Statistiken zur Deutschen Einheit

Massenfluchten und -proteste wie die Leipziger Montagsdemonstrationen läuteten die Wende in den deutsch-deutschen Beziehungen ein, die mit der Öffnung der innerdeutschen Grenze am 9. November 1989 begann und ihren formellen Abschluss mit dem Beitritt der Länder der ehemaligen DDR zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 fand.

Wie eine Befragung anlässlich seines zwanzigjährigen Jubiläums zeigt, ist der Mauerfall eine durchaus emotionale Angelegenheit. Immerhin die Hälfte gab an, noch heute eher bis sehr stark vom Mauerfall berührt zu sein. Überwältigende Mehrheiten in Ost und West stimmen der Aussage zu, die Ostdeutschen könnten stolz sein auf die Überwindung der SED-Herrschaft.

Alles in allem halten große Mehrheiten in West und Ost die Wiedervereinigung für richtig und erfolgreich, wenn sich wohl auch viele mehr von ihr versprochen haben. So ist einerseits bei der Ausstattung der Haushalte in Ostdeutschland beispielsweise eine Hebung des materiellen Lebensstandards zu beobachten. Verfügte im Jahr 1990 nur rund ein Fünftel über ein Telefon und nur knapp die Hälfte über ein Auto, hatten im Jahr 2007 praktisch alle Haushalte Telefon und rund 72 Prozent einen PKW.

Auf anderem Gebiet bestehen allerdings noch erhebliche Unterschiede bei den Lebensbedingungen zwischen Ost- und Westdeutschland. Ostdeutsche Betriebe erreichen auch zwei Jahrzehnte nach der Einheit im Schnitt nur etwa 71 Prozent der Produktivität westdeutscher Betriebe. Bei der Angleichung der Bruttolöhne haben die Arbeitnehmer in den Neuen Bundesländern in den letzten 15 Jahren kaum Sprünge gemacht. Ostdeutsche Löhne verharren weiterhin auf knapp 80 Prozent des Westniveaus. Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger empfindet diese Lücke als ungerecht.

Auch subjektiv ist die Wiedervereinigung noch nicht abgeschlossen. 70 Prozent der Bundesbürger halten die Neuen und Alten Bundesländer für noch nicht vollständig vereinigt. Der Anteil der Ostdeutschen, der sich mit der Bundesrepublik identifiziert, steigt stetig, liegt jedoch immer noch bei nur etwa 25 Prozent.

An der Spitze der Bundesrepublik scheint die Einheit dagegen bereits gelungen: 89 Prozent der Bundesbürger nehmen die aus Brandenburg stammende Kanzlerin Angela Merkel als gesamtdeutsche, nicht bloß ostdeutsche Politikerin wahr und 72 Prozent verwehren sich gegen die Aussage, der Bundespräsident Joachim Gauck, der in der Bürgerrechtsbewegung der DDR aktiv war, wäre eher ein Präsident für die Ost- als die Westdeutschen.

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