China baut seine Kohlekraftwerke weiter aus. Wie die Statista-Grafik auf Basis von Daten der Klimaschutz-Organisation Global Coal Plant Trackers zeigt, installiert das Land Jahr für Jahr mehr Kraftwerke als es vom Netz nimmt. Laut Global Coal Plant Trackers hat China seine Kohle-Kapazitäten durch den Bau neuer Kraftwerke zuletzt deutlich erweitert - ähnlich stark war der Zubau zuletzt im Jahr 2007.
Der starke Zubau im Jahr 2025 wird unter anderem vom Global Energy Monitor als Ergebnis einer früheren Genehmigungs- und Bauwelle beschrieben: Viele Projekte, die 2022 bis 2023 in ungewöhnlich großer Zahl genehmigt wurden, haben 2025 die Fertigstellungs-/Inbetriebnahmephase erreicht. Dieser „construction/commissioning lag“ wird als Haupttreiber des Rekordjahres genannt.
Die Belastung für das Klima ist beträchtlich: Der Kohleverbrauch des Landes ist seit 1965 stark angestiegen und liegt 2024 bei rund 92 Exajoule. Zum Vergleich: Der Kohleverbrauch von Deutschland belief sich im Jahr 2024 auf 1,6 Exajoule. Mehr als die Hälfte des globalen Kohleverbrauchs geht auf das Konto Chinas.
In Deutschland werden seit vielen Jahren keine neuen Kohlekraftwerke mehr gebaut. Der Meiler Datteln 4 wurde schon 2007 in Angriff genommen und wegen Planungs- und Baumängeln erst dieses Jahr in Betrieb genommen. Nach dem Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung soll das letzte Kohlekraftwerk in Deutschland spätestens 2038 vom Netz gehen.
Zum ganzen Bild gehört allerdings auch, dass Chinas Energieversorgung von Gegensätzen gekennzeichnet ist. So führt China zugleich die Ranglisten mehrerer Schlüsseltechnologien der erneuerbaren Energien an. Demnach führt China sowohl bei der gesamten erneuerbaren Stromkapazität als auch bei Photovoltaik, Windkraft und Wasserkraft.
Weitere aktuelle Daten und Informationen zum Thema finden Sie auf der Statista-Themenseite "China: Klimaretter oder Klimasünder?"





















