Europas Markt für Elektroautos legt spürbar zu: Im März 2026 wurden in der Europäischen Union 234.532 batterieelektrische Personenkraftwagen (BEV) neu zugelassen, nach 157.473 im Vorjahresmonat. Das entspricht einem Anstieg um 48,9 Prozent, wie die Statista-Infografik auf Basis von ACEA-Daten (PDF-Download) zeigt. Besonders große Märkte treiben die Entwicklung, allen voran Deutschland mit 70.663 Neuzulassungen sowie Frankreich mit 49.406. Auch in anderen großen Ländern wächst der Absatz dynamisch. Italien erreicht 16.121 Neuzulassungen und legt um 72,1 Prozent zu, während Spanien auf 11.863 kommt. Selbst kleinere Märkte wie Dänemark mit 14.616 oder Österreich mit 8.206 zeigen deutlich steigende Zahlen. Nur in wenigen Ländern wie den Niederlanden stagniert die Entwicklung.
Ein wichtiger Treiber für das Wachstum ist die zunehmende Verfügbarkeit günstigerer Modelle sowie strengere CO₂-Vorgaben für Hersteller, die den Absatz von Elektroautos fördern. Die Dynamik könnte sich fortsetzen, sofern Preise weiter sinken und die Ladeinfrastruktur ausgebaut wird. Die zuletzt gestiegenen Spritpreise infolge des Iran-Konflikts gelten Medienberichten zufolge hingegen nicht als entscheidender Faktor für den aktuellen Boom. Kaufentscheidungen für Autos werden meist langfristig getroffen und reagieren nur verzögert auf kurzfristige Preisschwankungen. Zudem spielen strukturelle Faktoren wie Modellangebot, Regulierung und Gesamtbetriebskosten eine deutlich größere Rolle als temporäre Ausschläge bei Benzin- und Dieselpreisen.





















