Statistiken zur Armut in Deutschland

Statistiken zur Armut in Deutschland

Statistiken zur Armut in Deutschland

Gemäß der Definition der Europäischen Union ist von Armut bedroht, wer mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) der Bevölkerung auskommen muss. Wer in Deutschland weniger als 11.530 Euro im Jahr verdient, gilt nach dem Stand des Jahres 2015 als armutsgefährdet.


Die Armutsgefährdungsquote lag im Jahr 2014 bei 15,4 Prozent. Die Bundesländer mit der höchsten Armutsgefährdungsquote waren im Jahr 2014 Bremen, Mecklenburg-Vorpommern sowie Sachsen-Anhalt. Unter den 15 größten Städten Deutschlands waren Duisburg, Leipzig, Dortmund und Bremen am meisten von Armutsgefährdung betroffen.
Bezüglich der Anzahl der eröffneten Verbraucherinsolvenz-Verfahren in Deutschland, kann ein Rückgang seit dem Jahr 2010 verzeichnet werden. Wurden in diesem Jahr noch mehr als 100.000 Verbraucherinsolvenz-Verfahren in Deutschland eröffnet, sank die Zahl im Jahr 2015 auf knapp 79.000.
Betroffen von Armut sind oftmals auch Kinder und Jugendliche. Im Jahr 2015 betrug der Anteil der Kinder unter 15 Jahren in Bedarfsgemeinschaften in Deutschland 15,7 Prozent. 23,2 Prozent waren es im Osten Deutschlands und 14 Prozent im Westen des Landes.

Im europäischen Vergleich der Armutsgefährdungsquote nach Sozialleistungen reihte sich Deutschland im Jahr 2014 mit 16,7 Prozent im Mittelfeld ein. Rumänien zeigte mit einer Armutsgefährdungsquote von 25,4 Prozent den höchsten Wert auf. Mit 7,9 Prozent war Island das Land mit der geringsten Armutsgefährdungsquote.






Foto: istockphoto.com / rockz

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