946.000 Arbeitstage sind laut Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) 2024 durch Streiks ausgefallen. An den insgesamt 286 Arbeitskämpfen beteiligten sich 912.000 Streikende. „Das Arbeitskampfjahr 2024 war weiterhin geprägt von dem Versuch der Gewerkschaften, die teils massiven Reallohnverluste während der Inflationskrise auszugleichen“, so die Wissenschaftler:innen des WSI.
Neben Lohnforderungen schlagen sich auch "Transformationskonflikte“ im Streikgeschehen nieder. Das prominenteste Beispiel ist hier VW. Außerdem sind auch Arbeitsbedingungen immer wieder Thema - zum Beispiel Arbeitszeiten, Urlaubstage, Ausgleich für Schicht- und Nachtdienste oder die Reduzierung unbezahlter Wartezeiten im öffentlichen Personennahverkehr.
Das Gros der Streikaktivitäten betrifft den Dienstleistungssektor. "So kommt das WSI auf 137 Arbeitskämpfe im Organisationsbereich von ver.di." Allzu oft wird in Deutschland übrigens im internationalen Vergleich nicht gestreikt, wie eine weitere Statista-Grafik zeigt.



















