Deutschlands größter Automobilkonzern Volkswagen steckt weiter in der Krise. Nachdem der operative Gewinn des Wolfsburger Autobauers schon 2024 um rund 15 Prozent gesunken war, brach er im vergangenen Jahr um mehr als 50 Prozent ein. Grund dafür war neben den niedrigeren Margen im stetig wachsenden Elektrosegment und der zusätzlichen Belastung durch US-Zölle vor allem die Luxusmarke Porsche, deren operativer Gewinn von mehr als 5 Milliarden Euro auf nur noch 90 Millionen Euro schrumpfte.
Neben einer anhaltenden Absatzkrise im so wichtigen chinesischen Markt – dort haben sich die Porsche-Auslieferungen seit 2021 mehr als halbiert – leidet der einzige Gewinngarant von VW vor allem unter einer Fehleinschätzung des Managements. Die offensichtlich am Kunden vorbeigeplante Elektrooffensive wurde deutlich ausgebremst. Das Zurückrudern kostet die Stuttgarter VW-Tochter Milliarden und wird somit auch für den Mutterkonzern zur Belastung. Für 2026 rechnet Porsche mit einem weiteren Absatzrückgang bei leicht verbesserter Gewinnmarge. So soll die operative Rendite von 0,3 Prozent wieder Richtung 5 Prozent steigen – was jedoch immer noch weit von den 14,5 Prozent entfernt ist, die Porsche 2024 erzielte.
Während Porsche schwächelte, erzielte die Volkswagen Gruppe mit seinen Kernmarken VW, VW Nutzfahrzeuge, Škoda sowie SEAT/CUPRA ein solides Ergebnis. Sowohl der Absatz als auch der Umsatz im Massensegment konnten leicht gesteigert werden – die operative Rendite fiel jedoch auch hier aufgrund der US-Zölle und des weniger profitablen Elektrosegments von 5,0 auf 4,7 Prozent. Ähnlich sah es in der Markengruppe Progressive aus, zu der unter anderem Audi gehört. Konzernweit lag der Absatz mit 9,02 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen ungefähr auf Vorjahresnivau. Die Volkswagen-Krise ist also eine Profitabilitäts- und keine Absatzkrise.





















