Statistiken zu China

Mit einer Einwohnerzahl von rund 1,39 Milliarden Menschen ist China das bevölkerungsreichste Land der Welt. Im Hinblick auf die Landesfläche steht China mit rund 9,6 Millionen Quadratkilometern auf Rang vier. Die Urbanisierung in China nimmt stark zu: Im Jahr 2017 lebten bereits rund 57,9 Prozent der Bevölkerung in Städten. Die größten Städte in China sind Shanghai, Peking und Guangzhou.

China ist mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 12 Billionen US-Dollar die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Dabei nimmt Chinas wirtschaftliche Bedeutung rapide zu: Der Anteil Chinas an der kaufkraftbereinigten globalen Wirtschaftsleistung ist von 8,5 Prozent im Jahr 2003 auf geschätzt rund 18,2 Prozent im Jahr 2017 gestiegen. Obwohl sich das Wirtschaftswachstum in China abschwächt und 2017 mit rund 6,9 Prozent wie bereits 2015 und 2016 unter die 7-Prozent-Marke fiel, gehört es nach wie vor zu den wachstumsstärksten Ländern weltweit. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt mit geschätzt rund 8.643 US-Dollar (2017) allerdings noch weit unter dem Niveau der Industriestaaten. Die Arbeitslosenquote in China beträgt seit Jahren rund 4 Prozent. Die Inflationsrate in China lag 2017 bei rund 1,6 Prozent; 2018 werden die Preise voraussichtlich um circa 2,5 Prozent steigen.

Die Staatsverschuldung in China ist mit geschätzt rund 47,8 Prozent (2017) des Bruttoinlandsprodukts zwar weiterhin niedrig, aber sie steigt seit 2011 (33,6 Prozent) kontinuierlich; das Staatsdefizit betrug 2017 geschätzt rund 3,95 Prozent und wird 2018 voraussichtlich leicht auf 4,15 Prozent steigen.

Im Jahr 2017 exportierte China Waren im Wert von rund 2,26 Billionen US-Dollar und importierte Güter für circa 1,84 Billionen US-Dollar. Damit ist China das wichtigste Exportland ("Exportweltmeister") und die zweitgrößte Importnation. China erzielt seit Jahren hohe Handelsbilanzüberschüsse - explizit auch im bilateralen Handel mit den USA - , die (eine) Ursache des Handelskrieges mit den USA sind. Der Handelsbilanzüberschuss von China war 2017 nicht nur hoch, sondern mit rund 421,4 Milliarden US-Dollar der dritthöchste je von China erzielte Handelsüberschuss (2015 und 2016 waren es rund 594 bzw. 510 Milliarden US-Dollar). Damit belegte China 2017 auch den ersten Platz unter den Ländern mit dem größten Handelsbilanzüberschuss weltweit. Wichtigste Handelspartner Chinas im Export sind die USA, Hongkong, Japan und Südkorea; im Import sind es Südkorea, Japan, die USA, Deutschland und Australien.

Auch für Deutschland gewinnen die wirtschaftlichen Beziehungen zu China weiter an Bedeutung: Im Jahr 2017 wurden deutsche Waren im Wert von rund 86,2 Milliarden Euro nach China exportiert. Das Land belegt damit bereits Rang drei der wichtigsten Handelspartner für deutsche Exporte; bei den Importen nach Deutschland steht China mit circa 100,7 Milliarden Euro bereits an erster Stelle. Deutschland importiert seit Jahren mehr Waren aus China als es dorthin ausführt; 2017 lag das Defizit in der Handelsbilanz mit China bei rund 14,3 Milliarden Euro.

China ist sowohl eines der Länder weltweit, das die höchsten Rücküberweisungen durch Migranten empfängt (inflow) als auch sendet (outflow). Im Jahr 2017 betrug der Wert der Rücküberweisungen von Chinesen im Ausland nach China (inflow) rund 28,7 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig betrug der Wert der Rücküberweisungen von Migranten aus China in ihre jeweiligen Herkunftsländer (outflow) rund 16,2 Milliarden US-Dollar.

2016 betrug Chinas Anteil der Militärausgaben am Bruttoinlandsprodukt rund 1,92 Prozent. In absoluten Zahlen betrachtet betrugen die Militärausgaben von China im Jahr 2016 rund 216 Milliarden US-Dollar; 2006 waren es 88,5 Milliarden US-Dollar.

Ob sich die Menschenrechtslage in China in den vergangenen Jahren verbessert oder sogar verschlechtert hat, bleibt international strittig. Im internationalen Vergleich gilt China jedoch unstrittig seit Jahren als eines der Länder mit der niedrigsten Pressefreiheit weltweit. Noch schlechter steht China im internationalen Vergleich der Internetfreiheit 2017 da: China steht auf Platz eins der Rangliste der Länder mit der geringsten Internetfreiheit 2017.

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