Der Absatz deutscher Autobauer in China ist nach einem langjährigen Wachstumstrend deutlich unter Druck geraten. Das zeigen die Daten zu verkauften Pkw in China (in Mio.) von 2015 bis 2025. Besonders auffällig ist der Rückgang bei der VW Group: Nach einem Höchstwert von 4,23 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2019 sinken die Verkäufe bis 2025 auf 2,69 Millionen. Auch BMW und Mercedes-Benz verzeichnen nach zwischenzeitlichen Höchstständen rückläufige Zahlen.
Im Wettbewerbsvergleich bleibt VW zwar klar größter Anbieter, verliert jedoch überproportional an Volumen. BMW erreicht seinen Peak 2021 mit 0,85 Millionen Fahrzeugen und fällt danach auf 0,63 Millionen im Jahr 2025. Mercedes-Benz zeigt eine volatile Entwicklung mit einem Ausreißer nach oben im Jahr 2022 (1,00 Millionen), bevor die Verkäufe ebenfalls deutlich zurückgehen. Insgesamt deutet sich eine strukturelle Abschwächung der Position deutscher Hersteller im chinesischen Markt an.
Der chinesische Markt bewegt sich heute rasant in Richtung Elektromobilität. Während VW, BMW und Mercedes noch stark auf Verbrenner gesetzt haben und erst seit kurzem konkurrenzfähige E-Modelle anbieten, sind chinesische Anbieter hier oft weiter. Chinesische Marken bieten in den Augen vieler Kunden mehr Technik, Software-Funktionen und Reichweite zum gleichen oder niedrigeren Preis. Funktionen wie intelligente Cockpits, nahtlose Smartphone-Integration und Over-the-Air-Updates sind bei vielen lokalen Herstellern bereits Standard. Während deutsche Anbieter hier oft noch auf klassische Entwicklungszyklen setzen, agieren chinesische Unternehmen schneller und näher an den digitalen Erwartungen der Kunden.
China gehört dabei zu den wichtigsten Absatzmärkten für die deutschen Autobauer. VW hat 2024 hier nach Europa die meisten Fahrzeuge abgesetzt. Auch die Mercedes-Benz Group und die BMW Group haben sich in den letzten Jahren immer mehr China zugewendet. Die elektrisch angetriebenen Versionen ihrer Kleinwagenserien Mini und Smart etwa bauen sie mit Partnern in China. Von dort exportieren sie sie in die ganze Welt. Werke in Europa haben das Nachsehen und mit der Produktion wandert auch Know-how ab. Deutsche Hersteller gehen mit chinesischen Unternehmen so genannte Joint Ventures ein, bei denen in der Regel ein Technologietransfer inkludiert ist. Ziel ist es, Importzölle zu sparen und schneller auf den chinesischen Markt reagieren zu können.





















