Die Zahl der Eheschließungen ist in Deutschland zuletzt auf einem neuen Tiefpunkt angekommen: Insgesamt wurden 2024 in Deutschland 349.200 Ehen geschlossen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Welttag der Ehe am 8. Februar 2026 mitteilt. Noch nie seit 1950 haben sich in einem Jahr hierzulande so wenige Menschen das Ja-Wort gegeben, wie die Statista-Grafik mit Destatis-Daten zeigt. Mehr als drei Viertel (79 Prozent) der 698.400 Eheschließenden heirateten zum ersten Mal, waren also zuvor weder geschieden noch verwitwet. Gut 97 Prozent der Ehen schlossen Paare unterschiedlichen Geschlechts und knapp 3 Prozent Paare gleichen Geschlechts.
Ob allein, in Patchwork-Familien oder als kinderloses Paar – die klassische Kernfamilie ist in der Bundesrepublik längst nicht mehr der einzige Weg des Zusammenlebens. Während der Anteil der Bevölkerung, der in Familien lebt, in der Vergangenheit gesunken ist, gewinnen Single-Haushalte sowie Partner- und Familienmodelle außerhalb der Ehe an Bedeutung. Dennoch bleiben Familien ein tragender Pfeiler der Gesellschaft. So lebte im Jahr 2024 immer noch knapp die Hälfte der Bevölkerung in einem Haushalt mit mindestens einem Kind.
















