Aktuell leben laut Ausländerzentralgeister rund 936.000 syrische Staatsbürger:innen in Deutschland - darunter mehr als 700.000 Menschen, die vor dem syrischen Bürgerkrieg hierher geflohen sind.
Nach einem Treffen mit dem neuen, islamistischen syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa sagte Bundeskanzler Friedrich Merz, dass rund 80 Prozent der in Deutschland sich aufhaltenden Syrerinnen und Syrer in den kommen drei Jahren in ihr Heimatland zurückkehren sollen. Merz ergänzte, dass es sich hierbei um einen Wunsch al-Scharaas handele.
Gut integrierte Syrer:innen möchte der Bundeskanzler aber hier behalten. Damit meint Merz zum Beispiel syrische Ärzte und Ärztinnen sowie andere Fachkräfte. Aktuell haben der Bundesagentur für Arbeit über 300.000 Syrer:innen einen Job, davon sind rund 256.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigt - Tendenz steigend.
Sollten tatsächlich 80 Prozent der syrischen Staatsbürger:innen zurückkehren beziehungsweise zurückkehren müssen, würden sie auf dem deutschen Arbeitsmarkt eine große Lücke reißen. Abgesehen von wirtschaftlichen Aspekten bezweifeln Menschenrechtsaktivist:innen, dass die Lage stabil genug ist.
Dazu schreibt tagesschau.de: "Der Regierung in Damaskus wird vorgeworfen, Minderheiten im Land nicht vor Gewalt zu schützen oder sogar zu Gräueltaten anzustiften und sich daran zu beteiligen."




















