Historische Ausbreitung des Mandschu-Reiches (Chinesisches Kaiserreich*) in den Jahren 1644 bis 1912
(in Millionen Quadratkilometern)
Historische Ausbreitung des Chinesischen Kaiserreichs unter den Mandschu/Qing
Um das Jahr 1600 beschränkte sich das Herrschaftsgebiet der Volksgruppe der Mandschu auf eine Fläche von rund 300.000 Quadratkilometern in der Mandschurei, im heutigen nordöstlichen China. Bis 1620 schafften sie es, die gesamte Region zu erobern und ihr Gebiet auf rund zwei Millionen Quadratkilometer zu erweitern. 1635 eroberten sie die innere Mongolei und Korea und rückten dann gegen das chinesische Reich unter der Ming-Dynastie vor. Nachdem sie den Norden erobert hatten, machten die Mandschu Peking zur neuen Hauptstadt und stellten fortan die Kaiser aus der Mandschu- oder Qing-Dynastie. Bis 1660 hatten die Mandschu ganz China erobert und beherrschten eine Fläche von rund 7,2 Millionen Quadratkilometern.

Weitere Expansion und Niedergang

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts eroberten die Mandschu die äußere Mongolei, Tibet, Ostturkestan (Xinjiang), Burma, Nepal und Annam (Teil Vietnams) und vergrößerten ihr Reich somit auf rund 14,7 Millionen Quadratkilometer. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts setzte jedoch ein kontinuierlicher Niedergang ein, wozu neben strukturellen und sozialen Problemen auch die westlichen (Kolonial-)Mächte beitrugen. Amur und die Region um den Balchaschsee gingen an Russland verloren, Ostturkestan wurde zwischenzeitlich unabhängig und schließlich kam es bis 1890 zum Verlust Burmas, Nepals, Tonkings und Koreas sowie zum Vorrücken des Russischen Reiches in der Mandschurei. Im Jahr 1912 wurde die Republik China ausgerufen, die Monarchie abgeschafft und zur selben Zeit wurden die Mongolei und Tibet unabhängig.

Vergleich mit anderen Reichen

Das chinesische Reich der Mandschu-Dynastie war mit seiner weitreichenden Expansion zeitweise das fünftgrößte Reich der Weltgeschichte. Die ersten Plätze belegen das britische Empire mit einer maximalen Ausdehnung von 35,5 Millionen Quadratkilometern (ca. 1920 bis 1936), gefolgt vom Mongolischen Reich ungefähr in den Jahren 1309 bis 1310, in denen es auf eine Ausdehnung von etwa 25 Millionen Quadratkilometern kam und dem Russischen Kaiserreich.

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Historische Ausbreitung des Mandschu-Reiches (Chinesisches Kaiserreich*) in den Jahren 1644 bis 1912
(in Millionen Quadratkilometern)
Ausbreitung in Millionen Quadratkilometern
1600
(Vereinigung des Mandschu-Gebiets)
0,3
1620
(Kontrolle der Mandschurei)
2
1635
(Innere Mongolei; Korea)
3,4
1645
(Nordchina)
4,9
1650
(Zentrales China; Gansu)
6,5
1660
(Südchina)
7,2
1700
(Äußere Mongolei)
8,8
1725
(Tibet)
10,6
1760
(Ostturkestan)
13,2
1770
(Burma)
13,7
1790
(Nepal, Annam)
14,7
184014,2
1860
(Verlust von Amur: Balchash)
13,4
1865
(Unabhängigkeit Ostturkestans)
12,4
1877
(Wiedereingliederung Ostturkestans)
13,4
1890
(Verlust von Burma, Nepal, Tonking, Korea)
11,9
1900
(Verlust von Teilen der Mandschurei)
11,4
1912
(Republik China; Unabhängigkeit Tibets)
7,7
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Quelle

ISQ (Rein Tagapeera)

Veröffentlichungsdatum

1997

Region

China

Erhebungszeitraum

1300 bis 1921

Hinweise und Anmerkungen

* Die Mandschu stellten erst ab 1644 die Kaiser; bis dahin handelt sich um die Gebiete unter Kontrolle der Mandschu.

Historische Ausbreitung des Chinesischen Kaiserreichs unter den Mandschu/Qing
Um das Jahr 1600 beschränkte sich das Herrschaftsgebiet der Volksgruppe der Mandschu auf eine Fläche von rund 300.000 Quadratkilometern in der Mandschurei, im heutigen nordöstlichen China. Bis 1620 schafften sie es, die gesamte Region zu erobern und ihr Gebiet auf rund zwei Millionen Quadratkilometer zu erweitern. 1635 eroberten sie die innere Mongolei und Korea und rückten dann gegen das chinesische Reich unter der Ming-Dynastie vor. Nachdem sie den Norden erobert hatten, machten die Mandschu Peking zur neuen Hauptstadt und stellten fortan die Kaiser aus der Mandschu- oder Qing-Dynastie. Bis 1660 hatten die Mandschu ganz China erobert und beherrschten eine Fläche von rund 7,2 Millionen Quadratkilometern.

Weitere Expansion und Niedergang

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts eroberten die Mandschu die äußere Mongolei, Tibet, Ostturkestan (Xinjiang), Burma, Nepal und Annam (Teil Vietnams) und vergrößerten ihr Reich somit auf rund 14,7 Millionen Quadratkilometer. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts setzte jedoch ein kontinuierlicher Niedergang ein, wozu neben strukturellen und sozialen Problemen auch die westlichen (Kolonial-)Mächte beitrugen. Amur und die Region um den Balchaschsee gingen an Russland verloren, Ostturkestan wurde zwischenzeitlich unabhängig und schließlich kam es bis 1890 zum Verlust Burmas, Nepals, Tonkings und Koreas sowie zum Vorrücken des Russischen Reiches in der Mandschurei. Im Jahr 1912 wurde die Republik China ausgerufen, die Monarchie abgeschafft und zur selben Zeit wurden die Mongolei und Tibet unabhängig.

Vergleich mit anderen Reichen

Das chinesische Reich der Mandschu-Dynastie war mit seiner weitreichenden Expansion zeitweise das fünftgrößte Reich der Weltgeschichte. Die ersten Plätze belegen das britische Empire mit einer maximalen Ausdehnung von 35,5 Millionen Quadratkilometern (ca. 1920 bis 1936), gefolgt vom Mongolischen Reich ungefähr in den Jahren 1309 bis 1310, in denen es auf eine Ausdehnung von etwa 25 Millionen Quadratkilometern kam und dem Russischen Kaiserreich.

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