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Statistiken zu China

China: Angaben zu Demografie und Bevölkerung

Die Gesamtbevölkerung von China ist im Jahr 2020 um rund vier Millionen Einwohner gegenüber dem Vorjahr gewachsen. China bleibt das bevölkerungsreichste Land der Welt. Insgesamt leben rund 1,4 Milliarden Menschen im Land der Mitte, womit es in der Liste der Länder mit der größten Einwohnerzahl noch vor Indien den ersten Platz verteidigt. Laut der seriösen Bevölkerungsprognosen des UN DESA (Department of Economic and Social Affairs der Vereinten Nationen) wird China im Ranking der Länder mit der größten Einwohnerzahl in der Zukunft jedoch bis zum Jahr 2030 den Spitzenplatz an Indien verlieren.

China belegt mit einer Landesfläche von rund 9,6 Millionen Quadratkilometern den vierten Platz in der Rangliste der größten Länder der Erde. Die Urbanisierung in China nimmt stark zu: Im Jahr 2020 lebten bereits rund 61,4 Prozent der Bevölkerung in Städten, vor zehn Jahren waren es noch 49,2 Prozent. Die größten Städte in China - Shanghai, Peking und Guangzhou - sind auch in der Liste der größten Städte Asiens vertreten. Der hierzulande wenig bekannte Unternehmer Zhong Shanshan ist mit einem Vermögen von rund 68,9 Milliarden US-Dollar der reichste Einwohner von China.

Wie entwickelt sich die Wirtschaft in China?

Chinas Wirtschaft konnte trotz des Ausbruchs der Corona-Pandemie im eigenen Land im vergangenen Jahr wachsen. Das Bruttoinlandsprodukt von China erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 380 Milliarden US-Dollar auf insgesamt rund 14,72 Billionen US-Dollar im Jahr 2020. China belegt im Ranking der Länder mit dem größten BIP der Welt mit weitem Abstand zu den USA den zweiten Platz. Allerdings schmilzt der Vorsprung der USA laut der BIP-Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in den kommenden Jahren deutlich zusammen. In der nahen Zukunft, hier sind sich die absolute Mehrzahl internationaler Beobachter einig, wird China die USA als größte Wirtschaftsnation der Welt ablösen.
Wird die unterschiedliche Kaufkraft in den Vergleich der Wirtschaftskraft einbezogen, hat China die USA im Ranking der Länder mit dem größten kaufkraftbereinigten BIP in der Zukunft bereits heute eingeholt und wird den Abstand zukünftig deutlich ausbauen. Der Anteil Chinas an der kaufkraftbereinigten globalen Wirtschaftsleistung ist von rund 2,3 Prozent im Jahr 1980 auf geschätzt rund 18,3 Prozent im Jahr 2020 gestiegen.

Wie lange wird Chinas Wirtschaft noch wachsen?

Ein Ende des hohen Wirtschaftswachstums in China zeichnet sich aktuell nicht ab. Obwohl sich das Wirtschaftswachstum in China abschwächt und seit 2015 unter die 7-Prozent-Marke gefallen ist, gehört es nach wie vor zu den Ländern mit dem größten Wirtschaftswachstum weltweit.

Das Jahr 2020 markiert aufgrund der globalen Auswirkungen der Corona-Pandemie eine Zäsur: Chinas BIP-Wachstum ist im Krisenjahr 2020 dennoch um rund 2,3 Prozent gewachsen, während alle anderen G20-Staaten in die Rezession stürzten. In Hinblick auf aktuelle Prognosen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts weltweit, manövriert sich das Reich der Mitte im internationalem Vergleich vergleichsweise gut durch die schlimmste Weltwirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg. Im Jahr 2021 wird in China sogar mit einem BIP-Wachstum von rund 8,4 Prozent gerechnet.

Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in China liegt mit geschätzt rund 10.484 US-Dollar (2020) allerdings noch weit unter dem Niveau des BIP-pro-Kopf in den Industriestaaten.
Die Arbeitslosenquote in China erhöhte sich von rund 3,6 Prozent in 2019 auf rund 3,8 Prozent im Jahr 2020. Für 2021 wird wieder ein Rückgang auf rund 3,6 Prozent prognostiziert. Die Inflationsrate in China stieg in den vergangenen Jahren auf bis zu 2,9 Prozent im Jahr 2019 an, die Inflationsrate sinkt seitdem jedoch wieder. Im Jahr 2020 hat die Teuerungsrate in China rund 2,4 Prozent betragen; 2021 werden die Preise in China voraussichtlich um circa 1,2 Prozent steigen.

