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Statistiken zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Europäischen Union und der Eurozone

Das Bruttoinlandsprodukt bezeichnet den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die im betreffenden Jahr innerhalb der Landesgrenzen hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen. Es gilt als wichtiger Indikator für die Wirtschaftskraft eines Landes oder einer Region.

Im Jahr 2020 betrug das Bruttoinlandsprodukt der EU-27 rund 13,35 Billionen Euro; in der Eurozone waren es circa 11,36 Billionen Euro. Dabei erzielen im Jahr 2020 nach dem Ausscheiden von Großbritannien aus der Europäischen Union (Brexit) Deutschland mit rund 3,33 Billionen Euro, Frankreich mit rund 2,28 Billionen Euro und Italien mit rund 1,65 Billionen Euro das höchste Bruttoinlandsprodukt in den EU-Ländern. Am anderen Ende der Skala stehen Malta (12,82 Milliarden Euro), Zypern (21 Milliarden Euro) und Estland (27,2 Milliarden Euro). Das ökonomische Gewicht der großen europäischen Volkswirtschaften zeigt sich insbesondere bei den Anteilen der Mitgliedstaaten am BIP der Europäischen Union (EU-27). Die bereits genannten Staaten Deutschland, Frankreich und Italien erwirtschaften im Jahr 2020 zusammen mit einem Anteil von rund 55 Prozent mehr als die Hälfte des BIPs der EU, während elf der insgesamt 27 Staaten jeweils weniger als ein Prozent beitrugen. Ähnliches gilt für die Eurozone, deren Wirtschaftsleistung zur Hälfte auf Deutschland und Frankreich zurückzuführen ist. Im internationalen Vergleich nimmt die Bedeutung Europas für die Weltwirtschaft stetig ab, da Schwellenländer wie China und Indien weitaus dynamischer wachsen. So sank der Anteil der EU am globalen Bruttoinlandsprodukt kaufkraftbereinigt von rund 26 Prozent im Jahr 1980 auf circa 15 Prozent im Jahr 2020.

Ungleichheit zwischen Mitgliedstaaten: Luxemburger erzielen zehnfach höheres BIP-pro-Kopf als Bulgaren

Einen anderen Blickwinkel als die absoluten Werte bietet die Umrechnung der Wirtschaftskraft auf die Einwohnerzahl, das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in der EU. Im Jahr 2020 hat das BIP-pro-Kopf in der EU rund 29.660 Euro und in der Eurozone rund 32.990 Euro je Einwohner betragen. Die Unterschiede beim BIP-pro-Kopf in den EU-Ländern sind groß: Am höchsten ist das Pro-Kopf-BIP in Luxemburg (101.640 Euro), Irland (74.890 Euro) und Dänemark (53.600 Euro), wobei Irland eine Sonderrolle einnimmt (Stichwort: Koboldökonomie).
Am niedrigsten ist das BIP-pro-Kopf in Bulgarien (8.750 Euro), Rumänien (11.290 Euro) und Kroatien (12.170 Euro). Deutschland liegt mit 40.120 Euro EU-weit auf Rang acht.

Wirtschaftswachstum in der Europäischen Union und Eurozone

Wenn allgemein von Wirtschaftswachstum die Rede ist, so ist damit in der Regel die Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) gemeint, das auch die Preisentwicklung berücksichtigt. Nach dem starken Einbruch um 4,3 Prozent im Krisenjahr 2009 fielen die Wachstumsraten in Europa 2010 und 2011 zunächst noch recht hoch aus, rutschten jedoch 2012 wieder ins Minus. Im Jahr 2013 stagnierte die Wirtschaftsleistung in der EU und sank in der Eurozone geringfügig um rund 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
2014 bis einschließlich 2019 befand sich die Europäische Union auf einem stabilen Wachstumspfad, bevor die Corona-Pandemie im Jahr 2020 zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um rund 6,1 Prozent in der EU und rund 6,6 Prozent in der Eurozone führte - der höchste BIP-Einbruch in der Geschichte der Europäischen Union.
Das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Mitgliedstaaten war mit Ausnahme Irlands (Sonderrolle siehe oben) im Jahr 2020 in allen EU-Ländern negativ. In Luxemburg ist der BIP-Einbruch mit rund 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr noch am geringsten gewesen, Spaniens Wirtschaftsleistung ist mit rund 10,8 Prozent am stärksten eingebrochen.
Aktuelle Prognosen führender Organisationen und Wirtschaftsinstitute zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) deuten hohe Wachstumsraten für die EU-Länder im Jahr 2021 an, eine vollständige Erholung bzw. Erreichen des des Vorkrisenniveaus wird jedoch auch im günstigsten Szenario mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Bruttoinlandsprodukt (BIP) in EU und Eurozone" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Bruttoinlandsprodukt pro Kopf

Wirtschaftswachstum

Interessante Statistiken

In den folgenden 3 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 22 Statistiken aus dem Thema "Bruttoinlandsprodukt (BIP) in EU und Eurozone".

