Beim Ausbau der Energiewende bleibt Deutschland deutlich hinter seinen eigenen Zielen zurück. Aktuell sind bei der Photovoltaik 121,14 GW installiert, was 56,3 Prozent des Ziels von 215 GW entspricht. Windkraft an Land erreicht mit 69 GW bereits 60,0 Prozent und liegt damit vergleichsweise weit vorn. Deutlich größer sind die Lücken dagegen bei der Offshore-Windkraft mit 10,2 GW und 34,0 Prozent sowie bei Elektroautos, die mit 2.136.743 Fahrzeugen erst 14,2 Prozent des Zielwerts erreichen. Grundlage der Infografik sind Daten des Open Energy Trackers.
Noch weiter zurück liegt die Ladeinfrastruktur mit 193.985 Ladepunkten und 19,4 Prozent Zielerreichung. Auch Wärmepumpen kommen mit 2.227.000 installierten Geräten nur auf 37,1 Prozent. Insgesamt zeigt sich, dass insbesondere bei neuen Schlüsseltechnologien der Energiewende große Aufholbedarfe bestehen, während der Ausbau etablierter erneuerbarer Energien bereits weiter fortgeschritten ist.
Sollte sich das bisherige Ausbautempo nicht deutlich erhöhen, könnten die Ziele bis 2030 in mehreren Bereichen verfehlt werden. Vor allem bei Elektromobilität und Ladeinfrastruktur wären deutlich höhere Zuwachsraten notwendig. Die Entwicklung könnte daher zusätzlichen politischen Druck erzeugen, Genehmigungen zu beschleunigen und Investitionen gezielt zu fördern
Der Open Energy Tracker ist ein datengetriebenes Projekt, das von der Organisation Open Energy Transition entwickelt wurde. Dahinter steht ein Zusammenschluss von Analysten, Datenexperten und Energieökonomie-Forschern, die sich auf die Auswertung und Aufbereitung von Energiewendedaten spezialisiert haben. Der Tracker richtet sich vor allem an Politik, Medien und Öffentlichkeit und soll helfen, den tatsächlichen Fortschritt der Energiewende datenbasiert zu bewerten.




















