Opfer der nationalsozialistischen Euthanasieprogramme im Dritten Reich 1933-1945

Im nationalsozialistischen Deutschland wurden geschätzte 600.000 Menschen zwischen 1933 und 1945 Opfer der NS-Rassenideologie. Ungefähr 400.000 dieser Opfer wurden gegen ihren Willen sterilisiert, weitere 200.000 starben entweder an den Folgen oder wurden planmäßig ermordet.

"Rassenhygiene"

Die nationalsozialistische Ideologie sah vor, den "Volkskörper" von allen Gefahren der "Erbgesundheit" zu beschützen und zu befreien. Menschen mit körperlichen Fehlbildungen, geistigen Krankheiten oder sonstigen Behinderungen seien als "Ballastexistenzen" anzusehen und wurden so im ganzen Reich systematisch ermordet. Bereits 1933 wurde die Zwangssterilisation von betroffenen Menschen angeordnet und durchgeführt. Etwa 5.000 Menschen starben durch diese Operationen. Im Oktober 1939 verschärfte Hitler mit der Anordnung zur Ausrottung "lebensunwerten Lebens" schließlich die Vorgehensweise und bis zum Jahr 1941 wurden im Zuge der "Aktion T4" rund 70.000 Menschen geplant in dafür vorgesehenen Tötungsanstalten ermordet.

Vorgehen

Die Euthanasie wurden zynisch nach der Wortbedeutung als "Sterbehilfe" und "Gnade" dargestellt. Beispielsweise erhielten zahlreiche Kinder in so genannten "Kinderfachabteilungen" überdosierte Schmerz- oder Schlafmittel. Viele Opfer gingen jedoch auch an den Folgen von Unterernährung zu Grunde. Im Zuge des Massenmordes der "Aktion T4" wurden viele Opfer gezielt durch die Injektion von Luft oder Vergasung getötet. "T4" steht für die Adresse der Tiergartenstraße 4 in Berlin, von dort aus wurden die Morde geplant und zentral gesteuert. Zwar nahm Hitler 1941 diese Anordnung wieder zurück, jedoch wurden bis Kriegsende noch viel mehr Menschen getötet: Diese Phase bezeichnet man auch als "Wilde Euthanasie." Gemeint sind damit dezentral durchgeführte Morde. Von einer hohen Dunkelziffer ist auszugehen.

Später kam es im Zuge der Nürnberger-Prozesse auch zu Verurteilungen.

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Opfer der nationalsozialistischen Euthanasieprogramme im Dritten Reich zwischen 1933 und 1945

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Quelle

Opfer der NS-Euthanasie

Veröffentlichungsdatum

März 2020

Region

Deutschland

Erhebungszeitraum

1933 bis 1945

Hinweise und Anmerkungen

Es handelt sich um geschätzte Werte.

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