Statistiken zu Trends im Einkaufsverhalten in Deutschland

Die Anzahl der Personen, die regelmäßig (mehrmals in der Woche oder im Monat) in der Freizeit shoppen, ist in den letzten Jahren stabil geblieben. Der Bedeutungsgewinn des interaktiven Handels ist gleichzeitig der Makrotrend der Branche. Die Umsätze im E-Commerce steigen wesentlich schneller als im Einzelhandel insgesamt. Leidtragende dieser Entwicklung sind einerseits klassische Fachhändler aber auch Kaufhäuser, die zunehmend zwischen internationalen Ketten, vertikalen Marken und der preisgünstigen Online-Konkurrenz zerrieben werden.


In Deutschland bestellen immer mehr Menschen immer öfter Waren und Dienstleistungen im Internet, am häufigsten Mode, Reisen und Bahn-/Flugtickets. Diese Entwicklung stellt den stationären Handel in einigen Segmenten – v.a. im Schuh-, Bekleidungs-, Buch- und Elektrohandel – vor die Aufgabe, sich auf seine Stärken wie z.B. die Beratung oder die Kuratierung komplexer Sortimente statt den reinen Abverkauf zu fokussieren. In anderen Segmenten allerdings, insbesondere beim Kauf von Lebensmitteln, Heimwerker- und Gartenbedarf sowie Möbeln, bevorzugen deutsche Verbraucher nach wie vor ganz überwiegend den klassischen Einzelhandel gegenüber Online-Shops.

Auch aufgrund der mittlerweile selbstverständlichen Nutzung mobiler Endgeräte wird die Vernetzung von stationärem Ladengeschäft und Internetangebot wichtiger. So wünschten sich laut einer Erhebung mehr als zwei Drittel der Verbraucher einen Online-Verfügbarkeitscheck für Produkte und drei von fünf die Möglichkeit, online bestellte Waren im Laden abholen zu können. Derartige Angebote könnten in Teilen auch dem „Beratungsklau“ bzw. „Showrooming“-Effekt vorbeugen, der vor allem Elektrofachhändler belastet.

Der Einsatz von Gutscheinen, Rabatten und Coupons beim Einkauf ist für eine große Anzahl von Konsumenten von Bedeutung. Laut einer Statista-Umfrage aus dem Jahr 2016 nutzte rund die Hälfte der deutschen Konsumenten mindestens mehrmals im Monat Coupons oder Gutscheine, um Produkte günstiger zu erhalten. Zu den wichtigsten Bezugsquellen für Coupons zählten dabei die Kassenbons bzw. Beilagen zu gekauften Produkten. Auch die Einwurf-Direktwerbung im Briefkasten lieferte Coupons für die Konsumenten. Der größte Teil der Coupons wurde im stationären Einzelhandel eingelöst, aber auch der Online-Einzelhandel spielte dabei eine wichtige Rolle.



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