Die wirtschaftspolitische Leistungsfähigkeit der Bundesregierung steht seit Wochen im Zentrum der öffentlichen Kritik. Eine aktuelle Umfrage untermauert dieses Stimmungsbild. Demnach ist das Vertrauen in die Wirtschaftskompetenz der Bundesregierung in Deutschland derzeit sehr gering: Nur 26 Prozent der Befragten trauen der Regierung wirtschaftspolitisch etwas zu, während 70 Prozent kein Vertrauen haben. Das verdeutlicht die aktuelle Infografik auf Basis von Daten des ARD-DeutschlandTrends von Infratest Dimap. Die Daten wurden Ende März erhoben.
Die Einschätzungen unterscheiden sich dabei nach Parteipräferenz. Anhänger von CDU/CSU äußern mit 52 Prozent noch vergleichsweise viel Vertrauen, während es bei SPD-Anhängern nur 43 Prozent sind. Deutlich kritischer fallen die Urteile bei Grünen (34 Prozent), Linken (10 Prozent) und AfD (6 Prozent) aus. Gleichzeitig überwiegt in fast allen Gruppen der Anteil derjenigen, die kein Vertrauen haben, teils sehr deutlich. Die Zahlen deuten auf ein grundlegendes Problem für die wirtschaftspolitische Glaubwürdigkeit der Regierung hin. Eine anhaltend schwache Vertrauensbasis könnte politische Handlungsspielräume einschränken und Reformvorhaben erschweren.
Parallel dazu spiegeln auch aktuelle Umfragewerte und Bewertungen politischer Akteure die angespannte Stimmung wider. In mehreren Erhebungen zur Wahlpräferenz liegt die AfD mit bis zu 28 Prozent vor CDU/CSU, während die SPD nur auf Werte um 12 bis 14 Prozent kommt. Gleichzeitig ist die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz zuletzt gesunken: Nur noch 30 Prozent bewerten seine Arbeit als gut, während 65 Prozent sie als schlecht einschätzen.







