Die Tesla-Nachfrage scheint sich in Deutschland zu erholen. Daten des Kraftfahrt-Bundesamts zufolge wurden zwischen Januar und Juni rund 29.000 Fahrzeuge des US-amerikanischen E-Auto-Herstellers neu für den Straßenverkehr zugelassen - das entspricht einem Anteil von fast acht Prozent an allen E-Auto-Neuzulassungen. Getragen wird der Aufwärtstrend vom Modell Y das für mehr als zwei Drittel der Tesla-Neuzulassungen steht. Das SUV-Coupé ist bereits seit 2022 auf dem Markt, hat aber Anfang 2025 ein Update bekommen.
Damit endet für Tesla eine lange Durststrecke auf dem deutschen Markt. Seit dem Jahr 2022 sind die Neuzulassungen jedes Jahr weiter zurückgegangen. Den absoluten Tiefststand dieser Entwicklung markiert das Jahr 2025 mit weniger als 20.000 Neuzulassungen und einem Anteil von nur 3,6 Prozent an allen E-Auto-Neuzulassungen. Ein klarer Grund für den Turnaround ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Allerdings könnte es für Teslas Geschäft hilfreich gewesen sein, dass Unternehmensgründer Elon Musk zuletzt weniger in den Medien präsent war.
Auch im übrigen Europa haben die Tesla-Neuzulassungen zuletzt zugelegt. Einem Reuters-Bericht zufolge legten sie im Juni in Frankreich um über 100 Prozent zu. In Schweden verzeichnete das Unternehmen ein Plus von rund 56 Prozent. Ähnlich gut lief es mit jeweils etwa 43 Prozent Plus in Portugal und Italien. Auch die New York Times (NYT) berichtete kürzlich über die positive Entwicklung auf dem europäischen Kontinent. Demnach haben die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 77 Prozent zugelegt. Aber was steckt hinter dieser Trendwende?
Der NYT-Bericht macht vor allem Preisnachlässe für das Nachfragewachstum verantwortlich. Tesla wolle damit die eigenen Autos wettbewerbsfähiger gegenüber Verbrennern und günstigen E-Autos aus China machen. Dazu äußerte sich der Auto-Analyst Matthias Schmidt der US-Zeitung gegenüber wie folgt: "Sobald die Preise sinken, achten die Menschen weniger auf Ethik und Moral." Und Schmidt weiter: "Teslas Produkt ist preislich so attraktiv geworden, dass man es fast nicht ablehnen kann."




















