Die beliebtesten Ausbildungsberufe in Deutschland haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich verschoben. Während 2003 noch klassische kaufmännische Berufe wie Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel mit 28.773 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen dominierten, liegt 2024 der Beruf Kraftfahrzeugmechatroniker:in mit 24.255 an der Spitze. Das verdeutlicht die Infografik auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamts.
Auffällig ist vor allem der Bedeutungsgewinn technischer und digitaler Berufe. So gehört der/die Fachinformatiker:in mit 17.175 Verträgen inzwischen zu den meistgewählten Ausbildungen, während dieser Beruf 2003 noch nicht zu den Top-Plätzen zählte. Gleichzeitig verlieren einige klassische Büro- und Dienstleistungsberufe an Bedeutung oder werden durch neue Berufsbezeichnungen ersetzt, etwa der Übergang vom Bürokaufmann zur Kauffrau beziehungsweise zum Kaufmann für Büromanagement.
Bei der Geschlechter-Verteilung zeigt sich: Technische Berufe bleiben weiterhin stark männlich geprägt, etwa mit 6,1 Prozent Frauenanteil bei Kraftfahrzeugmechatroniker:innen. Dagegen dominieren Frauen weiterhin soziale und medizinische Berufe wie die medizinische Fachangestellte mit 94,7 Prozent. Diese Verteilung verweist auf anhaltende strukturelle Unterschiede bei Berufswahl und Zugangschancen. Initiativen zur Förderung von Frauen in MINT-Berufen könnten hier gegensteuern, während Unternehmen zugleich stärker um Nachwuchs in traditionell weiblich geprägten Berufen werben dürften.





















