nicht von der CDU. Mit Stephan Weil versuchte ein Ministerpräsident der SPD in seine dritte Amtszeit als Ministerpräsident gewählt zu werden - mit Erfolg. Er platzierte sich und seine Partei vor der CDU. Weitere Informationen sind auf unserer Themenseite und dem dazugehörigen Dossier zu finden.

Die Ergebnisse

Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident wiedergewählt
Die Bundesversammlung wählte am 13. Februar Frank-Walter Steinmeier in seine zweite Amtszeit als Bundespräsident. Durch die meist klaren Positionierungen der Parteien zu den antretenden Kandidaten bleiben große Wahlüberraschungen in der Bundesversammlung meist aus. Steinmeier konnte auf die Stimmen der Vertretungen aus SPD, den Grünen und der FDP vertrauen, auch die Union verzichtete auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten bzw. Kandidatin und unterstützte ebenfalls die Kandidatur Steinmeiers. So wurde der ehemalige SPD-Politiker Steinmeier bereits im ersten Wahlgang mit einer absoluten Mehrheit von 1.045 Stimmen gewählt. Aus Gründen des Infektionsschutz fand die Wahl nicht wie gewohnt im Reichstagsgebäude statt, sondern im Paul-Löbe-Haus, eines der Bürogebäude des Deutschen Bundestags.

SPD erringt absolute Mehrheit im Saarland
Bei der ersten Landtagswahl im Jahr 2022 konnte die SPD um ihre Spitzenkandidatin Anke Rehlinger einen großen Erfolg feiern. Mit dem amtlichen Endergebnis von 43,5 Prozent aller Wählerstimmen kann die SPD in der nächsten Legislaturperiode das Saarland ohne Koalitionspartner regieren. Große Verluste mussten hingegen die Parteien CDU und die Linke hinnehmen – Die CDU um den Amtsinhaber Tobias Hans verloren im Vergleich zur Wahl 2017 rund 12,2 Prozent ihrer Stimmen. Auch die Linke musste mit 10,3 Prozent Stimmverluste im zweistelligen Bereich hinnehmen und konnte somit nicht in den saarländischen Landtag einziehen. Ebenso scheiterten die Grünen und die FDP an der 5-Prozent-Hürde, sodass mit der SPD, der CDU und der AfD lediglich drei Parteien im Saarbrücker Landtag vertreten sind.

Daniel Günther bleibt Ministerpräsident in Schleswig-Holstein
Während Anke Rehlinger das Saarland ohne Koalitionspartner regieren kann, verpasste ihr Amtskollege Daniel Günther von der CDU bei der Landtagswahl in Schleswig Holstein die absolute Mehrheit nur knapp. Lediglich ein Sitz fehlte der CDU, um das norddeutsche Bundesland ohne Koalitionspartner regieren zu können. Dennoch zählt die CDU als klare Gewinnerin der Landtagswahl, im Vergleich zur letzten Wahl 2017 konnte die CDU rund elf Prozent der Stimmen dazu gewinnen. Die SPD handelte sich hingegen das schlechteste Wahlergebnis in ihrer landespolitischen Historie in Schleswig-Holstein ein. Neben der Linke verpasste auch die AfD den Einzug in den Landtag an der Kieler Förde, sie scheiterten laut Wahlergebnis an der 5-Prozent-Hürde. Der SSW wäre als Minderheitenpartei auch ohne die notwendigen fünf Prozent Stimmenanteile im Kieler Landtag vertreten gewesen, benötigte diese politische Sonderregelung jedoch nicht: Der Südschleswigsche Wählerverband konnte mit dem Ergebnis von 5,7 Prozent bei den Landtagswahlen 2022 einen großen Erfolg feiern.
CDU siegt in Nordrhein-Westfalen
Mit einem Stimmenanteil von 35,7 Prozent siegten die Christdemokraten um ihren Spitzenkandidaten und amtieren Ministerpräsidenten Hendrik Wüst bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl am 15. Mai. Die amtierende Regierung aus CDU und FDP konnte ihre Koalition jedoch nicht fortsetzen, die FDP kam auf lediglich 5,9 Prozent und verlor damit deutlich gegenüber der letzten Landtagswahl im Jahr 2017. Hingegen konnten sich die Grünen über einen Zuwachs bei den Wählerstimmen freuen und sich schließlich einen Platz in der neuen Regierungskoalition in Nordrhein-Westfalen sichern. Ein negatives Ergebnis für die Demokratie ist die niedrige Wahlbeteiligung – mit nur 55,5 Prozent bildet sie das Schlusslicht im Vergleich der vergangenen Wahlen auf Länderebene.

Weil spielt Amtsbonus in Niedersachsen aus

Die SPD ging trotz Verlusten von rund 3,5 Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl 2017 mit einem deutlichen Sieg aus der Landtagswahl in Niedersachsen heraus. Großen Anteil an diesem Wahlsieg wird Ministerpräsident Stephan Weil zugeschrieben. Er erzielte in Umfragen vor der Wahl bessere Werte als Konkurrent Bernd Althusmann von der CDU und platzierte sich und seine Partei schlussendlich erneut vor den Christdemokraten, die mit rund 5,5 Prozentpunkten den größten Verlust an Stimmen hinnehmen musste. Nach dem amtlichen Wahlergebnis hat die SPD in der nächsten Legislaturperiode Anspruch auf 57 der insgesamt 146 Sitze im niedersächsischen Landtag. Rund einen Monat nach der Wahl schlossen sich Grüne und SPD zu einer Regierungskoalition zusammen und kommen damit auf insgesamt 81 Sitze, für eine Mehrheit waren 74 Sitze erforderlich.

Ausblick auf das Jahr 2023

Im Wahljahr 2023 werden voraussichtlich drei Landtagswahlen stattfinden. Neben der Wahl der Bürgerschaft in Bremen finden die beiden Landtagswahlen in Bayern und Hessen statt. Zudem finden im Frühjahr 2023 noch Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein statt.

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