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Daten und Fakten zu den Weltmeeren

Vom Weltall gesehen erscheint die Erde in leuchtendem Blau. Das liegt daran, dass mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sind. Wir nennen die Erde deshalb auch den "blauen Planeten". Diese Bezeichnung trifft besonders auf die Südhalbkugel zu, die noch viel mehr als die Nordhalbkugel von Wasser dominiert wird. Nahezu das gesamte Wasser der Erde befindet sich in Ozeanen und Meeren: 97 Prozent der globalen Wasserressourcen sind Salzwasser - und damit anders als das Süßwasser der Erde nicht zum Trinken geeignet.

Meere und Ozeane

Der Pazifische Ozean ist die größte Wasserfläche zwischen den Kontinenten: Seine Oberfläche misst 166 Millionen Quadratkilometer. Damit nimmt er etwa die Hälfte der gesamten Meeresfläche ein - und ist etwa so groß wie alle Kontinente der Erde zusammen. Der Pazifik ist außerdem der tiefste Ozean der Erde und hier befindet sich auch der tiefste Punkt der Weltmeere: Etwa 11.000 Meter unter den Meeresspiegel reicht an seiner tiefsten Stelle der Marianengraben, eine etwa 2.400 Kilometer lange Tiefseerinne im westlichen Pazifik.

Neben dem Pazifik gibt es noch zwei weitere große Ozeane: den Atlantik und den Indischen Ozean. Der Atlantik ist der zweitgrößte Ozean der Erde. Er entstand vor etwa 150 Millionen Jahren, als der Urkontinent Pangäa auseinanderbrach. Mit seiner Fläche von 84 Millionen Quadratkilometern bedeckt er etwa 17 Prozent der Erdoberfläche. Der Indische Ozean liegt zum großen Teil auf der Südhalbkugel. Mit 74 Millionen Quadratkilometern Fläche ist er kleiner als Atlantik und Pazifik. Manche Forscher rechnen außerdem die Wasserflächen an Nordpol und Südpol extra: Zählt man Südpolarmeer und Nordpolarmeer als eigenständige Ozeane, gibt es insgesamt fünf Ozeane auf der Erde. Von Ozeanen unterschieden werden dagegen Meere: Dies sind Wasserflächen, die zu einem Teil von Land umschlossen sind, wie zum Beispiel das Mittelmeer oder die Ostsee.

Leben im Meer

Wir unterscheiden zwar verschiedene Ozeane und Meere, aber eigentlich sind die Weltmeere ein einziges riesiges und zusammenhängendes Ökosystem. Gemessen an der Fläche, die es auf der Erde einnimmt, ist in diesem Ökosystem nur wenig Leben: Nur ein Prozent der globalen Biomasse befindet sich unter Wasser. Dieses Verhältnis kommt vor allem durch die vielen Pflanzen (und insbesondere Bäume) zustande, die auf dem Land wachsen. Denn tatsächlich sieht es bei den Tieren ganz anders aus: 78 Prozent der tierischen Biomasse befindet sich in den Weltmeeren. Auch die tierische Artenvielfalt unter Wasser ist groß: Schätzungen gehen davon aus, dass es in den Ozeanen und Meeren mehr als zwei Millionen Tierarten gibt. Einige dieser Tiere können beeindruckende Größen erreichen. Allerdings ist der größte Teil der Meeresfauna für den Menschen gar nicht sichtbar: 98 Prozent der Biomasse im Meerwasser besteht aus Plankton.

Viele Meerestiere leben an den Küsten, wo es hell und warm ist, und wo Flüsse Nährstoffe ins Meer spülen. Der größte Teil des Meeres ist aber in absolute Finsternis gehüllt, es herrschen hoher Wasserdruck und eisige Kälte. Über diesen Bereich haben wir nach wie vor sehr wenige Kenntnisse. Frühere Thesen, wonach die Tiefsee ausgesprochen lebensarm ist, scheinen sich jedoch nicht zu bestätigen. Heute wissen wir, dass sich viele Tiere raffinierter Tricks bedienen, um auch weit unter der Meeresoberfläche überleben zu können.

