Deutschland rangiert im Korruptionswahrnehmungsindex 2025 (CPI) von Transparency International mit 77 Punkten auf Rang 10 von 182 Ländern. Das entspricht zwar einer Verbesserung von zwei Punkten und fünf Plätzen gegenüber dem Vorjahr, ist aber trotzdem einer der zweitschlechteste Wert seit 2012. Als am wenigsten korrupt gelten aktuell Dänemark, Finnland und Singapur. Die letzten Plätze belegen Südsudan und Somalia.
Auch Alexandra Herzog, Vorsitzende von Transparency Deutschland sieht trotz der leichten Verbesserung wenig Anlass für Erleichterung: "Für Deutschland muss sogar ein weiterer Abwärtstrend befürchtet werden. Unter dem Schlagwort vom 'Bürokratieabbau' werden hier teilweise zentrale Kontrollmechanismen gegen Korruption abgebaut. Das zeigt sich vor allem beim Vergaberecht, das durch das am 15. Januar beschlossene Beschaffungsbeschleunigungsgesetz der Bundeswehr und das geplante Vergabebeschleunigungsgesetz stark beschnitten wird."
Insgesamt ist Korruption laut Einschätzung der Organisation weltweit auf dem Vormarsch. Das gilt auch für Europa, denn insbesondere dort wo "Rechtsextreme und populistische Parteien an die Macht gekommen sind, werden Schutzmechanismen gegen Korruption meist massiv abgebaut", so Herzog. Als Beispiel nennt sie Ungarn das seit 2012 15 Punkte eingebüßt hat und EU-weit am schlechtesten abschneidet.














