Frankreich ist weltweit das Land mit der größten Abhängigkeit von Kernenergie in der Stromerzeugung. 67,3 Prozent des Stroms stammen dort aus Atomkraft. Dahinter folgt die Slowakei mit 60,6 Prozent. Auch mehrere weitere europäische Staaten setzen stark auf diese Technologie. Das zeigen Daten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zum Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung im Jahr 2024.
Auffällig ist die starke Rolle Europas. Neben Frankreich und der Slowakei erreichen auch Ungarn mit 47,1 Prozent sowie Belgien mit 42,2 Prozent hohe Werte. In Finnland liegt der Anteil bei 39,1 Prozent. Außerhalb Europas ist Kernenergie zwar ebenfalls wichtig, ihr Anteil am Strommix fällt aber meist niedriger aus. In den USA beträgt er 18,2 Prozent, in China 4,7 Prozent. Allerdings baut China seinen Bestand an Atomkraftwerken weiter stark aus.
Die Daten zeigen, wie unterschiedlich Länder mit der Technologie umgehen. Während einige Staaten stark auf Atomstrom setzen, ist er andernorts ganz verschwunden. In Deutschland etwa lag der Anteil zuletzt bei null Prozent, nachdem die letzten Kernkraftwerke abgeschaltet wurden. Die Entscheidung des deutschen Bundestags für den Ausstieg aus der Kernenergie erfolgte im Jahr 2011. Zentrale Gründe für den Ausstieg waren der Sicherheitsaspekt, sowie die bis heute ungeklärte Frage nach dem Ort der Endlagerung des gefährlichen radioaktiven Abfalls.





















