Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind laut Daten des Bundesministeriums für Gesundheit seit 2020 um insgesamt 35 Prozent gestiegen. Den größten Kostenblock stellen mit etwas mehr als 111 Milliarden Euro Krankenhausbehandlungen dar, die im betrachteten Zeitraum um rund 37 Prozent zugelegt haben.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft nennt als wichtigsten Grund für diese Entwicklung steigende Fallzahlen und macht außerdem Personal- und Strukturvorgaben durch die Politik verantwortlich. Letztere würden die Kliniken zwingen, "viel hochqualifiziertes Personal zusätzlich einzustellen". Dem gegenüber stehen indes regelmäßige Medienberichte, die den Personalmangel im Gesundheitswesen thematisieren.
Die nach den Krankenhäusern teuersten GKV-Leistungsbereiche sind Arzneimittel und ärztliche Behandlung, die zusammen auf über 112 Milliarden Euro kommen und ebenfalls jeweils erheblich teurer geworden sind, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. Die größten Kostensteigerungen entfallen allerdings auf Bereiche wie Heilmittel (+65,9 Prozent) oder Pflege (62,9 Prozent).
Dagegen spielen Verwaltungskosten eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Gaben die gesetzlichen Krankenkassen vor fünf Jahren 11,7 Milliarden Euro für ihre Verwaltung aus, waren es 2025 etwas mehr als 13 Milliarden Euro - das entspricht einem Plus von 13,1 Prozent. Das ist insofern relevant, weil zuletzt auch immer wieder diskutiert wurde, ob es zu viele Krankenkassen gibt.




















