Statistiken zum Lebensmittelkauf im Internet

Der Bedeutungsgewinn des E-Commerce ist der bestimmende Trend im Einzelhandel in den letzten Jahren. Nach starkem Wachstum werden in Deutschland mittlerweile mehr als 40 Milliarden Euro im Onlinehandel erwirtschaftet. Während diese Vertriebsform im Bereich der Nonfood-Gebrauchsgüter (vor allem Mode, Bücher und Unterhaltungselektronik) bereits eine feste Größe darstellt, hat der interaktive Handel im Bereich der schnelllebigen Verbrauchsgüter oder FMCG bisher keine nennenswerten Markanteile erobern können. Begründet liegt dies vor allem an tiefsitzenden Gewohnheiten der Verbraucher, Dinge des täglichen Bedarfs ohne große Planung spontan zu kaufen aber auch an der fehlenden Möglichkeit, die Frische der Produkte vor dem Kauf überprüfen zu können.


Dabei bieten FMCG ein attraktives Marktumfeld. Die Deutschen geben jährlich rund 215 Milliarden Euro für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren aus. Dieser Posten macht rund ein Siebtel der gesamten privaten Konsumausgaben aus und ist relativ immun gegenüber konjunkturellen Einbußen. Der Lebensmitteleinzelhandel bildet die wichtigste Stütze des Einzelhandels.

Die meistgekauften Produktgruppen von Lebensmitteln sind im Internet, Kaffee und Tee, Süßwaren und Spezialitäten, mithin finden sich im Warenkorb also eher haltbare Genussmittel als der tägliche Haushaltseinkauf. Am erfolgreichsten ist der Internetlebensmittelhandel bei Lebensmitteln, die normalerweise schwer zu bekommen sind sowie in Segmenten, in denen Lieferdienste von Konsumenten bereits angenommen worden sind. Bei Wein z.B. war der Versandhandel bereits vor dem Durchbruch des Internets als Vertriebsform etabliert. Hier zeigt sich in den letzten Jahren vor allem eine Verschiebung der Umsätze vom klassischen Katalog- zum Online-Versand. Weiteres Potenzial böte hier der Getränkehandel aber auch das Segment der Tiefkühlbringdienste, die bereits lange vor dem Internet Lebensmittel nach Hause lieferten und auf mehr als sieben Millionen Kunden zählen können.

Die größte Herausforderung für den Online-Lebensmittelhandel wird darin bestehen, dem Konsumenten Perspektiven zu eröffnen, die eigenen Gewohnheiten zu überdenken. Eine Zielgruppe von fast vierzig Prozent möglicher Käufer bedeutet eben auch, dass sich momentan mehr als drei von fünf Konsumenten keinen Kauf von Lebensmitteln vorstellen können. Als Gründe fördern Verbraucherhebungen wie eine Untersuchung des LINK Instituts vor allem Skepsis gegenüber Frische und Qualität aber auch die schnelle Erreichbarkeit eines Supermarkts in der Nähe zutage. Die am seltensten gekauften Produkte im Internet stellen mit Milch- und Tiefkühlprodukte sowie Frischfleisch und –fisch eher verderbliche Güter dar, die Käufer gerne vorab in Augenschein nehmen würden.

Fotos auf einer Website allein reichen eben nicht, um Frische und Qualität beispielsweise bei Gemüse richtig beurteilen zu können. So ist laut einer Umfrage von Ernst & Young die fehlende Möglichkeit zum Sehen, Riechen und Fühlen vor fehlendem Angebot und befürchteten hohen Kosten der wichtigste Grund von Konsumenten, auf den Onlinekauf von Lebensmitteln zu verzichten. Wenig überraschend steht daher eine Frische- und Qualitätsgarantie an der Spitze der Kriterien, deren Erfüllung Verbraucher laut derselben Erhebung voraussetzen, bevor sie bei einem Anbieter online Lebensmittel ordern würden. Das Lastenheft füllen ansonsten vor allem Wünsche bezüglich der Liefermodalitäten. So wünschen sich (zusammengesetzt aus den Anteilen der Befragten, die es voraussetzten bzw. sich über diese Option freuen würden) 90 Prozent und mehr Teilnehmer eine versandkostenfreie Lieferung und ein festes, möglichst kurzes Lieferzeitfenster.

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Lebensmittelkauf im Internet - Wichtige Statistiken

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