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Frauenquote – Statistiken zum Thema

Eine Frauenquote ist eine Regelung, die zum Ziel hat, dass Gremien oder Stellen zu einem festgelegten Prozentsatz mit Frauen besetzt werden. Ziel der Frauenquote ist die Gleichstellung von Frauen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Gesetzliche Regelung der Frauenquote

Am 1. Mai 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist es, den Anteil von Frauen an Führungspositionen signifikant zu verbessern und letztlich eine Geschlechterparität herzustellen. So gilt seit dem 1. Januar 2016 die feste Geschlechterquote von 30 Prozent für neu zu besetzende Aufsichtsratsposten in börsennotierten und voll mitbestimmten Unternehmen. Weitere rund 3.500 Unternehmen sind auf Grundlage des Gesetzes dazu verpflichtet, sich eigene Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und obersten Management-Ebenen zu setzen. In Aufsichtsgremien von Einrichtungen des öffentlichen Dienstes, in denen dem Bund drei Sitze oder mehr zustehen, gilt ab 2016 ebenfalls eine Geschlechterquote. Bei Neubesetzungen dieser Sitze in den Gremien muss die Quote von 30 Prozent eingehalten werden.

Frauenanteile in wirtschaftlichen Bereichen

Im Jahr 2006 lag der Anteil der Frauen in den Vorständen der 100 größten deutschen Unternehmen bei gerade mal 0,2 Prozent. Bis zum Jahr 2020 stieg dieser Anteil auf fast 14 Prozent. Der Frauenanteil in den Vorständen der größten börsennotierten Unternehmen lag im Oktober 2020 in Deutschland bei rund 36,3 Prozent. Dabei gibt es teilweise große Unterschiede bezüglich des Frauenanteils in Führungspositionen in den verschiedenen Branchen. Ebenso verhält es sich, wenn man den Frauenanteil an allen Beschäftigten in verschiedenen Berufsgruppen betrachtet. Bei den Auszubildenden lag der Anteil der Frauen im Jahr 2019 bei ca. 35,3 Prozent. Der Frauenanteil in den Vorständen der DAX-30-Unternehmen stieg bis zum Jahr 2020 auf 14,6 Prozent. In den Aufsichtsräten der DAX-Unternehmen lag die Quote im gleichen Jahr bei 36,5 Prozent. In den Unternehmen des MDAX, SDAX und TecDAX waren die Quoten im Aufsichtsrat im Jahr 2020 durchweg geringer. Im Jahr 2019 erreichten 93,1 Prozent der DAX-30-Unternehmen die Frauenquote im Aufsichtsrat von mindestens 30 Prozent.

Frauen mit akademischen und politischen Laufbahnen

Die Frauenanteile an Hochschulen in Deutschland unterscheiden sich nach dem Stand in der akademischen Laufbahn. So waren im Jahr 2019 fast 52 Prozent der Studienanfänger:innen Frauen, bei den Promotionen lag der Frauenanteil bei 45,4 Prozent, bei der hauptberuflichen Professorenschaft bei 25,6 Prozent. In deutschen Parteien gibt es überwiegend schon länger Frauenquoten. So werden etwa bei Grünen und Linken 50 Prozent aller Ämter weiblich besetzt. Der Anteil der Frauen an den Parteimitgliedern lag Ende 2019 allerdings bei allen Parteien deutlich unter dieser Marke. Der Frauenanteil im Bundestag beläuft sich in der Wahlperiode bis zum Jahr 2021 auf rund 31 Prozent der Abgeordneten.


Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Frauenquote" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Frauen in Unternehmen der DAX-Gruppen

Frauen in Berufen in Deutschland

Frauen in der Politik

Frauen in Führungspositionen international

Frauenquote

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Eine Frauenquote ist eine Regelung, die zum Ziel hat, dass Gremien oder Stellen zu einem festgelegten Prozentsatz mit Frauen besetzt werden. Ziel der Frauenquote ist die Gleichstellung von Frauen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Gesetzliche Regelung der Frauenquote

Am 1. Mai 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist es, den Anteil von Frauen an Führungspositionen signifikant zu verbessern und letztlich eine Geschlechterparität herzustellen. So gilt seit dem 1. Januar 2016 die feste Geschlechterquote von 30 Prozent für neu zu besetzende Aufsichtsratsposten in börsennotierten und voll mitbestimmten Unternehmen. Weitere rund 3.500 Unternehmen sind auf Grundlage des Gesetzes dazu verpflichtet, sich eigene Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und obersten Management-Ebenen zu setzen. In Aufsichtsgremien von Einrichtungen des öffentlichen Dienstes, in denen dem Bund drei Sitze oder mehr zustehen, gilt ab 2016 ebenfalls eine Geschlechterquote. Bei Neubesetzungen dieser Sitze in den Gremien muss die Quote von 30 Prozent eingehalten werden.

Frauenanteile in wirtschaftlichen Bereichen

Im Jahr 2006 lag der Anteil der Frauen in den Vorständen der 100 größten deutschen Unternehmen bei gerade mal 0,2 Prozent. Bis zum Jahr 2020 stieg dieser Anteil auf fast 14 Prozent. Der Frauenanteil in den Vorständen der größten börsennotierten Unternehmen lag im Oktober 2020 in Deutschland bei rund 36,3 Prozent. Dabei gibt es teilweise große Unterschiede bezüglich des Frauenanteils in Führungspositionen in den verschiedenen Branchen. Ebenso verhält es sich, wenn man den Frauenanteil an allen Beschäftigten in verschiedenen Berufsgruppen betrachtet. Bei den Auszubildenden lag der Anteil der Frauen im Jahr 2019 bei ca. 35,3 Prozent. Der Frauenanteil in den Vorständen der DAX-30-Unternehmen stieg bis zum Jahr 2020 auf 14,6 Prozent. In den Aufsichtsräten der DAX-Unternehmen lag die Quote im gleichen Jahr bei 36,5 Prozent. In den Unternehmen des MDAX, SDAX und TecDAX waren die Quoten im Aufsichtsrat im Jahr 2020 durchweg geringer. Im Jahr 2019 erreichten 93,1 Prozent der DAX-30-Unternehmen die Frauenquote im Aufsichtsrat von mindestens 30 Prozent.

Frauen mit akademischen und politischen Laufbahnen

Die Frauenanteile an Hochschulen in Deutschland unterscheiden sich nach dem Stand in der akademischen Laufbahn. So waren im Jahr 2019 fast 52 Prozent der Studienanfänger:innen Frauen, bei den Promotionen lag der Frauenanteil bei 45,4 Prozent, bei der hauptberuflichen Professorenschaft bei 25,6 Prozent. In deutschen Parteien gibt es überwiegend schon länger Frauenquoten. So werden etwa bei Grünen und Linken 50 Prozent aller Ämter weiblich besetzt. Der Anteil der Frauen an den Parteimitgliedern lag Ende 2019 allerdings bei allen Parteien deutlich unter dieser Marke. Der Frauenanteil im Bundestag beläuft sich in der Wahlperiode bis zum Jahr 2021 auf rund 31 Prozent der Abgeordneten.


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