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Statistiken zum Kalten Krieg

Nach dem gemeinsam errungenen Sieg im Zweiten Weltkrieg gegen das nationalsozialistische Deutschland und dessen Verbündete entzweiten sich die Siegemächte USA und Sowjetunion rasch und ihre unterschiedlichen Staatsformen und Ideologien prallten aufeinander - aus Angst vor gegenseitiger Vernichtung jedoch nicht direkt, sondern als Kalter Krieg. Die liberale, demokratische und marktwirtschaftlich-kapitalistische Weltsicht der USA und des Westens traf auf die kommunistische, planwirtschaftliche und von der Einparteienherrschaft der Kommunistischen Partei (KP) bestimmte Politik der UdSSR und des Ostblocks.

Beide Staaten waren nach dem Krieg von einem deutlichen Bevölkerungswachstum geprägt und auch die jeweiligen Volkswirtschaften konnten sich nach dem Krieg wieder erholen - rasch zeigte sich das US-System aber massiv überlegen: So stieg das US-BIP von 1950 bis 1990 von knapp 1,5 auf mehr als 5,8 Billionen Dollar, während das sowjetische BIP im Jahr 1990 noch knapp unter zwei Billionen Dollar lag - trotz der erheblich höheren Erwerbstätigenquote von Frauen in der UdSSR. Auch bei den Warenexporten und ebenso bei wichtigen Gebrauchsgütern offenbarte sich erneut die Überlegenheit des westlichen Wirtschaftssystems.

Statistik: Vergleich der Nuklearwaffenarsenale der USA und der UdSSR in den Jahren von 1950 bis 1990 | Statista

Die Zeit des Kalten Krieges war von einer starken militärischen Aufrüstung und enormen Verteidigungsausgaben geprägt. Weltweit wurden zahlreiche Stellvertreterkriege wurden geführt, um die Einflusssphäre zu vergrößern - von Korea über Vietnam bis Afghanistan. Europa stellte jedoch das Epizentrum der Bemühungen beider Mächte dar: Am Eisernen Vorhang trennte sich Ost und West und in beiden Teile Europas stellten die jeweiligen Militärbündnisse große Kontingente auf: Die NATO zählte 1984 rund 2,6 Millionen Soldaten in Westeuropa, während die Truppen des Warschauer Pakts in Osteuropa sich auf rund vier Millionen Soldaten beliefen, die verfügbaren Reserven beider Bündnisse nicht mitgezählt. Zwischen den konventionellen Streitkräften kam es in Europa jedoch nie zur Konfrontation, was auf die massive nukleare Aufrüstung beider Weltmächte zurückzuführen war. Das Arsenal der UdSSR zählte im Jahr 1986 mehr als 40.000 Nuklearwaffen, während die USA rund 23.300 solcher Waffen besaß. Da beide Mächte jedoch genug Atomwaffen besaßen, um die andere Macht auch als Reaktion auf einen Erstschlag vernichten zu können, kam es zu einem sogenannten Gleichgewicht des Schreckens.

Auch in zahlreichen weiteren Bereichen konkurrierten die beiden Weltmächte: So hatte die Sowjetunion mit dem Start ihres Satelliten Sputnik 1 die westliche Welt schockiert und den Wettlauf ins All gestartet und mit Juri Gagarin, dem ersten Mann im All ihren Vorsprung ausbauen können. Die Mondlandung amerikanischer Astronauten im Jahr 1969 beendete den Wettlauf zugunsten der USA. Ein weiteres prestigeträchtiges Feld waren die olympischen Spiele, bei denen die beiden Mächte um die Medaillen konkurrierten - und teilweise boykottierten.

Mit der Auflösung der Sowjetunion am 26. Dezember 1991 endete der Kalte Krieg mit einem Sieg der USA. Die ehemaligen Sowjetrepubliken wurden unabhängig - Russland blieb als Rumpfstaat übrig. Nach schweren wirtschaftlichen und innenpolitischen Problemen versucht Russland heute zunehmend wieder seine Machtposition auszubauen und gerät dadurch in erneute Konkurrenz mit den USA, was sich u.a. in der in der völkerrechtswidrigen Besetzung der Krim, dem verstärkten Engagement im Nahen Osten und dem Bruch des INF-Vertrags sowie der anschließenden Aufkündigung durch die USA zeigte. In einem direkten Vergleich der Militärausgaben zeigt sich die USA heute jedoch bei weitem überlegen.

