China hat seine Stromerzeugung aus Kernenergie in den vergangenen Jahrzehnten stark ausgeweitet und zählt inzwischen zu den größten Atomstromproduzenten der Welt. Während das Land 1995 lediglich 12 Terawattstunden erzeugte, lag die Produktion 2024 bereits bei 418 Terawattstunden. Damit hat China nicht nur stark aufgeholt, sondern auch Frankreich überholt, das im selben Jahr auf 364 Terawattstunden kommt.
Im internationalen Vergleich bleiben die USA mit 782 Terawattstunden im Jahr 2024 weiterhin der größte Produzent von Atomstrom. Russland erreicht 202 Terawattstunden und Südkorea 179 Terawattstunden. China hat sich dagegen innerhalb von drei Jahrzehnten von einem kaum relevanten Akteur zu einem der zentralen Länder der nuklearen Stromproduktion entwickelt.
Deutschland bewegt sich hingegen in die entgegengesetzte Richtung: Während 1995 noch 146 Terawattstunden aus Kernenergie erzeugt wurden, sank die Produktion bis 2020 auf 61 Terawattstunden. Nach dem Beschluss zum Atomausstieg wurden die letzten deutschen Kernkraftwerke im Jahr 2023 abgeschaltet. Die Entscheidung des deutschen Bundestags für den Ausstieg aus der Kernenergie erfolgte im Jahr 2011. Zentrale Gründe für den Ausstieg waren der Sicherheitsaspekt, sowie die bis heute ungeklärte Frage nach dem Ort der Endlagerung des gefährlichen radioaktiven Abfalls.
Quelle der Daten ist die IAEA, die International Atomic Energy Agency (Internationale Atomenergie‑Organisation). Die Behörde mit Sitz in Wien ist eine Organisation der Vereinten Nationen und sammelt weltweit Daten zur Nutzung der Kernenergie, etwa zu Reaktoren, Stromproduktion und Sicherheitsstandards.
In Kernkraftwerken entsteht durch die Kernspaltung Wärme, wodurch wiederum Wasser kondensiert und durch den entstandenen Dampf Turbinen zur Stromerzeugung angetrieben werden. Der Anteil der Kernenergie an der weltweiten Stromerzeugung betrug zuletzt rund neun Prozent.












