In ganz Europa sind die Wohnkosten seit 2015 im Schnitt um 60 Prozent gestiegen, und laut Eurostat ist jeder zehnte Europäer nicht in der Lage, seine Miete pünktlich zu zahlen. In Verbindung mit steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen ist die Erschwinglichkeit von Wohnraum zu einem drängenden Problem geworden und die Belastung verteilt sich sehr ungleich auf verschiedene Haushaltsformen.
In Deutschland liegt der Durchschnitt der Menschen, deren Wohnkosten mehr als 40 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens übersteigen, bei 11 Prozent. Besonders betroffen sind Einpersonenhaushalte mit 22,6 Prozent sowie Alleinstehende mit Kindern (16 %). Haushalte, in denen sich mehrere Erwachsene die Kosten teilen, stehen deutlich besser da: Bei Haushalten mit drei oder mehr Erwachsenen liegt der Anteil bei nur 3,5 Prozent. Das zeigt: Wohnkostenbelastung ist nicht nur eine Frage des Wohnorts, sondern vor allem der Haushaltskonstellation. Wer allein wirtschaftet – ob mit oder ohne Kinder – trägt ein deutlich höheres Risiko, durch Wohnkosten finanziell unter Druck zu geraten.





