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Nach dem gemeinsam errungenen Sieg im Zweiten Weltkrieg gegen das nationalsozialistische Deutschland und dessen Verbündete entzweiten sich die Siegemächte USA und Sowjetunion rasch und ihre unterschiedlichen Staatsformen und Ideologien prallten aufeinander - aus Angst vor gegenseitiger Vernichtung jedoch nicht direkt, sondern als Kalter Krieg. Die liberale, demokratische und marktwirtschaftlich-kapitalistische Weltsicht der USA und des Westens traf auf die kommunistische, planwirtschaftliche und von der Einparteienherrschaft der Kommunistischen Partei (KP) bestimmte Politik der UdSSR und des Ostblocks.

Beide Staaten waren nach dem Krieg von einem deutlichen Bevölkerungswachstum geprägt und auch die jeweiligen Volkswirtschaften konnten sich nach dem Krieg wieder erholen - rasch zeigte sich das US-System aber massiv überlegen: So stieg das US-BIP von 1950 bis 1990 von knapp 1,5 auf mehr als 5,8 Billionen Dollar, während das sowjetische BIP im Jahr 1990 noch knapp unter zwei Billionen Dollar lag - trotz der erheblich höheren Erwerbstätigenquote von Frauen in der UdSSR. Auch bei den Warenexporten und ebenso bei wichtigen Gebrauchsgütern offenbarte sich erneut die Überlegenheit des westlichen Wirtschaftssystems.

Statistik: Vergleich der Nuklearwaffenarsenale der USA und der UdSSR in den Jahren von 1950 bis 1990 | Statista

Die Zeit des Kalten Krieges war von einer starken militärischen Aufrüstung und enormen Verteidigungsausgaben geprägt. Weltweit wurden zahlreiche Stellvertreterkriege wurden geführt, um die Einflusssphäre zu vergrößern - von Korea über Vietnam bis Afghanistan. Europa stellte jedoch das Epizentrum der Bemühungen beider Mächte dar: Am Eisernen Vorhang trennte sich Ost und West und in beiden Teile Europas stellten die jeweiligen Militärbündnisse große Kontingente auf: Die NATO zählte 1984 rund 2,6 Millionen Soldaten in Westeuropa, während die Truppen des Warschauer Pakts in Osteuropa sich auf rund vier Millionen Soldaten beliefen, die verfügbaren Reserven beider Bündnisse nicht mitgezählt. Zwischen den konventionellen Streitkräften kam es in Europa jedoch nie zur Konfrontation, was auf die massive nukleare Aufrüstung beider Weltmächte zurückzuführen war. Das Arsenal der UdSSR zählte im Jahr 1986 mehr als 40.000 Nuklearwaffen, während die USA rund 23.300 solcher Waffen besaß. Da beide Mächte jedoch genug Atomwaffen besaßen, um die andere Macht auch als Reaktion auf einen Erstschlag vernichten zu können, kam es zu einem sogenannten Gleichgewicht des Schreckens.

Auch in zahlreichen weiteren Bereichen konkurrierten die beiden Weltmächte: So hatte die Sowjetunion mit dem Start ihres Satelliten Sputnik 1 die westliche Welt schockiert und den Wettlauf ins All gestartet und mit Juri Gagarin, dem ersten Mann im All ihren Vorsprung ausbauen können. Die Mondlandung amerikanischer Astronauten im Jahr 1969 beendete den Wettlauf zugunsten der USA. Ein weiteres prestigeträchtiges Feld waren die olympischen Spiele, bei denen die beiden Mächte um die Medaillen konkurrierten - und teilweise boykottierten.

Mit der Auflösung der Sowjetunion am 26. Dezember 1991 endete der Kalte Krieg mit einem Sieg der USA. Die ehemaligen Sowjetrepubliken wurden unabhängig - Russland blieb als Rumpfstaat übrig. Nach schweren wirtschaftlichen und innenpolitischen Problemen versucht Russland heute zunehmend wieder seine Machtposition auszubauen und gerät dadurch in erneute Konkurrenz mit den USA, was sich u.a. in der in der völkerrechtswidrigen Besetzung der Krim, dem verstärkten Engagement im Nahen Osten und dem Bruch des INF-Vertrags sowie der anschließenden Aufkündigung durch die USA zeigte. In einem direkten Vergleich der Militärausgaben zeigt sich die USA heute jedoch bei weitem überlegen.

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