Staatsfinanzen im Reich der Mitte - wie hoch ist die Verschuldung Chinas?

Die Staatsverschuldung in China erreicht mit geschätzt rund 66,8 Prozent (2020) des Bruttoinlandsprodukts einen neuen Höchststand. Die Staatsverschuldung Chinas ist im internationalem Vergleich - insbesondere in Anbetracht der durch die Corona-Krise verursachten massiven Neuverschuldung weltweit - weiterhin moderat, aber sie hat sich seit 2011 (33,8 Prozent) nahezu verdoppelt. Das Staatsdefizit von China erhöhte sich im Jahr 2020 auf rund 11,4 Prozent des BIP. Für das Jahr 2021 wird ein Defizit in Höhe von rund 9,6 Prozent erwartet. Die massive Aufrüstung Chinas trägt zum hohen Staatsdefizit bei: Die absoluten Militärausgaben von China haben im Jahr 2020 bereits rund 252,3 Milliarden US-Dollar betragen. China weist somit bereits die zweithöchsten Militärausgaben weltweit (2020) auf und ist neben Russland auch die größte Militärmacht der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), die zunehmend kritisch als Gegenspieler der NATO gesehen wird. Chinas Anteil der Militärausgaben am BIP betragen hingegen im Zeitverlauf relativ konstant rund 1,9 Prozent der Wirtschaftsleistung (2019). Die hohen Zuwächse der absoluten Militärausgaben von China sind dem hohen Wirtschaftswachstum geschuldet.

Außenhandel: China festigt seine Position als Exportweltmeister

Im Jahr 2020 exportierte China Waren im Wert von rund 2,59 Billionen US-Dollar. Dem gegenüber stehen Warenimporte nach China im Wert von rund 2,06 Billionen US-Dollar. Damit ist China das wichtigste Exportland ("Exportweltmeister") und die zweitgrößte Importnation weltweit.
China erzielt seit Jahren hohe Handelsbilanzüberschüsse, explizit auch im bilateralen Handel mit den USA, die (eine) Ursache des Handelskrieges mit den USA sind. Der Handelsbilanzüberschuss von China war 2020 nicht nur hoch, sondern mit rund 535,4 Milliarden US-Dollar der zweithöchste je von China erzielte Handelsüberschuss (2015 waren es rund 594 Milliarden US-Dollar). Damit belegte China 2020 mit deutlichem Abstand zu Deutschland auch den ersten Platz unter den Ländern mit dem größten Handelsbilanzüberschuss weltweit.
Die wichtigsten Handelspartner Chinas im Export sind die USA, die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong und Japan. Die wichtigsten Importpartner Chinas sind Südkorea, Japan, Australien, Deutschland, die USA und Taiwan (alle 2019).

Bilateraler Handel mit Deutschland: China bleibt der wichtigste Handelspartner
Auch für Deutschland sind die wirtschaftlichen Beziehungen zu China mittlerweile nicht mehr nur optional, sondern elementar für den Außenhandel:
Der Wert der deutschen Warenexporte nach China hat im Jahr 2020 geschätzt rund 95,9 Milliarden Euro betragen. China belegt damit bereits Rang zwei in der Rangfolge der wichtigsten Handelspartner für deutsche Exporte und hat Frankreich erstmals auf den dritten Platz verdrängt.

Der Wert der deutschen Warenimporte aus China wird für das Jahr 2020 auf geschätzt rund 116,5 Milliarden Euro beziffert, womit China deutlich vor den zweitplatzierten Niederlanden in der Rangfolge der wichtigsten Handelspartner für deutsche Importe den Spitzenplatz einnimmt. Deutschland importiert seit Jahren mehr Waren aus China, als es dorthin ausführt; 2020 lag das Defizit in der Handelsbilanz von Deutschland mit China bei rund 21 Milliarden Euro.

Rücküberweisungen durch die chinesische Diaspora
China ist sowohl eines der Länder weltweit, das die höchsten Rücküberweisungen durch eigene Staatsangehörige im Ausland empfängt (inflow), als auch von Migranten in China sendet (outflow). Im Jahr 2019 hat der Wert der Rücküberweisungen von Chinesen im Ausland (inflow) rund 18,3 Milliarden US-Dollar betragen. Gleichzeitig betrug der Wert der Rücküberweisungen von Migranten in China in ihre jeweiligen Herkunftsländer (outflow) rund 15,14 Milliarden US-Dollar.

