Während die meisten Deutschen die Zeitumstellung verschlafen und sich im März und Oktober lediglich mit einer Stunde mehr oder weniger Schlaf abfinden müssen, hat das Drehen an der Uhr für andere ganz praktische Konsequenzen: zum Beispiel einen kürzeren „Arbeitstag“. Dies trifft in Deutschland auf knapp 10 Prozent der Erwerbstätigen zu, die zumindest gelegentlich zwischen 23 Uhr und 6 Uhr morgens arbeiten.
Laut Zahlen aus dem Mikrozensus 2024, die das Statistische Bundesamt anlässlich der anstehenden Zeitumstellung veröffentlicht hat, ist Nachtarbeit insgesamt zwar eher die Ausnahme, in einigen Branchen jedoch gang und gäbe. Wie unsere Grafik zeigt, ist nächtliche Arbeit besonders in der Luftfahrt und bei Wach- und Sicherheitsdiensten weit verbreitet. Hier berichteten jeweils mehr als 40 Prozent der Beschäftigten zumindest gelegentlich nachts zu arbeiten. Auch in der Metallerzeugung und-bearbeitung sind Nachtschichten mit 31 Prozent recht geläufig. Überdurchschnittlich häufig sind Nachtschichten zudem in der Logistik, im Gesundheitswesen und in der Gastronomie.
Insgesamt arbeiten Männer deutlich häufiger nachts als Frauen (11,7 Prozent ggü. 6,5 Prozent), zudem ist die nächtliche Arbeit bei jungen Erwerbstätigen (10,6 Prozent der bis 34-Jährigen) verbreiteter als bei älteren Arbeitnehmern (7,4 Prozent der über 55-Jährigen).










