Corporate-Lösungen testen?
+49 (40) 284841-968
kundenservice@statista.com

Statistiken zu China

Mit einer Einwohnerzahl von rund 1,4 Milliarden Menschen ist China das bevölkerungsreichste Land der Welt. Im Hinblick auf die Landesfläche steht China mit rund 9,6 Millionen Quadratkilometern auf Rang vier. Die Urbanisierung in China nimmt stark zu: Im Jahr 2018 lebten bereits rund 59,15 Prozent der Bevölkerung in Städten. Die größten Städte in China - Shanghai, Peking und Guangzhou - sind auch in der Liste der größten Städte Asiens vertreten.

China ist im Jahr 2019 mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von geschätzt rund 14 Billionen US-Dollar die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Dabei nimmt Chinas wirtschaftliche Bedeutung rapide zu: Der Anteil Chinas an der kaufkraftbereinigten globalen Wirtschaftsleistung ist von 7,4 Prozent im Jahr 2000 auf geschätzt rund 19,2 Prozent im Jahr 2019 gestiegen. Obwohl sich das Wirtschaftswachstum in China abschwächt und seit 2015 unter die 7-Prozent-Marke fiel, gehört es auch im Jahr 2019 nach wie vor zu den wachstumsstärksten Ländern weltweit. Das Jahr 2020 hingegen markiert aufgrund der globalen Auswirkungen der Corona-Pandemie eine Zäsur: Chinas BIP-Wachstum wird im Jahr 2020 auf ungefähr 1,2 Prozent einbrechen. In Hinblick auf aktuelle Prognosen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts weltweit, manövriert sich das Reich der Mitte im internationalem Vergleich vergleichsweise gut durch die schlimmste Weltwirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt mit geschätzt rund 10.100 US-Dollar (2019) allerdings noch weit unter dem Niveau der Industriestaaten. Die Arbeitslosenquote in China beträgt seit Jahren rund 4 Prozent. 2019 wurde die Arbeitslosenquote in China mit rund 3,6 Prozent beziffert, 2020 wird ein Anstieg auf rund 4,3 Prozent prognostiziert. Die Inflationsrate in China lag 2019 bei rund 2,9 Prozent; 2020 werden die Preise voraussichtlich um circa 3 Prozent steigen.

Die Staatsverschuldung in China ist mit geschätzt rund 55,6 Prozent (2019) des Bruttoinlandsprodukts zwar weiterhin moderat, aber sie steigt seit 2011 (33,6 Prozent) kontinuierlich; das Staatsdefizit betrug 2019 rund 0,3 Prozent und wird sich 2020 voraussichtlich leicht auf 0,8 Prozent erhöhen.

Im Jahr 2019 exportierte China Waren im Wert von rund 2,5 Billionen US-Dollar und importierte Güter für circa 2,08 Billionen US-Dollar. Damit ist China das wichtigste Exportland ("Exportweltmeister") und die zweitgrößte Importnation. China erzielt seit Jahren hohe Handelsbilanzüberschüsse - explizit auch im bilateralen Handel mit den USA - , die (eine) Ursache des Handelskrieges mit den USA sind. Der Handelsbilanzüberschuss von China war 2019 nicht nur hoch, sondern mit rund 421,9 Milliarden US-Dollar der dritthöchste je von China erzielte Handelsüberschuss (2015 und 2016 waren es rund 594 bzw. 510 Milliarden US-Dollar). Damit belegte China 2019 auch den ersten Platz unter den Ländern mit dem größten Handelsbilanzüberschuss weltweit. Wichtigste Handelspartner Chinas im Export sind die USA, die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong, Japan und Südkorea; im Import sind es Südkorea, Japan, die USA, Deutschland und Australien.

Auch für Deutschland sind die wirtschaftlichen Beziehungen zu China mittlerweile nicht mehr nur optional sondern elementar für den Außenhandel: Im Jahr 2019 wurden deutsche Waren im Wert von geschätzt rund 96 Milliarden Euro nach China exportiert. Das Land belegt damit bereits Rang drei der wichtigsten Handelspartner für deutsche Exporte; bei den Importen nach Deutschland steht China mit circa 110 Milliarden Euro bereits an erster Stelle. Deutschland importiert seit Jahren mehr Waren aus China als es dorthin ausführt; 2019 lag das Defizit in der Handelsbilanz mit China bei rund 13,65 Milliarden Euro.

China ist sowohl eines der Länder weltweit, das die höchsten Rücküberweisungen durch Migranten empfängt (inflow) als auch sendet (outflow). Im Jahr 2018 betrug der Wert der Rücküberweisungen von Chinesen im Ausland nach China (inflow) rund 24,3 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig betrug der Wert der Rücküberweisungen von Migranten aus China in ihre jeweiligen Herkunftsländer (outflow) rund 16,55 Milliarden US-Dollar.

