Der Anstieg der weltweiten Treibhausgas-Emissionen wird vor allem von der Stromerzeugung getrieben. 2024 lagen die Emissionen in diesem Sektor um 104 Prozent über dem Niveau von 1990, stärker als in allen anderen Bereichen. Auch industrielle Verbrennung und Prozesse (+93 Prozent) sowie der Verkehr (+79 Prozent) verzeichnen deutliche Zuwächse. Insgesamt sind die Emissionen über alle Sektoren hinweg um 65 Prozent gestiegen. Das zeigen Daten der Emissions Database for Global Atmospheric Research der Europäischen Kommission.
Im kurzfristigen Vergleich zeigt sich jedoch eine Abschwächung der Dynamik. Gegenüber 2023 nahmen die Emissionen insgesamt nur um ein Prozent zu. Besonders auffällig ist die Stagnation in der Landwirtschaft und im Abfallsektor, die jeweils keine Veränderung aufweisen. Andere Bereiche wie Stromerzeugung oder Brennstoffgewinnung legten dagegen noch leicht um 2 Prozent zu.
Die Entwicklung verdeutlicht strukturelle Unterschiede zwischen den Sektoren. Während Energie und Industrie weiterhin zentrale Treiber bleiben, zeigen Gebäude als einziger Bereich seit 1990 einen Rückgang um 4 Prozent. Das könnte darauf hindeuten, dass Effizienzmaßnahmen und Regulierung hier stärker greifen als in emissionsintensiven Kernsektoren.





















