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Statistiken zum Thema Diabetes

Eine „globale Epidemie“ nennt die International Diabetes Federation (IDF) die weltweite Verbreitung von Diabetes. In ihrem Jahresbericht warnt die Organisation davor, dass sich die Stoffwechselerkrankung mit weltweit rund rund 537 Millionen Betroffenen bzw. 10,5 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung zu einem der größten Gesundheitsprobleme der Welt entwickelt.


Statistik: Diabetes-Prävalenz nach Weltregion im Jahr 2021 und Prognose bis 2045 | Statista Der Begriff Diabetes mellitus oder auch Zuckerkrankheit beschreibt nicht eine einzelne Erkrankung, sondern ist ein Sammelbegriff für verschiedene Stoffwechselstörungen, deren verbindendes Element eine Überzuckerung des Blutes (Hyperglykämie) ist. Ursache hierfür ist eine gestörte Produktion des für den Zuckerstoffwechsel zentralen körpereigenen Hormons Insulin. Unterschieden werden ein absoluter Insulinmangel, bedingt durch die Zerstörung der für die Produktion verantwortlichen Zellen (Typ-1-Diabetes), und ein relativer Insulinmangel (Insulinresistenz) in Folge einer eingeschränkten Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse (Typ-2-Diabetes).

Diabetes Typ-2-Erkrankungen treten weltweit am häufigsten auf. Neben genetischen Ursachen kann eine fortgesetzte Fehlernährung die Entstehung von Diabetes begünstigen. Unbehandelt kann Diabetes direkt oder durch Begleitkrankheiten zum Tod eines Menschen führen. So schätzt die IDF die weltweite Zahl von Todesfällen aufgrund von Diabetes auf rund 6,7 Millionen. Die höchsten Fallzahlen finden sich in den bevölkerungsreichsten Ländern der Erde: 2021 waren rund 141 Millionen Chinesen, 74 Millionen Inder und 32 Millionen US-Amerikaner an Diabetes erkrankt, wobei von einer hohen Zahl an nichtdiagnostizierten bzw. nichtregistrierten Fällen ausgegangen werden muss. Die weltweite Dunkelziffer liegt dabei im dreistelligen Millionenbereich.
In Deutschland beläuft sich die Diabetesprävalenz laut dem Robert Koch-Institut auf 7,2 Prozent der Erwachsenenbevölkerung und lag damit um rund 1,4 Prozentpunkte höher als noch 1998. Auch wenn Deutschland damit im internationalen Vergleich eher im Mittelfeld rangiert, gibt die Entwicklung Anlass zur Sorge: Aufgrund des lebenslangen Insulinbedarfs und den zahlreichen Folge- und Begleiterkrankungen sind mit Diabetes hohe direkte und indirekte Kosten verbunden. So beliefen sich die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Antidiabetika auf durchschnittlich 23,16 Euro je Versicherten, wobei sich der Verbrauch seit 1996 nahezu verdoppelt hat. Die direkten Krankheitskosten von Diabetikern können sich dabei auf rund 2.900 Euro pro Patient belaufen.

Sollten die Diabeteszahlen wie von der IDF befürchtet steigen, könnte es im Jahr 2045 weltweit rund 783 Millionen Diabetiker geben und die Prävalenz damit auf über 12 Prozent ansteigen. Für das Jahr 2030 rechnet das World Economic Forum daher mit einer Steigerung der weltweiten Krankheitskosten auf rund 740 Milliarden US-Dollar. Nutznießer dieser verheerenden Entwicklung wäre vor allem die globale Pharmaindustrie, die bereits in den vergangenen fünf Jahren die Umsätze im Segment Antidiabetika von 36,3 Milliarden US-Dollar (2012) auf rund 46,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 steigern konnte. Mehr Statistiken zum Thema fasst das Statista-Dossier „Diabetes mellitus“ zusammen.

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