Nahrungsquelle Meer

Die Weltmeere waren schon immer eine wichtige Nahrungsquelle für den Menschen. Über die letzten Jahrzehnte wuchs die Nachfrage nach Fisch jedoch beständig. Im Jahr 2019 wurden weltweit rund 92 Millionen Tonnen Fisch gefangen. Die Entnahme von Fischen und anderen Meereslebewesen übersteigt oft die Fähigkeit der Bestände, sich zu reproduzieren. In anderen Worten: Die Menschen essen mehr Fische, als das Meer geben kann. Weltweit sind nur noch rund zwei Drittel der kommerziell genutzten Fischbestände in einem ökologisch stabilen Rahmen. Über 30 Prozent der Fischbestände sind überfischt. 58 Prozent der Bestände sind außerdem bis an die Grenze der Belastbarkeit ausgeschöpft. Damit sind weltweit fast 90 Prozent der genutzten Fischbestände ausgereizt. Besonders stark von Überfischung betroffene Gewässer sind das Mittelmeer und das Schwarze Meer.

Die Verschmutzung der Meere

Eine weitere Bedrohung für das Ökosystem Meer ist die Meeresverschmutzung - zum Beispiel durch Müll oder Öl. Auch wenn sich hier in den letzten Jahren das Problembewusstsein gewandelt hat, ist die "Müllkippe Meer" nach wie vor eine ungelöste Menschheitsaufgabe. Das liegt auch daran, dass sich der bereits im Meer gelandete Müll nur sehr langsam abbaut. Dies gilt insbesondere für die gigantischen Mengen an Plastikmüll, die in den Ozeanen treiben. Fische, Schildkröten und andere Meeresbewohner verwechseln diesen Müll mit Nahrung und verenden an dem Kunststoff in ihren Mägen. In größeren Plastikteilen (zum Beispiel in Geisternetzen) können sich Tiere verfangen und qualvoll sterben. Unsichtbar, aber verhängnisvoll ist auch das Mikroplastik. Über die Nahrung reichert es sich in Lebewesen an - mit Konsequenzen, die man heute noch nicht vollständig abschätzen kann.

Klimawandel, Versauerung und Todeszonen

Die Ozeane sind nicht nur eine wichtige Nahrungsquelle für den Menschen und Heimat für eine große Zahl an Tieren - sie stabilisieren auch unser Klimasystem: Indem sie Wärme und CO2 aufnehmen, funktionieren sie wie ein Puffer für den Klimawandel. Gleichzeitig sind die Meere jedoch auch Opfer des Klimawandels und extrem durch ihn bedroht: Durch den Ausstoß von Treibhausgasen haben die Menschen Prozesse ausgelöst, welche die Meere vermutlich für Jahrtausende schädigen werden. Einige Konsequenzen sind bereits heute sichtbar. Der Anstieg des Meeresspiegels, die Erwärmung der oberen Wasserschichten, die Versauerung der Ozeane und die Entstehung immer größerer Todeszonen sind direkte Folgen des Klimawandels:
  • Der Anstieg des Meeresspiegels ist bereits heute messbar und wird sich in Zukunft weiter fortsetzen. Er basiert zu einem Teil auf dem Abschmelzen von Eis und Gletschern, aber auch auf höheren Meerestemperaturen und der damit verbundenen Ausdehnung des Wassers.
  • Die höheren Meerestemperaturen führen aber nicht nur zu einem Anstieg des Meeresspiegels, sondern auch zu Veränderungen der marinen Ökosysteme. Gerade Fischarten, die durch Überfischung bereits gefährdet sind, könnten empfindlich auf veränderte Bedingungen reagieren.
  • Dazu kommt, dass sich nicht nur die Temperatur, sondern auch der pH-Wert der Ozeane ändert: Der Anstieg von CO2 im Meerwasser führt zu einer Versauerung – und diese wiederum zu einem massiven Korallensterben.
  • Forscher weisen außerdem daraufhin, dass der Sauerstoffgehalt im Meer in den letzten Jahrzehnten abgenommen hat. Eine Ursache hierfür wird im Klimawandel gesehen. In manchen Meeresregionen (zum Beispiel in der Ostsee) haben sich bereits große sauerstoffarme Zonen gebildet, sogenannte Todeszonen, in denen es kein maritimes Leben mehr gibt. Die Zahl der Todeszonen hat sich in den letzten fünfzig Jahren vervierfacht.


Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Meere und Ozeane" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Die Weltmeere

Lebensraum Ozean

Nahrungsquelle Meer

Verschmutzung der Meere

Klimawandel und Meer

Weitere interessante Statistiken

Daten und Fakten zu den Weltmeeren

Vom Weltall gesehen erscheint die Erde in leuchtendem Blau. Das liegt daran, dass mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sind. Wir nennen die Erde deshalb auch den "blauen Planeten". Diese Bezeichnung trifft besonders auf die Südhalbkugel zu, die noch viel mehr als die Nordhalbkugel von Wasser dominiert wird. Nahezu das gesamte Wasser der Erde befindet sich in Ozeanen und Meeren: 97 Prozent der globalen Wasserressourcen sind Salzwasser - und damit anders als das Süßwasser der Erde nicht zum Trinken geeignet.

Meere und Ozeane

Der Pazifische Ozean ist die größte Wasserfläche zwischen den Kontinenten: Seine Oberfläche misst 166 Millionen Quadratkilometer. Damit nimmt er etwa die Hälfte der gesamten Meeresfläche ein - und ist etwa so groß wie alle Kontinente der Erde zusammen. Der Pazifik ist außerdem der tiefste Ozean der Erde und hier befindet sich auch der tiefste Punkt der Weltmeere: Etwa 11.000 Meter unter den Meeresspiegel reicht an seiner tiefsten Stelle der Marianengraben, eine etwa 2.400 Kilometer lange Tiefseerinne im westlichen Pazifik.

Neben dem Pazifik gibt es noch zwei weitere große Ozeane: den Atlantik und den Indischen Ozean. Der Atlantik ist der zweitgrößte Ozean der Erde. Er entstand vor etwa 150 Millionen Jahren, als der Urkontinent Pangäa auseinanderbrach. Mit seiner Fläche von 84 Millionen Quadratkilometern bedeckt er etwa 17 Prozent der Erdoberfläche. Der Indische Ozean liegt zum großen Teil auf der Südhalbkugel. Mit 74 Millionen Quadratkilometern Fläche ist er kleiner als Atlantik und Pazifik. Manche Forscher rechnen außerdem die Wasserflächen an Nordpol und Südpol extra: Zählt man Südpolarmeer und Nordpolarmeer als eigenständige Ozeane, gibt es insgesamt fünf Ozeane auf der Erde. Von Ozeanen unterschieden werden dagegen Meere: Dies sind Wasserflächen, die zu einem Teil von Land umschlossen sind, wie zum Beispiel das Mittelmeer oder die Ostsee.

Leben im Meer

Wir unterscheiden zwar verschiedene Ozeane und Meere, aber eigentlich sind die Weltmeere ein einziges riesiges und zusammenhängendes Ökosystem. Gemessen an der Fläche, die es auf der Erde einnimmt, ist in diesem Ökosystem nur wenig Leben: Nur ein Prozent der globalen Biomasse befindet sich unter Wasser. Dieses Verhältnis kommt vor allem durch die vielen Pflanzen (und insbesondere Bäume) zustande, die auf dem Land wachsen. Denn tatsächlich sieht es bei den Tieren ganz anders aus: 78 Prozent der tierischen Biomasse befindet sich in den Weltmeeren. Auch die tierische Artenvielfalt unter Wasser ist groß: Schätzungen gehen davon aus, dass es in den Ozeanen und Meeren mehr als zwei Millionen Tierarten gibt. Einige dieser Tiere können beeindruckende Größen erreichen. Allerdings ist der größte Teil der Meeresfauna für den Menschen gar nicht sichtbar: 98 Prozent der Biomasse im Meerwasser besteht aus Plankton.

Viele Meerestiere leben an den Küsten, wo es hell und warm ist, und wo Flüsse Nährstoffe ins Meer spülen. Der größte Teil des Meeres ist aber in absolute Finsternis gehüllt, es herrschen hoher Wasserdruck und eisige Kälte. Über diesen Bereich haben wir nach wie vor sehr wenige Kenntnisse. Frühere Thesen, wonach die Tiefsee ausgesprochen lebensarm ist, scheinen sich jedoch nicht zu bestätigen. Heute wissen wir, dass sich viele Tiere raffinierter Tricks bedienen, um auch weit unter der Meeresoberfläche überleben zu können.

