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Statistiken zu Gewerkschaften in Deutschland

Gewerkschaften sind Organisationen, die sich für die berufspolitischen Belange ihrer Mitglieder einsetzen. So führen diese unter anderem Tarifverhandlungen mit den betroffenen Unternehmen und Betrieben. Zur Durchsetzung ihrer Ziele werden oftmals Streiks als Druckmittel eingesetzt.

IG Metall und ver.di sind größte Gewerkschaften im DGB

Der Deutsche Gewerkschaftsbund, kurz DGB, ist die größte Dachorganisation von Einzelgewerkschaften in Deutschland. Insgesamt gehören zum DGB acht Mitgliedsgewerkschaften, die alle Branchen und Wirtschaftsbereiche in Deutschland abdecken. Im Jahr 2020 betrug die Anzahl der Mitglieder in den DGB-Gewerkschaften in Deutschland rund sechs Millionen. Der Frauenanteil unter den DGB-Mitgliedern lag im Jahr 2020 bei circa 34 Prozent. Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes ist seit Mai 2014 Reiner Hoffmann.

Die IG Metall ist die größte Gewerkschaft im DGB, gemessen an der Anzahl der Mitglieder von ca. 2,21 Millionen im Jahr 2020. Die Beitragseinnahmen der IG Metall, die ihren Sitz in Frankfurt am Main hat, konnten zwischen 2010 und 2019 jährlich gesteigert werden. Im Jahr 2020 betrugen die Beitragseinnahmen rund 591 Millionen Euro (598 Mio. Euro im Vorjahr). Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, kurz ver.di, ist die zweitgrößte Gewerkschaft in Deutschland. Ihre Mitgliederanzahl belief sich im Jahr 2020 auf rund 1,94 Millionen Personen.

Tarifverhandlungen als Kernaufgabe

Bei den Verhandlungen rund um Tarifverträge sollen die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertraglich festgelegt werden. Tarifverträge können zwischen einzelnen Unternehmen oder ganzen Branchenverbänden geschlossen werden. Die Interessen der Arbeitnehmer:innen werden in den Tarifverhandlungen in der Regel von Gewerkschaften vertreten. Unter den Tarifabschlüssen gibt es unterschiedliche Vertragsformen – zu den häufigsten Vertragsformen zählen Tarifverträge mit Mantelbestimmungen. In den Mantelbestimmungen werden Arbeitsbedingungen wie Wochenarbeitszeiten oder Urlaubsanspruch festgehalten. Die größten Streitpunkte in den regelmäßigen Vertragsverhandlungen sind Löhne und Gehälter. Eine Steigerung der Tariflöhne variiert dabei stark zwischen den einzelnen Branchen. Wenn aus Sicht der Gewerkschaften Vertragsverhandlungen nicht nach Wunsch verlaufen, kann es zu einem Warnstreik kommen.

Das härteste Mittel der Gewerkschaften - der Warnstreik

Das Streikrecht gilt als letztes Mittel im Arbeitskampf und ist im Grundgesetzt verankert. Im Vergleich steht Deutschland hinsichtlich eines streikbedingten Arbeitsausfalles hinter einigen seiner europäischen Nachbarländer: Zwischen den Jahren 2009 und 2019 vielen durch Streiks durchschnittlich 17 Arbeitstage im Jahr pro 1.000 Beschäftigten aus. Damit lag Deutschland unter anderem hinter Frankreich (110 Tage), Belgien (98 Tage) und Kanada (77 Tage). Dennoch waren im Jahr 2020 insgesamt 1.265 Betriebe in Deutschland von Streiks betroffen, an denen rund 276.000 Beschäftigte teilnahmen.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Gewerkschaften in Deutschland" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Deutscher Gewerkschaftsbund

Tarifpolitik

Streiks

Interessante Statistiken

In den folgenden 3 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 28 Statistiken aus dem Thema "Gewerkschaften in Deutschland".

Gewerkschaften in Deutschland

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Statistiken zu Gewerkschaften in Deutschland

Gewerkschaften sind Organisationen, die sich für die berufspolitischen Belange ihrer Mitglieder einsetzen. So führen diese unter anderem Tarifverhandlungen mit den betroffenen Unternehmen und Betrieben. Zur Durchsetzung ihrer Ziele werden oftmals Streiks als Druckmittel eingesetzt.

IG Metall und ver.di sind größte Gewerkschaften im DGB

Der Deutsche Gewerkschaftsbund, kurz DGB, ist die größte Dachorganisation von Einzelgewerkschaften in Deutschland. Insgesamt gehören zum DGB acht Mitgliedsgewerkschaften, die alle Branchen und Wirtschaftsbereiche in Deutschland abdecken. Im Jahr 2020 betrug die Anzahl der Mitglieder in den DGB-Gewerkschaften in Deutschland rund sechs Millionen. Der Frauenanteil unter den DGB-Mitgliedern lag im Jahr 2020 bei circa 34 Prozent. Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes ist seit Mai 2014 Reiner Hoffmann.

Die IG Metall ist die größte Gewerkschaft im DGB, gemessen an der Anzahl der Mitglieder von ca. 2,21 Millionen im Jahr 2020. Die Beitragseinnahmen der IG Metall, die ihren Sitz in Frankfurt am Main hat, konnten zwischen 2010 und 2019 jährlich gesteigert werden. Im Jahr 2020 betrugen die Beitragseinnahmen rund 591 Millionen Euro (598 Mio. Euro im Vorjahr). Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, kurz ver.di, ist die zweitgrößte Gewerkschaft in Deutschland. Ihre Mitgliederanzahl belief sich im Jahr 2020 auf rund 1,94 Millionen Personen.

Tarifverhandlungen als Kernaufgabe

Bei den Verhandlungen rund um Tarifverträge sollen die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertraglich festgelegt werden. Tarifverträge können zwischen einzelnen Unternehmen oder ganzen Branchenverbänden geschlossen werden. Die Interessen der Arbeitnehmer:innen werden in den Tarifverhandlungen in der Regel von Gewerkschaften vertreten. Unter den Tarifabschlüssen gibt es unterschiedliche Vertragsformen – zu den häufigsten Vertragsformen zählen Tarifverträge mit Mantelbestimmungen. In den Mantelbestimmungen werden Arbeitsbedingungen wie Wochenarbeitszeiten oder Urlaubsanspruch festgehalten. Die größten Streitpunkte in den regelmäßigen Vertragsverhandlungen sind Löhne und Gehälter. Eine Steigerung der Tariflöhne variiert dabei stark zwischen den einzelnen Branchen. Wenn aus Sicht der Gewerkschaften Vertragsverhandlungen nicht nach Wunsch verlaufen, kann es zu einem Warnstreik kommen.

Das härteste Mittel der Gewerkschaften - der Warnstreik

Das Streikrecht gilt als letztes Mittel im Arbeitskampf und ist im Grundgesetzt verankert. Im Vergleich steht Deutschland hinsichtlich eines streikbedingten Arbeitsausfalles hinter einigen seiner europäischen Nachbarländer: Zwischen den Jahren 2009 und 2019 vielen durch Streiks durchschnittlich 17 Arbeitstage im Jahr pro 1.000 Beschäftigten aus. Damit lag Deutschland unter anderem hinter Frankreich (110 Tage), Belgien (98 Tage) und Kanada (77 Tage). Dennoch waren im Jahr 2020 insgesamt 1.265 Betriebe in Deutschland von Streiks betroffen, an denen rund 276.000 Beschäftigte teilnahmen.

Interessante Statistiken

In den folgenden 3 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 28 Statistiken aus dem Thema "Gewerkschaften in Deutschland".

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