In deutschen Paarhaushalten ist die Frau nur selten die Hauptverdienerin. Insgesamt beziehen lediglich 9,9 Prozent der Frauen den größeren Anteil am Nettoeinkommen des Haushalts. Deutlich häufiger ist der Mann die wichtigste Einkommensquelle: In 55,8 Prozent der Paare verdient er mehr als seine Partnerin. In 34,3 Prozent der Haushalte liegen beide beim Einkommen in etwa gleichauf. Das zeigen Daten des Statistischen Bundesamtes.
Besonders deutlich wird der Unterschied, sobald Kinder im Haushalt leben. In Paaren mit Kindern ist der Mann in 64,6 Prozent der Fälle der Hauptverdiener, während Frauen nur auf 7,7 Prozent kommen. Ohne Kinder fällt die Einkommensverteilung etwas ausgeglichener aus: Hier liegt der Männeranteil bei 50,1 Prozent, während Frauen in 11,4 Prozent der Haushalte mehr verdienen.
Die Zahlen spiegeln strukturelle Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt wider. Mütter arbeiten deutlich häufiger in Teilzeit, während Väter meist voll erwerbstätig bleiben. Diese Aufteilung prägt weiterhin die Einkommensstruktur vieler Familien und beeinflusst langfristig auch Karrierechancen sowie die spätere Alterssicherung.





