Demokratie, Gesellschaft und Menschenrechte

Die Menschenrechtslage in China hat sich in den vergangenen Jahren und insbesondere in jüngster Vergangenheit und Gegenwart deutlich verschlechtert. Die Abkehr von der "Ein Land - zwei Systeme"- Politik, spiegelt sich in der am 01. Juli 2020 erfolgten und weltweit kritisierten Einführung eines neuen Sicherheitsgesetzes für Hongkong wider, das faktisch die Autonomie der Sonderverwaltungszone aufhebt. Unter anderem das Auswärtige Amt, Amnesty International oder Human Rights Watch bescheinigen dem Großreich einen zuletzt noch deutlich verstärkten repressiven Umgang mit Minderheiten, insbesondere den Uiguren, nachdem chinesische Regierungsdokumente im Rahmen der "China Cables" geleakt wurden, die die systematische Internierung der muslimischen Minderheit in Umerziehungslagern in der Region Xinjiang dokumentieren. Das chinesische Social-Scoring-System wird weltweit als Instrument der totalen Überwachung der chinesischen Gesellschaft kritisiert. Nicht neu sind die nicht veröffentlichten hohen Hinrichtungszahlen Chinas, die jährlich auf mehrere Tausend Fälle geschätzt werden.

Im internationalen Vergleich gilt China unstrittig seit Jahren als eines der Länder mit der niedrigsten Pressefreiheit weltweit. Noch schlechter steht China im internationalen Vergleich der Internetfreiheit 2020 da: Das Internet ist in China stärker kontrolliert und reglementiert als in jedem anderen Staat weltweit. Die Anzahl der staatlich beschäftigten Zensoren, die sämtliche Kommunikationsmittel und Medien, insbesondere online, prüfen und zensieren, wird auf bis zu 100.000 Festangestellte geschätzt. Hinsichtlich der Bemühungen Chinas gegen die weitverbreitete Korruption vorzugehen lässt sich ebenfalls keine positive Entwicklung bescheinigen. China belegt Platz 78 von 180 Staaten im Corruption Perceptions Index (CPI) 2020. Im Bertelsmann Transfomationsindex 2020, einem anerkannten Index zur Klassifikation von Staaten hinsichtlich ihrer Entwicklung zu Demokratie und Marktwirtschaft, erreicht China 5,04 Punkte - dies entspricht der Klassifikation als "stark eingeschränkter Demokratie und Marktwirtschaft".

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "China" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Wirtschaft

Staatsfinanzen

Militär und Verteidigung

Interessante Statistiken

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China

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China: Angaben zu Demografie und Bevölkerung

Die Gesamtbevölkerung von China ist im Jahr 2020 um rund vier Millionen Einwohner gegenüber dem Vorjahr gewachsen. China bleibt das bevölkerungsreichste Land der Welt. Insgesamt leben rund 1,4 Milliarden Menschen im Land der Mitte, womit es in der Liste der Länder mit der größten Einwohnerzahl noch vor Indien den ersten Platz verteidigt. Laut der seriösen Bevölkerungsprognosen des UN DESA (Department of Economic and Social Affairs der Vereinten Nationen) wird China im Ranking der Länder mit der größten Einwohnerzahl in der Zukunft jedoch bis zum Jahr 2030 den Spitzenplatz an Indien verlieren.

China belegt mit einer Landesfläche von rund 9,6 Millionen Quadratkilometern den vierten Platz in der Rangliste der größten Länder der Erde. Die Urbanisierung in China nimmt stark zu: Im Jahr 2020 lebten bereits rund 61,4 Prozent der Bevölkerung in Städten, vor zehn Jahren waren es noch 49,2 Prozent. Die größten Städte in China - Shanghai, Peking und Guangzhou - sind auch in der Liste der größten Städte Asiens vertreten. Der hierzulande wenig bekannte Unternehmer Zhong Shanshan ist mit einem Vermögen von rund 68,9 Milliarden US-Dollar der reichste Einwohner von China.

Wie entwickelt sich die Wirtschaft in China?

Chinas Wirtschaft konnte trotz des Ausbruchs der Corona-Pandemie im eigenen Land im vergangenen Jahr wachsen. Das Bruttoinlandsprodukt von China erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 380 Milliarden US-Dollar auf insgesamt rund 14,72 Billionen US-Dollar im Jahr 2020. China belegt im Ranking der Länder mit dem größten BIP der Welt mit weitem Abstand zu den USA den zweiten Platz. Allerdings schmilzt der Vorsprung der USA laut der BIP-Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in den kommenden Jahren deutlich zusammen. In der nahen Zukunft, hier sind sich die absolute Mehrzahl internationaler Beobachter einig, wird China die USA als größte Wirtschaftsnation der Welt ablösen.
Wird die unterschiedliche Kaufkraft in den Vergleich der Wirtschaftskraft einbezogen, hat China die USA im Ranking der Länder mit dem größten kaufkraftbereinigten BIP in der Zukunft bereits heute eingeholt und wird den Abstand zukünftig deutlich ausbauen. Der Anteil Chinas an der kaufkraftbereinigten globalen Wirtschaftsleistung ist von rund 2,3 Prozent im Jahr 1980 auf geschätzt rund 18,3 Prozent im Jahr 2020 gestiegen.

