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Soziale Ungleichheit: Daten und Fakten zur Ungleichverteilung der Lebensbedingungen

Soziale Ungleichheit ist eine durch das Gesellschaftssystem bedingte ungleiche Verteilung von Ressourcen und Lebensbedingungen (z.B. Gesundheit oder Wohlstand). Dabei werden bestimmte Bevölkerungsgruppen systembedingt eher bevorzugt und andere eher benachteiligt, wodurch wiederum die jeweiligen Lebens- und Verwirklichungschancen beeinflusst werden. Es gibt zum Beispiel:

Soziale Ungleichheit im Kontext sozialer Gerechtigkeit

Nicht selten wird in politischen Auseinandersetzungen zwischen Parteien oder Wohlfahrtsverbänden darüber gestritten, inwiefern soziale Ungleichheit auch soziale Gerechtigkeit bedeutet. Damit kommt der Gerechtigkeitswahrnehmung in der Debatte um soziale Ungleichheit eine wichtige Rolle zu. Ein Kennwert zur Messung sozialer Gerechtigkeit in verschiedenen Ländern ist zum Beispiel der Social Justice Index. Im Ranking aller OECD- und EU-Mitgliedsstaaten nahm Deutschland bei dieser Kennzahl im Jahr 2019 den zehnten Platz, mit einen Indexwert von 6,64, ein. Den ersten Platz belegte Island mit 7,9 Punkten, gefolgt von anderen skandinavischen Ländern wie Norwegen (Platz 2), Dänemark (Platz 3), Finnland (Platz 4) und Schweden (Platz 5). Der letzte Platz ging an Mexiko mit einem Wert von 4,76.

Soziale Ungleichheiten angehen – Maßnahmen der Bundesregierung

Die Bundesrepublik Deutschland reagiert auf verschiedene soziale Ungleichheiten insbesondere als Sozial- und Wohlfahrtstaat. Mithilfe der sogenannten Umverteilung, die unter anderem auf verschiedenen Steuersätzen basiert, können zum Beispiel Ausgleichsleistungen wie Sozialhilfe, Solidaritätszuschlag oder BAföG an entsprechend berechtigte Personen bzw. Gebiete gezahlt werden. Auch die Einführung einer Frauenquote oder die des gesetzlichen Mindestlohns können als Maßnahmen hin zu einer gerechteren Gesellschaft betrachtet werden. Dennoch wird soziale Ungleichheit auch in Deutschland nach wie vor stark wahrgenommen, vor allem wenn es um ökonomische Aspekte geht. Bei einer Umfrage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus dem Jahr 2019 gaben 72 Prozent der Befragten an, dass sich Deutschland hin zu einer gerechteren Verteilung von Einkommen und Vermögen verändern müsste (Siehe Umfrage zu nötigen Veränderungen in Deutschland). Auch der Bildungsabschluss ist in Deutschland immer noch stark vom Bildungsabschluss der Eltern abhängig.

Die Messung sozialer Ungleichheit

In den meisten Fällen werden für die Messung von sozialer Ungleichheit der formale Bildungsgrad, der Vermögenstand oder spezifische Einkommenswerte herangezogen. Messbare Dimensionen sozialer Ungleichheit gibt es allerdings auch im sogenannten sozialen Kapital, d.h. in den sozialen Beziehungen oder Netzwerken von Menschen (siehe z.B. eine Umfrage zur Anzahl der besten Freunde). Ein prominentes Beispiel für die Darstellung von Einkommens(un)gleichheit ist der Gini-Index, ein Kennwert zwischen 0 und 100, wobei ein Wert von 0 absolute Einkommensgleichheit-, ein Wert von 100 absolute Einkommensungleichheit bedeutet. Der Gini-Index Deutschlands betrug im Jahr 2019 rund 30 und lag damit knapp unter dem EU-Durchschnitt (Wert von 30,7). Um Bildungs(un)gleichheit vergleichend darstellen zu können, gibt es z.B. den Ungleichheit einbeziehenden Bildungsindex.



Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Soziale Ungleichheit" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Ungleichheiten nach Bildungsabschlüssen

Ungleichheiten nach Einkommensgruppen

Interessante Statistiken

In den folgenden 5 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 50 Statistiken aus dem Thema "Soziale Ungleichheit".

