Die Ölpreise sind Anfang März in Folge des Krieges im Iran und der Schließung der Straße von Hormus deutlich gestiegen – und mit ihm die Spritpreise. Zwischen dem 17. Februar und dem 6. März 2026 kletterte der Preis für die Nordseesorte Brent von 56,95 Euro auf 79,94 Euro je Barrel. Auch WTI verteuerte sich im selben Zeitraum von 52.58 auf 78.54 Euro je Barrel. Parallel dazu zogen die Preise an den Tankstellen an: Super E10 stieg von 1,76 Euro auf 2,01 Euro und Diesel von 1,71 Euro auf 2,11 Euro.
Wie die Statista-Infografik auf Basis von Daten von boerse.de und ADAC damit veranschaulicht, reagieren die Spritpreise damit sehr sensibel auf Bewegungen am Rohölmarkt. Hält der Aufwärtstrend beim Öl an, könnten auch die Preise an den Zapfsäulen weiter steigen. Bereits Ende Februar lagen Brent und WTI bei rund 60 Euro je Barrel, ehe Anfang März ein deutlicher Sprung folgte. Kurz darauf zogen auch die Spritpreise nach. Besonders Diesel verteuerte sich stark und übertraf Anfang März sogar den Preis für Super E10.
Rohöl ist der wichtigste Ausgangsstoff für Kraftstoffe. In Raffinerien wird es zu Produkten wie Benzin, Diesel oder Kerosin verarbeitet. Steigt der Preis für Rohöl, erhöhen sich daher auch die Kosten für die Herstellung dieser Kraftstoffe. Ein Teil des jüngsten Preisanstiegs geht zudem auf Risikoaufschläge an den Märkten zurück: Wenn Händler Versorgungsengpässe oder geopolitische Spannungen befürchten, verteuert sich Rohöl bereits im Voraus. Da Rohöl einen großen Anteil an den Gesamtkosten ausmacht, schlagen solche Preisbewegungen meist sehr schnell auf die Preise an den Tankstellen durch.












