Statistiken zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Europäischen Union und der Euro-Zone

Das Bruttoinlandsprodukt bezeichnet den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die im betreffenden Jahr innerhalb der Landesgrenzen hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen. Es gilt als wichtiger Indikator für die Wirtschaftskraft eines Landes oder einer Region.
Im Jahr 2016 betrug das Bruttoinlandsprodukt der EU rund 14,8 Billionen Euro; in der Euro-Zone waren es circa 10,7 Billionen Euro. Dabei waren Deutschland (3,13 Billionen Euro), Großbritannien (2,37 Billionen Euro) und Frankreich (2,23 Billionen Euro) die EU-Länder mit der höchsten Wirtschaftsleistung; am anderen Ende der Skala standen Malta (9,9 Milliarden Euro), Zypern (17,9 Milliarden Euro) und Estland (20,9 Milliarden Euro). Die Wichtigkeit der großen Volkswirtschaften zeigt sich besonders deutlich bei einer Umrechnung in die prozentualen Anteile: So machten die drei eben genannten Staaten (2016) zusammen mehr als die Hälfte des BIPs der EU aus, während elf der insgesamt 28 Staaten jeweils weniger als ein Prozent beitrugen. Ähnliches gilt für die Euro-Zone, deren Wirtschaftsleistung zur Hälfte allein auf Deutschland und Frankreich zurückzuführen ist. Im internationalen Vergleich nimmt die Bedeutung Europas für die Weltwirtschaft stetig ab, da Schwellenländer wie China und Indien weitaus dynamischer wachsen. So sank der Anteil der EU am globalen Bruttoinlandsprodukt kaufkraftbereinigt von rund 21,3 Prozent im Jahr 2006 auf circa 16,7 Prozent in 2016.

Einen anderen Blickwinkel als die absoluten Werte bietet die Umrechnung der Wirtschaftskraft auf die Einwohnerzahl, das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Dieses lag 2016 in der EU bei 29.000 Euro und in der Euro-Zone bei 31.600 Euro je Einwohner. Auch hier gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen EU-Mitgliedern: Am höchsten war das Pro-Kopf-BIP in Luxemburg (92.900 Euro), Dänemark (48.400 Euro) und Schweden (46.600 Euro); am niedrigsten in Bulgarien (6.600 Euro), Rumänien (8.600 Euro) und Kroatien/Polen (11.000 Euro). Deutschland liegt mit 38.000 Euro EU-weit auf Rang acht.

Wenn allgemein von Wirtschaftswachstum die Rede ist, so ist damit in der Regel die Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts gemeint, das auch die Preisentwicklung berücksichtigt. Nach dem starken Einbruch um 4,4 Prozent im Krisenjahr 2009 fielen die Wachstumsraten in Europa 2010 und 2011 zunächst noch recht hoch aus, rutschten jedoch 2012 wieder ins Minus. Im Jahr 2013 verzeichnete die EU ein minimales Wachstum von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Wirtschaftsleistung in der Euro-Zone um weitere 0,3 Prozent sank. 2014 wurden in EU und Euro-Zone wieder stabile Wachstumsraten (1,6 Prozent bzw. 1,2 Prozent) erzielt; 2016 betrug das Wirtschaftwachstum in der EU 1,9 Prozent und in der Euro-Zone 1,7 Prozent. Im EU-Vergleich standen dabei die Länder Malta (7,4 Prozent), Rumänien (4,8 Prozent) und Polen (3,9 Prozent) als wachstumsstärkste Mitglieder an der Spitze. Deutschland lag mit einem Wachstum von 1,9 Prozent im Mittelfeld.

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