Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft leicht nach unten korrigiert. Hintergrund ist der Iran-Krieg, der laut IWF einen spürbaren Schock für die globale Konjunktur darstellt. Für das Jahr 2026 erwartet der IWF nun ein globales Wachstum von 3,1 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als noch in der Prognose vom Januar. Damit bleibt die Weltwirtschaft zwar auf Wachstumskurs, verliert aber an Dynamik.
Besonders deutlich fällt die Abwärtskorrektur in einigen fortgeschrittenen Volkswirtschaften aus. In Großbritannien wurde die Prognose um 0,5 Prozentpunkte auf 0,8 Prozent gesenkt. Auch Deutschland zählt zu den Verlierern der neuen Einschätzung: Hier erwartet der IWF nur noch ein Wachstum von 0,8 Prozent, nachdem im Januar noch 1,1 Prozent prognostiziert worden waren. Die USA und China bleiben vergleichsweise stabil, verzeichnen aber ebenfalls leichte Abwärtsrevisionen. Für die USA liegt die Prognose nun bei 2,3 Prozent (−0,1 Prozentpunkte), für China bei 4,4 Prozent (−0,1 Prozentpunkte). Einige große Schwellenländer entwickeln sich hingegen robuster. Indien kann seine Wachstumserwartung leicht auf 6,5 Prozent steigern, während Russland sogar eine deutliche Aufwärtskorrektur auf 1,1 Prozent verzeichnet.
Laut IWF belasten steigende Energiepreise, zunehmende Unsicherheit und mögliche Verwerfungen an den Finanzmärkten die globale Nachfrage. Besonders energieabhängige Volkswirtschaften und exportorientierte Länder reagieren empfindlich auf diese Entwicklungen. Insgesamt zeigt die Prognose: Die Weltwirtschaft bleibt widerstandsfähig, steht aber unter wachsendem Druck. Wie stark das Wachstum letztlich ausfällt, hängt entscheidend davon ab, wie lange der Konflikt andauert und wie stark er die Energieversorgung und die globalen Märkte beeinträchtigt.





















