Der Krieg im Iran könnte das erwartete Wachstum des Tourismus im Nahen Osten abrupt stoppen. Prognosen zeigen, dass die internationalen Touristenankünfte in der Region ohne Konflikt um 13 Prozent steigen könnten. Kommt es jedoch zu Kampfhandlungen, droht ein deutlicher Rückgang: Bei einer Konfliktdauer von ein bis drei Wochen könnte die Zahl der Ankünfte um 11 Prozent sinken, bei einer zweimonatigen Eskalation sogar um 27 Prozent. Damit würde sich der erwartete Aufschwung in einen spürbaren Einbruch verwandeln. Die Prognose stammt von Tourism Economics, einem auf Reise- und Tourismusmärkte spezialisierten Analyseinstitut.
Die Auswirkungen wären innerhalb der Region unterschiedlich stark. In den GCC‑Staaten könnte statt eines Wachstums von 8 Prozent ein Rückgang von bis zu 26 Prozent eintreten. Besonders stark betroffen wären dagegen Nicht‑GCC‑Länder, die ohne Konflikt ein Plus von 33 Prozent erwarten könnten, im Eskalationsfall jedoch Rückgänge von bis zu 34 Prozent verzeichnen würden. Zu den GCC‑Staaten (Gulf Cooperation Council) zählen Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Neben Sicherheitsbedenken würde vor allem der Luftverkehr den Tourismussektor belasten. Geschlossene oder eingeschränkte Lufträume, Flugstreichungen und Umleitungen könnten Reisezeiten verlängern und Kosten erhöhen. Gleichzeitig könnte die Unsicherheit bei Reisenden die Nachfrage dämpfen und die Erholung des internationalen Tourismus in der Region zusätzlich verzögern.





















