Statistiken zum Thema Diät und Diätprodukte

Der Wunsch, abzunehmen, gehört zu den häufigsten Vorsätzen, die sich Menschen in Deutschland für das neue Jahr vornehmen. Dementsprechend stehen Diäten und Diät-Produkte hoch im Kurs. Insgesamt hatten im Jahr 2020 in Deutschland rund 20 Millionen Personen in Deutschland Interesse an Diäten und Diätprodukten. Bei einer Diät handelt es sich dabei um einen Lebens- und Ernährungsstil, der in der Regel Gewichtsreduktion zum Ziel hat. Dabei kann nicht nur Gewichtsreduktion Ziel einer Diät sein, sondern auch die Prävention und Behandlung von Krankheiten (wie Diabetes). Dabei gilt der Abbau von Übergewicht nicht als einziges Motiv einer Diät. Mittlerweile haben sich Diäten zu einem Lifestyle stilisiert, von dem sich – etwa im Sinne eines gesteigerten Gesundheitsbewusstseins oder eines „optimized self“ – auch gesunde und schlanke Personen angezogen fühlen.
Neben einer vermehrten körperlichen Betätigung beinhalten Diäten in der Regel eine veränderte Ernährungsweise. Dies umfasst:
    • die Eigenschaften der konsumierten Lebensmittel (z.B. zucker- und kalorienreduzierte Nahrung)
    • die Quantität der Lebensmittelzufuhr
    • das Zeitfenster der Einnahme
Darunter fallen Produkte, die explizit für diätetische Zwecke produziert werden (z.B. Formula-Produkte, Fatburner), aber auch Lebensmittel im Allgemeinen, die für eine Diät geeignet sind, ohne konkret hierfür erzeugt worden zu sein (z.B. Blattgemüse wie Spinat).

Intervallfasten als beliebteste Diät-Methode

Mittlerweile hat sich eine Reihe von unterschiedlichen Diäten entwickelt: Von der Eiweiß-Diät und Intermittierendes Fasten, über die Low Carb-Diät und Stoffwechseldiät bis hin zur Paleo-Diät. Dabei schwören viele Verbraucher auf das Intervallfasten, das sich einen bestimmten Ernährungsrhythmus zu Nutze macht. Hierbei wird in einem bestimmten Zeitfenster auf Nahrung verzichtet. Ein Beispiel hierfür ist die 16:8-Methode. Bei dieser Art des Intervallfastens wird in 16 Stunden am Tag auf Nahrung verzichtet. Nur in den verbleibenden acht Stunden darf die Person nach bestimmten Regel Nahrung zu sich nehmen. Knapp 20 Prozent der Verbraucher in Deutschland haben diese Diätmethode bereits ausprobiert. Mittlerweile gibt es auch Apps, die einer Person bei einer Diät unterstützen – zum Beispiel in Form von Ernährungs- und Fitness-Apps. Etwa ein Fünftel der Verbraucher nutzen bereits Ernährungs-Apps oder haben diese bereits genutzt.

Mittlerweile gibt es eine Vielfalt an Diät-Produkten

Zu vielen konventionellen Produkten gibt es auch fett- und zuckerreduzierte Alternativen. Diese lassen sich dem Oberbegriff „Light-Produkte“ unterordnen. Die Bandbreite von „Light-Produkten“ ist vielfältig: Von Limonade, Joghurt, Margarine, Müsli bis hin zu Wurstprodukten gibt es mittlerweile vieles in der Light-Variante. Doch die gesundheitliche Wirkung von Light-Produkten gilt als umstritten. So greifen viele Hersteller als Ersatz für Zucker und Fett oftmals auf umstrittene Süß- und Zusatzstoffe zurück. Zudem genießen die Light-Alternativen im Vergleich zu den herkömmlichen Produkten weniger Beliebtheit. Zum Beispiel wurden im Jahr 2019 insgesamt 26 Liter Limonade (ohne Light-Produkte) pro Person getrunken. Der Pro-Kopf-Konsum von Light-Limonaden lag hingegen nur bei etwa vier Litern.
Neben den „Light-Produkten“ bieten einige Hersteller auch Produkte an, die speziell für diätetische Zwecke produziert wurden. Dazu zählen z.B. Formula-Produkte, bei der eine ganze Mahlzeit durch ein kalorienreduziertes Produkt ersetzt werden – etwa in Form von Fertigdrinks, Shakes oder in Pulverform (z.B. von Yokebe, Almased). Des Weiteren können bestimmte Diätmittel unterstützend auf die Gewichtsabnahme einwirken – u.a. Fettverbrenner oder Appetitzügler. Zuletzt haben rund 1,66 Millionen Verbraucher in Deutschland rezeptfreie Mittel zum Abnehmen verwendet.

