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Zahl der Einwohner im Heiligen Römischen Reich 1500-1840

In den Jahren 1500 bis 1840 wuchs die Bevölkerung im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation (HRR) stetig an. Im Jahr 1500 lag sie noch bei rund 9,2 Millionen Einwohnern, im Jahr 1840 hatte sich diese Anzahl mit 31,3 Millionen Einwohnern mehr als verdreifacht. Zwischen den Jahren 1618 und 1650 ist als einzige große Ausnahme ein Einbruch des Bevölkerungswachstums zu verzeichnen. Ursächlich hierfür ist der von 1618 bis 1648 ausgetragene Dreißigjährige Krieg, welche vorwiegend auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches tobte und durch Gewalt, Hunger und Krankheiten viele Menschen das Leben kostete. Etwas mehr als ein Drittel der Reichspopulation fand während dieser drei Dekaden den Tod.

Der Dreißigjährige Krieg

Der Dreißigjährige Krieg war zunächst ein Konflikt basierend auf den Konfessionen der beteiligten Kriegsparteien. Nachdem Spannungen zwischen christlichen Protestanten auf der einen und katholischen Kaisertreuen auf der anderen Seite nicht beigelegt werden konnten, eskalierten diese am 23. Mai 1618 mit dem Prager Fenstersturz zu einem ausgewachsenen Krieg. Nacheinander wurden die großen Mächte Europas, nun auch aus wirtschaftlichen und politischen Gründen, in die Auseinandersetzung hineingezogen. Getreu dem Motto des deutschen Generals Wallenstein, "Der Krieg ernährt den Krieg", wurden ganze Landstriche entvölkert und verwüstet. Viele Bauern schlossen sich aus Verzweiflung den marodierenden Armeen an und verschärften das Problem der Nahrungsmittelknappheit zusätzlich.

Das Heilige Römische Reich deutscher Nation

Das Heilige Römische Reich ist nicht wirklich als eine geschlossene Nation zu betrachten, sondern glich eher einer Konföderation verschiedener Deutscher Fürstentümer, Städte und anderer Herrschaftsformen. Als gemeinsame Bindungen fungierten die geteilte Kultur, die mehrheitlich im Reich gesprochene deutsche Sprache und der Kaiser. Im Gegensatz zu traditionellen Erbmonarchien wie zum Beispiel Frankreich wurde der Kaiser jedoch durch seine Kurfürsten gewählt und bestätigt. Auch besaßen diese wesentlich mehr politischen Einfluss als anderswo in Europa, denn die Bevölkerung war direkt dem jeweiligen Kurfürsten untertan, nicht direkt dem Kaiser. Das Reich ist daher weniger als ein geeinter Staat, sondern eher als ein "Dachverband" zu betrachten. Erst mit der Dynastie der Habsburger entwickelte sich eine Art Erbmonarchie.

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Zahl der Einwohner im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation* in den Jahren von 1500 bis 1840

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Quelle

Max-Planck-Gesellschaft

Veröffentlichungsdatum

Dezember 2010

Region

Deutschland

Erhebungszeitraum

1500 bis 1840

Besondere Eigenschaften

Ab 1740 ohne Elsaß-Lothringen

Hinweise und Anmerkungen

Es handelt sich um Schätzungen.
* Nach 1806 auf dem Gebiet des HRR.

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