Statistiken zum Thema Artenvielfalt

Veröffentlicht von A. Breitkopf, 04.02.2019
Artenvielfalt ist allgemein betrachtet ein Maß für die Vielfalt der biologischen Arten innerhalb eines Lebensraumes. Die heutige Artenvielfalt der Flora und Fauna hat sich im Laufe der Erdgeschichte entwickelt und hat zu artenreichen Ökosystemen auf dem Festland und den Weltmeeren geführt. Die Erhaltung dieser ist aus unterschiedlichen Gründen wichtig: Die biologische Vielfalt ist die Grundlage für das Leben auf der Erde. So speichern Wälder etwa Kohlendioxid und produzieren Sauerstoff, während Obstbäume und Blütepflanzen maßgeblich von der Bestäubung durch Bienen und andere Insekten abhängig sind.

Diese Artenvielfalt ist jedoch bedroht. Besonders Großtiere fallen immer stärker Wilderei und dem Schmelzen oder der Rodung ihres Lebensraumes zum Opfer. Die Zahl der Giraffen in Afrika, beispielsweise, hat sich in den letzten 30 Jahren um über ein Drittel reduziert. Ebenso ist die Zahl der Waldelefanten in Gabun im Zeitraum von 2004 bis 2014 um über 70 Prozent zurückgegangen. Und auch der durch den Klimawandel immer kleiner werdende Lebensraum der Eisbären führte dazu, dass die Zahl der Eisbären in den kommenden Jahren stark schrumpfen wird.
Besonders in den Regionen Südamerika und Südostasien gelten viele Spezies als gefährdet. In Ecuador etwa sind, auch bedingt durch die großflächige Rodung des Regenwaldes, tausende Arten bedroht.
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) veröffentlicht jährlich eine Liste der weltweit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, die sogenannte „Rote Liste“ der gefährdeten Arten. Die Rote Liste soll Gesetzgebern und Behörden als Grundlage für das Handeln in Bezug auf Arten-, Natur- und Umweltschutzmaßnahmen dienen. Insgesamt hat sich die Zahl der gefährdeten Tierarten auf der Roten Liste seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt.

Die Maßnahmen gegen das Artensterben beginnen jedoch Wirkung zu zeigen. Weltweit betrachtet ist die Anzahl der Tiger in den vergangenen Jahren wieder leicht angestiegen. Der gestiegene Bestand der Großen Pandas führte dazu, dass er 2016 wieder von der Roten Liste gestrichen werden konnte. Auch die Anzahl der illegal getöteten Nashörner in Südafrika ist seit dem Jahr 2015 gesunken, während das stärkere Vorgehen gegen Wilderer dazu führte, dass sich die Anzahl der in Südafrika festgenommenen Wilderer und Mittelsmänner von 2015 auf 2016 mehr als verdoppelt hat.
In Deutschland zeigen sich ebenfalls positive Auswirkungen des Artenschutzes. So ist in den vergangenen Jahren etwa der Bestand der Luchse, der Kegelrobben im Wattenmeer sowie der Wölfe wieder angestiegen.



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