Wie lange wird Chinas Wirtschaft noch wachsen?

Ein Ende des hohen Wirtschaftswachstums in China zeichnet sich aktuell nicht ab. Obwohl sich das Wirtschaftswachstum in China abschwächt und seit 2015 unter die 7-Prozent-Marke gefallen ist, gehört es nach wie vor zu den Ländern mit dem größten Wirtschaftswachstum weltweit.

Das Jahr 2020 markiert aufgrund der globalen Auswirkungen der Corona-Pandemie eine Zäsur: Chinas BIP-Wachstum ist im Krisenjahr 2020 dennoch um rund 2,3 Prozent gewachsen, während alle anderen G20-Staaten in die Rezession stürzten. In Hinblick auf aktuelle Prognosen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts weltweit, manövriert sich das Reich der Mitte im internationalem Vergleich vergleichsweise gut durch die schlimmste Weltwirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg. Im Jahr 2021 wird in China sogar mit einem BIP-Wachstum von rund 8,4 Prozent gerechnet.

Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in China liegt mit geschätzt rund 10.484 US-Dollar (2020) allerdings noch weit unter dem Niveau des BIP-pro-Kopf in den Industriestaaten.
Die Arbeitslosenquote in China erhöhte sich von rund 3,6 Prozent in 2019 auf rund 3,8 Prozent im Jahr 2020. Für 2021 wird wieder ein Rückgang auf rund 3,6 Prozent prognostiziert. Die Inflationsrate in China stieg in den vergangenen Jahren auf bis zu 2,9 Prozent im Jahr 2019 an, die Inflationsrate sinkt seitdem jedoch wieder. Im Jahr 2020 hat die Teuerungsrate in China rund 2,4 Prozent betragen; 2021 werden die Preise in China voraussichtlich um circa 1,2 Prozent steigen.

Staatsfinanzen im Reich der Mitte - wie hoch ist die Verschuldung Chinas?

Die Staatsverschuldung in China erreicht mit geschätzt rund 66,8 Prozent (2020) des Bruttoinlandsprodukts einen neuen Höchststand. Die Staatsverschuldung Chinas ist im internationalem Vergleich - insbesondere in Anbetracht der durch die Corona-Krise verursachten massiven Neuverschuldung weltweit - weiterhin moderat, aber sie hat sich seit 2011 (33,8 Prozent) nahezu verdoppelt. Das Staatsdefizit von China erhöhte sich im Jahr 2020 auf rund 11,4 Prozent des BIP. Für das Jahr 2021 wird ein Defizit in Höhe von rund 9,6 Prozent erwartet. Die massive Aufrüstung Chinas trägt zum hohen Staatsdefizit bei: Die absoluten Militärausgaben von China haben im Jahr 2020 bereits rund 252,3 Milliarden US-Dollar betragen. China weist somit bereits die zweithöchsten Militärausgaben weltweit (2020) auf und ist neben Russland auch die größte Militärmacht der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), die zunehmend kritisch als Gegenspieler der NATO gesehen wird. Chinas Anteil der Militärausgaben am BIP betragen hingegen im Zeitverlauf relativ konstant rund 1,9 Prozent der Wirtschaftsleistung (2019). Die hohen Zuwächse der absoluten Militärausgaben von China sind dem hohen Wirtschaftswachstum geschuldet.

Außenhandel: China festigt seine Position als Exportweltmeister

Im Jahr 2020 exportierte China Waren im Wert von rund 2,59 Billionen US-Dollar. Dem gegenüber stehen Warenimporte nach China im Wert von rund 2,06 Billionen US-Dollar. Damit ist China das wichtigste Exportland ("Exportweltmeister") und die zweitgrößte Importnation weltweit.
China erzielt seit Jahren hohe Handelsbilanzüberschüsse, explizit auch im bilateralen Handel mit den USA, die (eine) Ursache des Handelskrieges mit den USA sind. Der Handelsbilanzüberschuss von China war 2020 nicht nur hoch, sondern mit rund 535,4 Milliarden US-Dollar der zweithöchste je von China erzielte Handelsüberschuss (2015 waren es rund 594 Milliarden US-Dollar). Damit belegte China 2020 mit deutlichem Abstand zu Deutschland auch den ersten Platz unter den Ländern mit dem größten Handelsbilanzüberschuss weltweit.
Die wichtigsten Handelspartner Chinas im Export sind die USA, die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong und Japan. Die wichtigsten Importpartner Chinas sind Südkorea, Japan, Australien, Deutschland, die USA und Taiwan (alle 2019).