Bruttoinlandsprodukt (BIP) in EU und Eurozone

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Statistiken zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Europäischen Union und der Eurozone

Das Bruttoinlandsprodukt bezeichnet den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die im betreffenden Jahr innerhalb der Landesgrenzen hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen. Es gilt als wichtiger Indikator für die Wirtschaftskraft eines Landes oder einer Region.

Im Jahr 2020 betrug das Bruttoinlandsprodukt der EU-27 rund 13,35 Billionen Euro; in der Eurozone waren es circa 11,36 Billionen Euro. Dabei erzielen im Jahr 2020 nach dem Ausscheiden von Großbritannien aus der Europäischen Union (Brexit) Deutschland mit rund 3,33 Billionen Euro, Frankreich mit rund 2,28 Billionen Euro und Italien mit rund 1,65 Billionen Euro das höchste Bruttoinlandsprodukt in den EU-Ländern. Am anderen Ende der Skala stehen Malta (12,82 Milliarden Euro), Zypern (21 Milliarden Euro) und Estland (27,2 Milliarden Euro). Das ökonomische Gewicht der großen europäischen Volkswirtschaften zeigt sich insbesondere bei den Anteilen der Mitgliedstaaten am BIP der Europäischen Union (EU-27). Die bereits genannten Staaten Deutschland, Frankreich und Italien erwirtschaften im Jahr 2020 zusammen mit einem Anteil von rund 55 Prozent mehr als die Hälfte des BIPs der EU, während elf der insgesamt 27 Staaten jeweils weniger als ein Prozent beitrugen. Ähnliches gilt für die Eurozone, deren Wirtschaftsleistung zur Hälfte auf Deutschland und Frankreich zurückzuführen ist. Im internationalen Vergleich nimmt die Bedeutung Europas für die Weltwirtschaft stetig ab, da Schwellenländer wie China und Indien weitaus dynamischer wachsen. So sank der Anteil der EU am globalen Bruttoinlandsprodukt kaufkraftbereinigt von rund 26 Prozent im Jahr 1980 auf circa 15 Prozent im Jahr 2020.

Ungleichheit zwischen Mitgliedstaaten: Luxemburger erzielen zehnfach höheres BIP-pro-Kopf als Bulgaren

Einen anderen Blickwinkel als die absoluten Werte bietet die Umrechnung der Wirtschaftskraft auf die Einwohnerzahl, das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in der EU. Im Jahr 2020 hat das BIP-pro-Kopf in der EU rund 29.660 Euro und in der Eurozone rund 32.990 Euro je Einwohner betragen. Die Unterschiede beim BIP-pro-Kopf in den EU-Ländern sind groß: Am höchsten ist das Pro-Kopf-BIP in Luxemburg (101.640 Euro), Irland (74.890 Euro) und Dänemark (53.600 Euro), wobei Irland eine Sonderrolle einnimmt (Stichwort: Koboldökonomie).
Am niedrigsten ist das BIP-pro-Kopf in Bulgarien (8.750 Euro), Rumänien (11.290 Euro) und Kroatien (12.170 Euro). Deutschland liegt mit 40.120 Euro EU-weit auf Rang acht.

Wirtschaftswachstum in der Europäischen Union und Eurozone

Wenn allgemein von Wirtschaftswachstum die Rede ist, so ist damit in der Regel die Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) gemeint, das auch die Preisentwicklung berücksichtigt. Nach dem starken Einbruch um 4,3 Prozent im Krisenjahr 2009 fielen die Wachstumsraten in Europa 2010 und 2011 zunächst noch recht hoch aus, rutschten jedoch 2012 wieder ins Minus. Im Jahr 2013 stagnierte die Wirtschaftsleistung in der EU und sank in der Eurozone geringfügig um rund 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
2014 bis einschließlich 2019 befand sich die Europäische Union auf einem stabilen Wachstumspfad, bevor die Corona-Pandemie im Jahr 2020 zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um rund 6,1 Prozent in der EU und rund 6,6 Prozent in der Eurozone führte - der höchste BIP-Einbruch in der Geschichte der Europäischen Union.
Das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Mitgliedstaaten war mit Ausnahme Irlands (Sonderrolle siehe oben) im Jahr 2020 in allen EU-Ländern negativ. In Luxemburg ist der BIP-Einbruch mit rund 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr noch am geringsten gewesen, Spaniens Wirtschaftsleistung ist mit rund 10,8 Prozent am stärksten eingebrochen.
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