Statistiken zum Thema Ausbildung

Veröffentlicht von J. Rudnicka, 21.08.2019
Eine Ausbildung oder Berufsausbildung dient der Weitergabe von Wissen mit dem Ziel, einen bestimmten Beruf zu erlernen. Die betriebliche (auch duale Ausbildung genannt) ist die am häufigsten verbreitete Ausbildungsart in Deutschland. Die Lehre erfolgt hierbei sowohl in einem Betrieb als auch in der Berufsschule. Das Studium ist ebenfalls eine Form der Ausbildung, die primär darauf ausgelegt ist, wissenschaftliche Fähigkeiten zu erwerben und auf ein breites Berufsspektrum vorzubereiten. Im Jahr 2019 gab es 326 anerkannte Ausbildungsberufe, wobei ein stetiger Rückgang erkenntlich wird, da viele ehemalige Handwerksberufe durch Studiengänge abgelöst wurden.

Derzeit wurden rund 530.000 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen, während die Zahl der Azubis seit dem Jahr 2008 sinkt. Zahlreiche Betriebe finden keine Auszubildenden mehr: Mehr als 57.000 Ausbildungsstellen blieben im Jahr 2018 unbesetzt. Die Anzahl der angebotenen Plätze ist seit Jahren höher als die der Bewerber. Laut des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) sind ungeeignete Bewerbungen der Hauptgrund für die Nichtbesetzung von Ausbildungsplätzen. Die Ausbildung zum/zur Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk hatte im Jahr 2018 den höchsten Anteil an unbesetzten Plätzen.

Personen, die sich in einer Lehre befinden, werden abhängig vom Ausbildungsberuf entlohnt. Die durchschnittliche Vergütung lag im Jahr 2018 in Westdeutschland bei 913 Euro pro Monat. Laut des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) ist das Gehalt der Azubis seit 1992 kontinuierlich angestiegen. In der Ausbildung verteilen sich die Geschlechter unterschiedlich auf die einzelnen Branchen. Männer wählen eher eine Tätigkeit in der Elektro- und Metallindustrie sowie im Handel. Frauen sind häufiger im Öffentlichen Dienst oder in freien Berufen beschäftigt. Die Wahl der Ausbildungsbranche unterscheidet sich auch hinsichtlich des vorhandenen Schulabschlusses. Der Beruf als Kfz-Mechatroniker ist sowohl bei Personen mit Hauptschulabschluss als auch bei Schulabgänger/innen mit Hochschulreife hoch im Kurs.

Allgemein wurden in 2018 die meisten Verträge in der Industrie und im Handel verzeichnet. Dabei befand sich die Mehrheit der Auszubildenden im Jahr 2017 in einem mittleren- oder einem Großunternehmen. Das Ranking der beliebtesten Ausbildungsberufe wird vom Kaufmann bzw. von der Kauffrau für Büromanagement angeführt (mehr als 27.000 neu abgeschlossene Verträge).

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