Bilateraler Handel mit Deutschland: China bleibt der wichtigste Handelspartner
Auch für Deutschland sind die wirtschaftlichen Beziehungen zu China mittlerweile nicht mehr nur optional, sondern elementar für den Außenhandel:
Der Wert der deutschen Warenexporte nach China hat im Jahr 2020 geschätzt rund 95,9 Milliarden Euro betragen. China belegt damit bereits Rang zwei in der Rangfolge der wichtigsten Handelspartner für deutsche Exporte und hat Frankreich erstmals auf den dritten Platz verdrängt.

Der Wert der deutschen Warenimporte aus China wird für das Jahr 2020 auf geschätzt rund 116,5 Milliarden Euro beziffert, womit China deutlich vor den zweitplatzierten Niederlanden in der Rangfolge der wichtigsten Handelspartner für deutsche Importe den Spitzenplatz einnimmt. Deutschland importiert seit Jahren mehr Waren aus China, als es dorthin ausführt; 2020 lag das Defizit in der Handelsbilanz von Deutschland mit China bei rund 21 Milliarden Euro.

Rücküberweisungen durch die chinesische Diaspora
China ist sowohl eines der Länder weltweit, das die höchsten Rücküberweisungen durch eigene Staatsangehörige im Ausland empfängt (inflow), als auch von Migranten in China sendet (outflow). Im Jahr 2019 hat der Wert der Rücküberweisungen von Chinesen im Ausland (inflow) rund 18,3 Milliarden US-Dollar betragen. Gleichzeitig betrug der Wert der Rücküberweisungen von Migranten in China in ihre jeweiligen Herkunftsländer (outflow) rund 15,14 Milliarden US-Dollar.

Demokratie, Gesellschaft und Menschenrechte

Die Menschenrechtslage in China hat sich in den vergangenen Jahren und insbesondere in jüngster Vergangenheit und Gegenwart deutlich verschlechtert. Die Abkehr von der "Ein Land - zwei Systeme"- Politik, spiegelt sich in der am 01. Juli 2020 erfolgten und weltweit kritisierten Einführung eines neuen Sicherheitsgesetzes für Hongkong wider, das faktisch die Autonomie der Sonderverwaltungszone aufhebt. Unter anderem das Auswärtige Amt, Amnesty International oder Human Rights Watch bescheinigen dem Großreich einen zuletzt noch deutlich verstärkten repressiven Umgang mit Minderheiten, insbesondere den Uiguren, nachdem chinesische Regierungsdokumente im Rahmen der "China Cables" geleakt wurden, die die systematische Internierung der muslimischen Minderheit in Umerziehungslagern in der Region Xinjiang dokumentieren. Das chinesische Social-Scoring-System wird weltweit als Instrument der totalen Überwachung der chinesischen Gesellschaft kritisiert. Nicht neu sind die nicht veröffentlichten hohen Hinrichtungszahlen Chinas, die jährlich auf mehrere Tausend Fälle geschätzt werden.

Im internationalen Vergleich gilt China unstrittig seit Jahren als eines der Länder mit der niedrigsten Pressefreiheit weltweit. Noch schlechter steht China im internationalen Vergleich der Internetfreiheit 2020 da: Das Internet ist in China stärker kontrolliert und reglementiert als in jedem anderen Staat weltweit. Die Anzahl der staatlich beschäftigten Zensoren, die sämtliche Kommunikationsmittel und Medien, insbesondere online, prüfen und zensieren, wird auf bis zu 100.000 Festangestellte geschätzt. Hinsichtlich der Bemühungen Chinas gegen die weitverbreitete Korruption vorzugehen lässt sich ebenfalls keine positive Entwicklung bescheinigen. China belegt Platz 78 von 180 Staaten im Corruption Perceptions Index (CPI) 2020. Im Bertelsmann Transfomationsindex 2020, einem anerkannten Index zur Klassifikation von Staaten hinsichtlich ihrer Entwicklung zu Demokratie und Marktwirtschaft, erreicht China 5,04 Punkte - dies entspricht der Klassifikation als "stark eingeschränkter Demokratie und Marktwirtschaft".

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