Puma war nach Umsatz lange der weltweit drittgrößte Sportartikelhersteller – hinter Nike und Adidas. Im Jahr 2024 wurde Puma allerdings vom chinesischen Unternehmen Anta überholt, wie die Infografik von Statista auf Basis von Unternehmensangaben zeigt. Anta erzielte dabei einen Umsatz von 9,5 Milliarden Euro, während Puma mit 8,8 Milliarden Euro knapp dahinter lag. Im Januar 2026 ist Anta Großaktionär und strategischer Partner von Puma geworden, in dem der chinesische Konzern rund 29 Prozent der Puma-Anteile von der Pinault‑Familie übernommen und damit seinen Einfluss im globalen Sportartikelmarkt weiter ausgebaut hat. Anta hat sich somit vom Nischenanbieter im Jahr 2006 zu einem ernsthaften globalen Konkurrenten entwickelt.
Der Geschäftsbericht von Anta für das Jahr 2025 liegt derzeit noch nicht vor. Es ist zu erwarten, dass Anta auch hier vor Puma liegen wird. Puma verzeichnete 2025 einen Rekordverlust von über 640 Millionen Euro. Der Rückgang wird auf strategische Maßnahmen (sogenannte "Reset-Maßnahmen"), eine Bereinigung der Vertriebskanäle (Reduzierung von Rabatten) und schwache Geschäfte in wichtigen Märkten wie Nordamerika zurückgeführt. Auch Nike hat 2025 deutliche Verluste eingefahren. Nike kämpft aktuell mit einer Phase schwächeren Wachstums, einer sinkenden Nachfrage und Herausforderungen im Großhandels- sowie Digitalgeschäft. Die Erlöse von Adidas sind hingegen währungsbereinigt um 13 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro gestiegen. Das Unternehmen hatte zuletzt unter anderem mit der Wiederauflage von Retro-Produkten aus seinem Archiv gepunktet.
Strategisch setzen die vier Unternehmen auf unterschiedliche Schwerpunkte: Nike fokussiert sich stark auf Markeninszenierung, Athletensponsoring und Direct‑to‑Consumer‑Kanäle, um weltweit hohe Margen und Markentreue zu sichern. Adidas kombiniert Performance‑Sport mit Lifestyle‑Kollaborationen und positioniert sich als globaler, aber europäisch geprägter Allrounder. Anta nutzt vor allem den schnell wachsenden chinesischen Heimatmarkt, akquiriert internationale Marken und baut eine mehrmarkenfähige Plattform auf, um außerhalb Chinas zu expandieren. Puma versucht, sich mit einem Mix aus Performance‑Sport, Lifestyle und Preisattraktivität im Mittelfeld zu positionieren; der jüngste Rückgang zeigt jedoch, dass die Marke ihr Profil und ihre operative Effizienz im Wettbewerb mit den deutlich größeren Rivalen und neuen Herausforderern nachschärfen muss.


















