Öl hat seit Beginn des Jahrtausends an Bedeutung verloren – es bleibt aber weltweit weiter der wichtigste Energieträger. Sein Anteil an der globalen Primärenergieversorgung sinkt von 36,3 Prozent im Jahr 2003 auf 30,2 Prozent im Jahr 2023, wie die Statista-Infografik mit Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) zeigt. Gleichzeitig zeigt sich eine gegenläufige Entwicklung bei der Kohle, deren Anteil im selben Zeitraum von 24,7 Prozent auf 27,8 Prozent gestiegen ist. Dieser Trend wird insbesondere durch den hohen Kohleverbrauch in China geprägt. Das verdeutlicht die anhaltende Abhängigkeit vieler Volkswirtschaften von fossilen Energien.
Auch Erdgas legt leicht zu und kommt inzwischen auf 22,7 Prozent, nach 21,0 Prozent zwei Jahrzehnte zuvor. Deutlich dynamischer entwickelt sich der Anteil erneuerbarer Energien: Solar-, Wind- und andere erneuerbare Quellen stiegen von 0,6 Prozent auf 3,3 Prozent. Dennoch bleibt ihr Beitrag im globalen Energiemix bislang vergleichsweise gering.
Die Verschiebungen zeigen, dass der Umbau des Energiesystems langsamer verläuft als vielfach erwartet. Während erneuerbare Energien wachsen, sichern fossile Energieträger weiterhin die Versorgung. Auch Deutschland ist weiterhin stark auf Ölimporte angewiesen. Die Entwicklung könnte darauf hindeuten, dass strukturelle Veränderungen im Energiesektor mehr Zeit benötigen und stark von politischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängen.





















