Verluste in der Schlacht bei Gorlice-Tarnów im Ersten Weltkrieg 1915

Während der Durchbruchschlacht bei Gorlice-Tarnów vom 01. Mai bis zum 18 September 1915 im Ersten Weltkrieg verloren beide Kriegsparteien rund 440.000 Soldaten. Russland musste mit 350.000 Opfern die schwersten Verluste hinnehmen, alleine eine Million Mann gerieten in die Kriegsgefangenschaft der Mittelmächte. Österreich-Ungarn und das deutsche Reich verloren gemeinsam rund 965.000 Mann.
Die Schlacht gilt als der größte Erfolg der Mittelmächte an der Ostfront und als einer der größten Siege im gesamten Ersten Weltkrieg.

Der Weg zur Schlacht

Vor der Offensive bei Gorlice-Tarnów musste die Armee des russischen Kaisers bereits mehrere schwere Niederlagen insbesondere gegen das Deutsche Reich hinnehmen. Dabei war der Krieg in den frühen Monaten für Russland noch gut gelaufen: Große Teile Ostpreußens sowie Galizien wurden relativ zügig durch russische Truppen besetzt und weitere Offensiven waren geplant. Es folgten jedoch zunächst schwere Niederlagen in Ostpreußen bei den Schlachten von Tannenberg und an den masurischen Seen, was die Russen zum Rückzug aus Preußen zwang. Auch die russische Offensive in den Karpaten musste nach enormen Verlusten durch die harschen Bedingungen in den Bergen eingestellt werden. Die Verluste an Mannstärke konnte das russische Reich aufgrund der hohen Bevölkerung verhältnismäßig leicht kompensieren, jedoch war viel schwere Ausrüstung in den Kämpfen verloren gegangen und die im Vergleich zu den übrigen Kriegsteilnehmern schwache russische Industrie konnte nicht schnell genug für Ersatz sorgen.

Die Offensive

Die Mittelmächte griffen am 01. Mai 1915 mit vereinter Kraft zwischen den Städten Gorlice und Tarnów die russischen Linien an. Neu war der bisher an der Ostfront nicht bekannte dichte Einsatz von schweren Geschützen durch die Mittelmächte, welche auf einen schmalen Frontabschnitt konzentriert wurden. Dem darauf von kampferfahrenen Truppen durchgeführten Angriff hatten die nur schlecht ausgerüsteten und moralisch angeschlagenen russischen Truppen nicht viel entgegen zu setzen und den Mittelmächten gelang der Durchbruch. Es sollte der einzige Durchbruch dieses Maßstabes durch eine befestige Grabenlinie während des gesamten Krieges bleiben. Die Mittelmächte rückten rund 300 Meilen vor und nahmen unterwegs viele zurückweichende Russen gefangen. Die Offensive musste schließlich aufgrund von Nachschubproblemen eingestellt werden, dennoch war es gelungen die russische Armee nahezu aus Galizien zu vertreiben und Lemberg zurückzuerobern.

Sie finden hier weitere Informationen zu geschichtlichen Themen.

Verluste in der Schlacht bei Gorlice-Tarnów im Ersten Weltkrieg vom 01. Mai bis zum 21. Juni 1915

Statistik wird geladen...
Sie müssen sich anmelden, um diese Statistik herunterzuladen
Jetzt kostenlos registrieren
Bereits Mitglied?
Anmelden
Detaillierte Quellenangaben anzeigen?
Jetzt kostenlos registrieren
Bereits Mitglied?
Anmelden
Quelle

1914-1918-online. International Encyclopedia of the First World War

Veröffentlichungsdatum

November 2018

Region

Polen

Erhebungszeitraum

01. Mai 1915 bis 21. Juni 1915

Hinweise und Anmerkungen

Verluste beinhalten gefallene, verwundete, vermisste und gefangene Soldaten.

Statista-Accounts: Zugriff auf alle Statistiken. 468 € / Jahr
Basis-Account
Zum Reinschnuppern

Zugriff nur auf Basis-Statistiken.

Single-Account
Der ideale Einstiegsaccount für Einzelpersonen
  • Sofortiger Zugriff auf 1 Mio. Statistiken
  • Download als XLS, PDF & PNG
  • Detaillierte Quellenangaben
59 € 39 € / Monat *
im ersten Vertragsjahr
Corporate-Account
Komplettzugriff

Unternehmenslösung mit allen Features.

* Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt; Mindestlaufzeit 12 Monate

Statistiken zum Thema: "Erster Weltkrieg"

Weitere Inhalte: Das könnte Sie auch interessieren

Statista-Accounts: Zugriff auf alle Statistiken. 468 € / Jahr
Erfahren Sie mehr über unseren Corporate Account

Alle Inhalte, alle Funktionen.
Veröffentlichungsrecht inklusive.