Die relative Häufigkeit von Insolvenzen von Unternehmen unterscheidet sich zwischen den Bundesländern mitunter deutlich. Besonders hohe Werte je 100.000 Einwohner verzeichnen Stadtstaaten und wirtschaftsstarke Ballungsräume, allen voran Berlin mit rund 47,7 Fällen. Dahinter folgen unter anderem Hamburg und Hessen, während süddeutsche Flächenländer wie Bayern und Baden-Württemberg niedrigere Werte aufweisen. Besonders hohe Insolvenzraten je 100.000 Einwohner weisen Stadtstaaten und wirtschaftsstarke Ballungsräume auf, allen voran Berlin mit rund 47,7 Fällen. Dahinter folgen unter anderem Hamburg und Hessen. Das zeigt die Infografik mit Daten des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).
Auffällig ist zudem, dass die ostdeutschen Flächenländer im Vergleich die niedrigsten Insolvenzraten aufweisen. Dies dürfte unter anderem mit der Wirtschaftsstruktur zusammenhängen: Der Anteil großer Industrieunternehmen ist geringer und die Unternehmenslandschaft ist insgesamt kleinteiliger. Zudem ist die absolute Zahl an Unternehmen je Einwohner niedriger, was sich ebenfalls in geringeren Insolvenzraten niederschlägt.
Die steigenden Insolvenzen sind vor dem Hintergrund einer anhaltend schwachen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland zu sehen. Die Konjunktur stagniert weitgehend, während Unternehmen gleichzeitig mit hohen Energie- und Finanzierungskosten sowie einer gedämpften Nachfrage konfrontiert sind. In diesem Umfeld geraten insbesondere finanziell weniger robuste Betriebe unter Druck. Der Anstieg der Insolvenzen zeigt sich dabei in vielen Bundesländern gleichzeitig und ist damit kein regionales Einzelphänomen, sondern Ausdruck einer gesamtwirtschaftlichen Schwächephase.




