Nahrungsquelle Meer

Die Weltmeere waren schon immer eine wichtige Nahrungsquelle für den Menschen. Über die letzten Jahrzehnte wuchs die Nachfrage nach Fisch jedoch beständig. Im Jahr 2019 wurden weltweit rund 92 Millionen Tonnen Fisch gefangen. Die Entnahme von Fischen und anderen Meereslebewesen übersteigt oft die Fähigkeit der Bestände, sich zu reproduzieren. In anderen Worten: Die Menschen essen mehr Fische, als das Meer geben kann. Weltweit sind nur noch rund zwei Drittel der kommerziell genutzten Fischbestände in einem ökologisch stabilen Rahmen. Über 30 Prozent der Fischbestände sind überfischt. 58 Prozent der Bestände sind außerdem bis an die Grenze der Belastbarkeit ausgeschöpft. Damit sind weltweit fast 90 Prozent der genutzten Fischbestände ausgereizt. Besonders stark von Überfischung betroffene Gewässer sind das Mittelmeer und das Schwarze Meer.

Die Verschmutzung der Meere

Eine weitere Bedrohung für das Ökosystem Meer ist die Meeresverschmutzung - zum Beispiel durch Müll oder Öl. Auch wenn sich hier in den letzten Jahren das Problembewusstsein gewandelt hat, ist die "Müllkippe Meer" nach wie vor eine ungelöste Menschheitsaufgabe. Das liegt auch daran, dass sich der bereits im Meer gelandete Müll nur sehr langsam abbaut. Dies gilt insbesondere für die gigantischen Mengen an Plastikmüll, die in den Ozeanen treiben. Fische, Schildkröten und andere Meeresbewohner verwechseln diesen Müll mit Nahrung und verenden an dem Kunststoff in ihren Mägen. In größeren Plastikteilen (zum Beispiel in Geisternetzen) können sich Tiere verfangen und qualvoll sterben. Unsichtbar, aber verhängnisvoll ist auch das Mikroplastik. Über die Nahrung reichert es sich in Lebewesen an - mit Konsequenzen, die man heute noch nicht vollständig abschätzen kann.

Klimawandel, Versauerung und Todeszonen

Die Ozeane sind nicht nur eine wichtige Nahrungsquelle für den Menschen und Heimat für eine große Zahl an Tieren - sie stabilisieren auch unser Klimasystem: Indem sie Wärme und CO2 aufnehmen, funktionieren sie wie ein Puffer für den Klimawandel. Gleichzeitig sind die Meere jedoch auch Opfer des Klimawandels und extrem durch ihn bedroht: Durch den Ausstoß von Treibhausgasen haben die Menschen Prozesse ausgelöst, welche die Meere vermutlich für Jahrtausende schädigen werden. Einige Konsequenzen sind bereits heute sichtbar. Der Anstieg des Meeresspiegels, die Erwärmung der oberen Wasserschichten, die Versauerung der Ozeane und die Entstehung immer größerer Todeszonen sind direkte Folgen des Klimawandels:
  • Der Anstieg des Meeresspiegels ist bereits heute messbar und wird sich in Zukunft weiter fortsetzen. Er basiert zu einem Teil auf dem Abschmelzen von Eis und Gletschern, aber auch auf höheren Meerestemperaturen und der damit verbundenen Ausdehnung des Wassers.
  • Die höheren Meerestemperaturen führen aber nicht nur zu einem Anstieg des Meeresspiegels, sondern auch zu Veränderungen der marinen Ökosysteme. Gerade Fischarten, die durch Überfischung bereits gefährdet sind, könnten empfindlich auf veränderte Bedingungen reagieren.
  • Dazu kommt, dass sich nicht nur die Temperatur, sondern auch der pH-Wert der Ozeane ändert: Der Anstieg von CO2 im Meerwasser führt zu einer Versauerung – und diese wiederum zu einem massiven Korallensterben.
  • Forscher weisen außerdem daraufhin, dass der Sauerstoffgehalt im Meer in den letzten Jahrzehnten abgenommen hat. Eine Ursache hierfür wird im Klimawandel gesehen. In manchen Meeresregionen (zum Beispiel in der Ostsee) haben sich bereits große sauerstoffarme Zonen gebildet, sogenannte Todeszonen, in denen es kein maritimes Leben mehr gibt. Die Zahl der Todeszonen hat sich in den letzten fünfzig Jahren vervierfacht.


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