Verbraucherpreise von Nahrungsmitteln in Deutschland nach Warengruppen 2024
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke im Jahr 2024 um etwa 1,92 Prozent gestiegen. Besonders stark stiegen dabei die Lebensmittelpreise bei Speisefetten und -ölen. Hier lag der Verbraucherpreisanstieg im Jahr 2024 bei 10,29 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Speisefette und -öle steigen 2024 wieder im Preis
Zu Speisefetten und -ölen gehören etwa Butter, Margarine, Raps- und Sonnenblumenöl sowie Olivenöl. Speisefette und -öle werden entweder aus den Samen oder Früchten von Pflanzen oder aus dem Fettgewebe von Nutztieren gewonnen. Unter den Speisefetten und -ölen stiegen in Deutschland insbesondere die Preise für Olivenöl und Butter. Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Ähnliches war im Preis sogar rückläufig. Auch laut dem FAO Vegetable Oil Price Index sind die Preise für pflanzliche Öle im Jahr 2024 wieder gestiegen. So lag dieser 2024 bei 138,2 Indexpunkten. Somit übertraf das Preisniveau den Durchschnittswert der Jahre 2014 bis 2016 um 38,2 Prozent. Bereits in den Vorjahren sind, bedingt durch den Krieg in der Ukraine, die Preise für pflanzliche Öle gestiegen. Nachdem sich 2023 der Markt entspannt hatte, stiegen die Preise wieder im Jahr 2024. Ursache für den Preisanstieg bei Butter und Olivenöl in Deutschland sind u.a. der niedrigere Fettgehalt in der Kuhmilch und eine schlechte Olivenernte.
Ökologische Erzeugung und Verbraucherpreise
Ein Faktor, der die Höhe der Verbraucherpreise bestimmt, sind die Erzeugerpreise. Erhöhte Tierschutz- und Nachhaltigkeitsstandards bei tierischen Produkten etwa resultieren dabei für gewöhnlich in höheren Produktionskosten für den Landwirt – und spiegeln sich auch in den Verbraucherpreisen wider. Beispielsweise kosteten zehn Eier aus einem Öko-Betrieb im Jahr 2022 rund 3,29 Euro, während zehn Eier aus Bodenhaltung 1,99 Euro kosteten. Gründe sind u.a. die höhere Kostenintensivität, gesteigerte Anforderungen (z.B. mehr Platz, Futter aus ökologischer Erzeugung) sowie der geringere Ertrag der ökologischen Erzeugung.