2018 betrug Chinas Anteil der Militärausgaben am Bruttoinlandsprodukt rund 1,87 Prozent. In absoluten Zahlen betrachtet betrugen die Militärausgaben von China im Jahr 2018 rund 266,4 Milliarden US-Dollar; 2006 waren es 88,5 Milliarden US-Dollar. China weist die zweithöchsten Militärausgaben weltweit auf und ist neben Russland auch die größte Militärmacht der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), die zunehmend kritisch als Gegenspieler der NATO gesehen wird.

Demokratie, Gesellschaft und Menschenrechte

Die Menschenrechtslage in China hat sich in den vergangenen Jahren und insbesondere in jüngster Vergangenheit und Gegenwart deutlich verschlechtert. Die Abkehr von der "Ein Land - zwei Systeme"- Politik, spiegelt sich in der am 01. Juli 2020 erfolgten und weltweit kritisierten Einführung eines neuen Sicherheitsgesetzes für Hongkong wieder, das faktisch die Autonomie der Sonderverwaltungszone aufhebt. Unter anderem das Auswärtige Amt, Amnesty International oder Human Rights Watch bescheinigen dem Großreich einen zuletzt noch deutlich verstärkten repressiven Umgang mit Minderheiten, insbesondere den Uiguren, nachdem chinesische Regierungsdokumente im Rahmen der "China Cables" geleakt wurden, die die systematische Internierung der muslimischen Minderheit in Umerziehungslagern in der Region Xinjiang dokumentieren. Das chinesische Social-Scoring-System wird weltweit als Instrument der totalen Überwachung der chinesischen Gesellschaft kritisiert. Nicht neu sind die nicht veröffentlichten hohen Hinrichtungszahlen Chinas, die jährlich auf mehrere Tausend Fälle geschätzt werden.

Im internationalen Vergleich gilt China unstrittig seit Jahren als eines der Länder mit der niedrigsten Pressefreiheit weltweit. Noch schlechter steht China im internationalen Vergleich der Internetfreiheit 2019 da: China steht auf Platz eins der Rangliste der Länder mit der geringsten Internetfreiheit 2019, das Internet ist in China stärker kontrolliert und reglementiert als in jedem anderen Staat weltweit. Die Anzahl der staatlich beschäftigten Zensoren, die sämtliche Kommunikationsmittel und Medien ,insbesondere online, prüfen und zensieren, wird auf bis zu 100.000 Festangestellte geschätzt. Hinsichtlich der Bemühungen Chinas gegen die weitverbreitete Korruption vorzugehen lässt sich ebenfalls keine positive Entwicklung bescheinigen. China belegt Platz 80 von 180 Staaten im Corruption Perceptions Index (CPI) 2019 wie bereits im Jahr 2012. Im Bertelsmann Transfomationsindex 2020, einem anerkannten Index zur Klassifikation von Staaten hinsichtlich ihrer Entwicklung zu Demokratie und Marktwirtschaft, erreicht China 5,04 Punkte - dies entspricht der Klassifikation als "stark eingeschränkter Demokratie und Marktwirtschaft".

Interessante Statistiken

In den folgenden 7 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 85 Statistiken aus dem Thema "China".

China

Dossier zum Thema

Alle wichtigen Statistiken redaktionell aufbereitet - direkt downloadbar als PPT & PDF!
TOP SELLER

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "China" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Wirtschaft

Staatsfinanzen

Militär und Verteidigung

Interessante Statista-Reporte

  • Statista Topliste
  • Statista Länderreport

Kontakt

Sie haben noch Fragen? Wir helfen gerne.

Statista Locations
KontaktJens Weitemeyer
Jens Weitemeyer
Customer Relations

Mo - Fr, 9:30 - 17:00 Uhr (CET)

KontaktEsther Shaulova
Esther Shaulova
Operations Manager– Kontakt (Vereinigte Staaten)

Mo - Fr, 9:00 - 18:00 Uhr (EST)

KontaktZiyan Zhang
Ziyan Zhang
Customer Relations– Kontakt (Asien)

Mo - Fr, 11:30 - 22:00 Uhr (IST)

KontaktLodovica Biagi
Lodovica Biagi
Director of Operations– Kontakt (Europa)

Mo - Fr, 9:30 - 17:00 Uhr (GMT)

KontaktCatalina Rodriguez
Catalina Rodriguez
Key Account Manager - LATAM– Kontakt (Lateinamerika)

Mo - Fr, 9:00 - 18:00 Uhr (EST)