Die Welt ist noch weit entfernt vom Ziel des Pariser Abkommens. Selbst bei Fortführung bestehender Maßnahmen steuert die Welt laut Climate Action Tracker auf einen Temperaturanstieg von +2,6 °C im Median zu. Damit liegt die prognostizierte Erwärmung klar über dem angestrebten Limit von 1,5 °C und auch deutlich über dem Stand von 1,3 °C im Jahr 2023. Die Infografik von Statista verdeutlicht damit eine anhaltende Lücke zwischen politischen Zusagen und tatsächlicher Entwicklung.
Auch wenn Länder ihre Klimaziele bis 2030 oder 2035 vollständig umsetzen, bleibt der Effekt begrenzt. In diesem Szenario sinkt der Medianwert nur leicht auf +2,6 °C. Erst die Kombination mit langfristigen Netto-Null-Zielen reduziert die Erwärmung auf +2,2 °C. Ein optimistisches Szenario erreicht +1,9 °C, bleibt damit aber ebenfalls über dem Pariser Ziel. Die Spannbreite reicht dabei je nach Annahmen von +1,5 °C bis +3,3 °C. Die Zahlen zeigen, dass kurzfristige Maßnahmen allein nicht ausreichen. Entscheidend ist die konsequente Umsetzung langfristiger Strategien. Andernfalls könnte sich die Lücke zum 1,5-Grad-Ziel weiter verfestigen und die Risiken durch den Klimawandel und die Erderwärmung für Wirtschaft und Gesellschaft deutlich erhöhen.
Laut Weltrisikoindex 2023 sind die am meisten durch die globale Erwärmung gefährdeten Länder die Philippinen, Indonesien und Indien. Die Auswirkungen des Klimawandels sind dennoch bereits weltweit spürbar: Die Häufigkeit und Ausmaße von Naturkatastrophen nehmen. Schon im Jahr 2022 waren Millionen Menschen von Naturkatastrophen betroffen und werden Opfer von Stürmen, Dürren und Überschwemmungen. Zudem entstehen erhebliche volkswirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe.





