Soziale Ungleichheit

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Soziale Ungleichheit: Daten und Fakten zur Ungleichverteilung der Lebensbedingungen

Soziale Ungleichheit ist eine durch das Gesellschaftssystem bedingte ungleiche Verteilung von Ressourcen und Lebensbedingungen (z.B. Gesundheit oder Wohlstand). Dabei werden bestimmte Bevölkerungsgruppen systembedingt eher bevorzugt und andere eher benachteiligt, wodurch wiederum die jeweiligen Lebens- und Verwirklichungschancen beeinflusst werden. Es gibt zum Beispiel:

Soziale Ungleichheit im Kontext sozialer Gerechtigkeit

Nicht selten wird in politischen Auseinandersetzungen zwischen Parteien oder Wohlfahrtsverbänden darüber gestritten, inwiefern soziale Ungleichheit auch soziale Gerechtigkeit bedeutet. Damit kommt der Gerechtigkeitswahrnehmung in der Debatte um soziale Ungleichheit eine wichtige Rolle zu. Ein Kennwert zur Messung sozialer Gerechtigkeit in verschiedenen Ländern ist zum Beispiel der Social Justice Index. Im Ranking aller OECD- und EU-Mitgliedsstaaten nahm Deutschland bei dieser Kennzahl im Jahr 2019 den zehnten Platz, mit einen Indexwert von 6,64, ein. Den ersten Platz belegte Island mit 7,9 Punkten, gefolgt von anderen skandinavischen Ländern wie Norwegen (Platz 2), Dänemark (Platz 3), Finnland (Platz 4) und Schweden (Platz 5). Der letzte Platz ging an Mexiko mit einem Wert von 4,76.

Soziale Ungleichheiten angehen – Maßnahmen der Bundesregierung

Die Bundesrepublik Deutschland reagiert auf verschiedene soziale Ungleichheiten insbesondere als Sozial- und Wohlfahrtstaat. Mithilfe der sogenannten Umverteilung, die unter anderem auf verschiedenen Steuersätzen basiert, können zum Beispiel Ausgleichsleistungen wie Sozialhilfe, Solidaritätszuschlag oder BAföG an entsprechend berechtigte Personen bzw. Gebiete gezahlt werden. Auch die Einführung einer Frauenquote oder die des gesetzlichen Mindestlohns können als Maßnahmen hin zu einer gerechteren Gesellschaft betrachtet werden. Dennoch wird soziale Ungleichheit auch in Deutschland nach wie vor stark wahrgenommen, vor allem wenn es um ökonomische Aspekte geht. Bei einer Umfrage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus dem Jahr 2019 gaben 72 Prozent der Befragten an, dass sich Deutschland hin zu einer gerechteren Verteilung von Einkommen und Vermögen verändern müsste (Siehe Umfrage zu nötigen Veränderungen in Deutschland). Auch der Bildungsabschluss ist in Deutschland immer noch stark vom Bildungsabschluss der Eltern abhängig.

Die Messung sozialer Ungleichheit

In den meisten Fällen werden für die Messung von sozialer Ungleichheit der formale Bildungsgrad, der Vermögenstand oder spezifische Einkommenswerte herangezogen. Messbare Dimensionen sozialer Ungleichheit gibt es allerdings auch im sogenannten sozialen Kapital, d.h. in den sozialen Beziehungen oder Netzwerken von Menschen (siehe z.B. eine Umfrage zur Anzahl der besten Freunde). Ein prominentes Beispiel für die Darstellung von Einkommens(un)gleichheit ist der Gini-Index, ein Kennwert zwischen 0 und 100, wobei ein Wert von 0 absolute Einkommensgleichheit-, ein Wert von 100 absolute Einkommensungleichheit bedeutet. Der Gini-Index Deutschlands betrug im Jahr 2019 rund 30 und lag damit knapp unter dem EU-Durchschnitt (Wert von 30,7). Um Bildungs(un)gleichheit vergleichend darstellen zu können, gibt es z.B. den Ungleichheit einbeziehenden Bildungsindex.



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