Hamburg ist beim Deutschlandticket klarer Spitzenreiter: In keinem anderen Bundesland ist der Anteil der verkauften Tickets an der Bevölkerung so hoch. Mit 48 Prozent liegt die Hansestadt deutlich vor Berlin mit 30 Prozent und Bremen mit 17 Prozent. Das zeigen Daten des jüngsten Evaluationsberichts des Instituts für angewandte Sozialwissenschaften (Infas) zur Verbreitung des Tickets in der Bundesrepublik.
Auffällig ist das starke Gefälle zwischen dicht besiedelten und ländlicheren Regionen. Während Stadtstaaten und große Flächenländer mit hoher Bevölkerungsdichte vergleichsweise hohe Werte erreichen, fallen viele dünn besiedelte Bundesländer deutlich zurück. So liegen etwa Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern jeweils bei 12 Prozent, Sachsen-Anhalt bei 11 Prozent. Auch große Flächenländer wie Niedersachsen kommen mit 10 Prozent nur auf niedrige Anteile.
Die Unterschiede deuten auf strukturelle Faktoren hin: In urbanen Räumen ist der öffentliche Personennahverkehr dichter ausgebaut und damit attraktiver. In ländlichen Regionen hingegen bleibt das Auto oft unverzichtbar. Das Deutschlandticket könnte hier zwar langfristig Anreize für den Umstieg schaffen, würde aber ohne weiteren Ausbau des Angebots vermutlich nur begrenzte Wirkung entfalten.





















