Bei einem Vergleich der Unterstützung der Ukraine nach Ländern liegt Deutschland mit rund 25 Milliarden Euro an dritter Stelle. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis des Ukraine Support Trackers des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Die größte Unterstützung erhielt die Ukraine bislang mit einigem Abstand von den USA und den EU-Institutionen (Kommission und Rat). Das Vereinigte Königreich liegt auf Platz vier. Die gezeigten Beträge beinhalten die finanzielle Unterstützung (Darlehen, Zuschüsse etc.), die humanitären Hilfeleistungen (Nahrungsmittel, Medikamente etc.) und den Wert der gelieferten Waffen und Ausrüstungsgegenstände inklusive Sachspenden für die ukrainische Armee und Finanzhilfen, die an militärische Zwecke gebunden sind.
Allein nach dem Wert der gelieferten Waffen und den Finanzhilfen für militärische Zwecke liegt Deutschland mit 20 Milliarden Euro an zweiter Position. Die größte Unterstützung für Waffen und Ausrüstung bekam die Ukraine aus den USA: Im Zeitraum vom 24. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2025 flossen von dort Waffen und Gelder für militärische Zwecke in Höhe von rund 115 Milliarden Euro.
Anfang März 2025 wurde die US-Militärhilfe kurz pauschal gestoppt, aber bereits am 11. März 2025 wieder aufgenommen, nachdem die Ukraine einem möglichen Waffenstillstand zugestimmt hatte. Mittlerweile agieren die USA im Rahmen der neu gegründeten NATO PURL Initiative als Waffenzulieferer und Koordinator. Hierbei kaufen NATO-Staaten Waffen aus den USA, die dann der Ukraine möglichst rasch zur Verfügung gestellt werden.
Durch diese Entwicklung ist Europa zum größten Unterstützer der Ukraine geworden. So haben europäische Länder der Ukraine im Zeitraum vom 24. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2025 zusammengerechnet Unterstützungsleistungen in Höhe von rund 200 Milliarden Euro zugewiesen. Damit liegen sie deutlich über den Hilfszuweisungen der USA (115,3 Mrd. Euro).
Der Ukraine Support Tracker des IfW Kiel erfasst systematisch den Wert der Unterstützung, die Regierungen von 31 westlichen Ländern der Ukraine seit der russischen Invasion am 24. Februar 2022 zugesagt haben. Erfasst sind militärische, finanzielle und humanitäre Hilfen, die öffentlich bekannt sind. Die Datenbank soll die Diskussion über die Unterstützung der Ukraine mit Fakten unterfüttern.