Deutschland spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion diätetischer Nahrung

Während es in Deutschland sicherlich einen wachsenden Markt für Diätprodukte gibt, so stellt die Herstellung von diätetischen und homogenisierten Lebensmitteln eine Nische in der deutschen Lebensmittelindustrie dar. Lediglich etwa 1,1 Milliarden Euro wurden im Jahr 2019 in diesem Segment umgesetzt. Zum Vergleich: Die höchsten Umsätze erzielte im Jahr 2019 das Segment „Schlachten und Fleischverarbeitung“ mit über 45 Milliarden Euro. Auch wenn die Bundesrepublik im europäischen Vergleich eine geringe Anzahl an Unternehmen in der Herstellung diätetischer und homogenisierter Lebensmittel aufweist, so gehören die deutschen Produzenten neben Frankreich, gemessen am Umsatz und Produktionswert, zu den führenden innerhalb der Europäischen Union. Zum Segment diätetischer und homogenisierter Nahrung zählen dabei nicht nur Lebensmittel zur Gewichtskontrolle, sondern ebenso Säuglingsanfangsnahrung und glutenfreie Lebensmittel.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Diät und Diätprodukte" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Ernährungsverhalten und Gesundheit

Diätmethoden

Diät-Produkte

Unternehmen in der Herstellung diätetischer Lebensmittel

Interessante Statistiken

In den folgenden 7 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 59 Statistiken aus dem Thema "Diät und Diätprodukte".

Diät und Diätprodukte in Deutschland

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Statistiken zum Thema Diät und Diätprodukte

Der Wunsch, abzunehmen, gehört zu den häufigsten Vorsätzen, die sich Menschen in Deutschland für das neue Jahr vornehmen. Dementsprechend stehen Diäten und Diät-Produkte hoch im Kurs. Insgesamt hatten im Jahr 2020 in Deutschland rund 20 Millionen Personen in Deutschland Interesse an Diäten und Diätprodukten. Bei einer Diät handelt es sich dabei um einen Lebens- und Ernährungsstil, der in der Regel Gewichtsreduktion zum Ziel hat. Dabei kann nicht nur Gewichtsreduktion Ziel einer Diät sein, sondern auch die Prävention und Behandlung von Krankheiten (wie Diabetes). Dabei gilt der Abbau von Übergewicht nicht als einziges Motiv einer Diät. Mittlerweile haben sich Diäten zu einem Lifestyle stilisiert, von dem sich – etwa im Sinne eines gesteigerten Gesundheitsbewusstseins oder eines „optimized self“ – auch gesunde und schlanke Personen angezogen fühlen.
Neben einer vermehrten körperlichen Betätigung beinhalten Diäten in der Regel eine veränderte Ernährungsweise. Dies umfasst:
    • die Eigenschaften der konsumierten Lebensmittel (z.B. zucker- und kalorienreduzierte Nahrung)
    • die Quantität der Lebensmittelzufuhr
    • das Zeitfenster der Einnahme
Darunter fallen Produkte, die explizit für diätetische Zwecke produziert werden (z.B. Formula-Produkte, Fatburner), aber auch Lebensmittel im Allgemeinen, die für eine Diät geeignet sind, ohne konkret hierfür erzeugt worden zu sein (z.B. Blattgemüse wie Spinat).

