Deutschlands Wirtschaft wächst im europäischen Vergleich weiter unterdurchschnittlich. Im zweiten Quartal 2026 lag das Bruttoinlandsprodukt saisonbereinigt nur bei 0,9 Prozent über dem Vorjahreswert und damit unter dem Durchschnitt der EU-27 von 1,2 Prozent. Im Euroraum liegt das Wachstum mit bei einem Prozent. Während einige Länder deutlich dynamischer zulegen, bleibt die deutsche Wirtschaft damit im unteren Mittelfeld zurück. Litauen führt mit 3,8 Prozent, was unter anderem an einer robusten Industrie und steigenden Investitionen liegt. Spanien erreicht 2,7 Prozent, getragen von einer starken Erholung im Tourismus und bei Dienstleistungen. Portugal kommt auf 2,5 Prozent, unterstützt durch Exportwachstum und EU-Fördermittel. Das zeigen aktuelle Eurostat-Daten.
Die schwache Entwicklung in großen Volkswirtschaften wie Deutschland und Frankreich bremst die Gesamtleistung Europas. Im Falle Deutschland bremst vor allem die schwächelnde Industrie das gesamtwirtschaftliche Wachstum des Landes. Vor allem die Autoindustrie, lange Zeit Wachstumsmotor der Wirtschaft, steht unter Druck. Hohe Energiepreise, der schleppende Umstieg auf Elektromobilität und eine schwächere Nachfrage in wichtigen Auslandsmärkten belasten die Produktion.
So ist der Absatz deutscher Autobauer in China nach einem langjährigen Wachstumstrend deutlich unter Druck geraten. Besonders auffällig ist der Rückgang bei der VW Group: Nach einem Höchstwert von 4,23 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2019 sinken die Verkäufe bis 2025 auf 2,69 Millionen. Auch BMW und Mercedes-Benz verzeichnen nach zwischenzeitlichen Höchstständen rückläufige Zahlen.





