Intervallfasten als beliebteste Diät-Methode

Mittlerweile hat sich eine Reihe von unterschiedlichen Diäten entwickelt: Von der Eiweiß-Diät und Intermittierendes Fasten, über die Low Carb-Diät und Stoffwechseldiät bis hin zur Paleo-Diät. Dabei schwören viele Verbraucher auf das Intervallfasten, das sich einen bestimmten Ernährungsrhythmus zu Nutze macht. Hierbei wird in einem bestimmten Zeitfenster auf Nahrung verzichtet. Ein Beispiel hierfür ist die 16:8-Methode. Bei dieser Art des Intervallfastens wird in 16 Stunden am Tag auf Nahrung verzichtet. Nur in den verbleibenden acht Stunden darf die Person nach bestimmten Regel Nahrung zu sich nehmen. Knapp 20 Prozent der Verbraucher in Deutschland haben diese Diätmethode bereits ausprobiert. Mittlerweile gibt es auch Apps, die einer Person bei einer Diät unterstützen – zum Beispiel in Form von Ernährungs- und Fitness-Apps. Etwa ein Fünftel der Verbraucher nutzen bereits Ernährungs-Apps oder haben diese bereits genutzt.

Mittlerweile gibt es eine Vielfalt an Diät-Produkten

Zu vielen konventionellen Produkten gibt es auch fett- und zuckerreduzierte Alternativen. Diese lassen sich dem Oberbegriff „Light-Produkte“ unterordnen. Die Bandbreite von „Light-Produkten“ ist vielfältig: Von Limonade, Joghurt, Margarine, Müsli bis hin zu Wurstprodukten gibt es mittlerweile vieles in der Light-Variante. Doch die gesundheitliche Wirkung von Light-Produkten gilt als umstritten. So greifen viele Hersteller als Ersatz für Zucker und Fett oftmals auf umstrittene Süß- und Zusatzstoffe zurück. Zudem genießen die Light-Alternativen im Vergleich zu den herkömmlichen Produkten weniger Beliebtheit. Zum Beispiel wurden im Jahr 2019 insgesamt 26 Liter Limonade (ohne Light-Produkte) pro Person getrunken. Der Pro-Kopf-Konsum von Light-Limonaden lag hingegen nur bei etwa vier Litern.
Neben den „Light-Produkten“ bieten einige Hersteller auch Produkte an, die speziell für diätetische Zwecke produziert wurden. Dazu zählen z.B. Formula-Produkte, bei der eine ganze Mahlzeit durch ein kalorienreduziertes Produkt ersetzt werden – etwa in Form von Fertigdrinks, Shakes oder in Pulverform (z.B. von Yokebe, Almased). Des Weiteren können bestimmte Diätmittel unterstützend auf die Gewichtsabnahme einwirken – u.a. Fettverbrenner oder Appetitzügler. Zuletzt haben rund 1,66 Millionen Verbraucher in Deutschland rezeptfreie Mittel zum Abnehmen verwendet.

Deutschland spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion diätetischer Nahrung

Während es in Deutschland sicherlich einen wachsenden Markt für Diätprodukte gibt, so stellt die Herstellung von diätetischen und homogenisierten Lebensmitteln eine Nische in der deutschen Lebensmittelindustrie dar. Lediglich etwa 1,1 Milliarden Euro wurden im Jahr 2019 in diesem Segment umgesetzt. Zum Vergleich: Die höchsten Umsätze erzielte im Jahr 2019 das Segment „Schlachten und Fleischverarbeitung“ mit über 45 Milliarden Euro. Auch wenn die Bundesrepublik im europäischen Vergleich eine geringe Anzahl an Unternehmen in der Herstellung diätetischer und homogenisierter Lebensmittel aufweist, so gehören die deutschen Produzenten neben Frankreich, gemessen am Umsatz und Produktionswert, zu den führenden innerhalb der Europäischen Union. Zum Segment diätetischer und homogenisierter Nahrung zählen dabei nicht nur Lebensmittel zur Gewichtskontrolle, sondern ebenso Säuglingsanfangsnahrung und glutenfreie Lebensmittel.

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